„Wer sich die Musik erkiest“ - Unser Bläserchor

Trompete, Saxophon, Klarinette, zwei Posaunen und ein Dirigent. In dieser seit 2011 festen Stammbesetzung spielt der unser Bläserchor in Gottesdiensten ebenso wie bei Gemeindefesten und bisweilen auch außerhalb der Kirchengemeinde. Feste Termine im Kirchenjahr sind das offene Weihnachtsliedersingen am ersten Advent, der 16:30-Uhr-Gottesdienst an Heilig Abend, das Turmblasen zu Sylvester, die Osternachtfeier mit anschließender Musik zum Osterfeuer und das Gemeindefest im Sommer.

Genauso unorthodox wie unsere Besetzung, die Holz- und Blechbläser vereint, ist unser Repertoire. Selbstverständlich spielen wir auch Kirchenmusik. Aber dieses „auch“ ist uns wichtig. Denn neben sakraler Musik hat die weltliche Literatur ebenfalls ihren Platz auf unseren Notenpulten. So reicht unser Repertoire von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 - 1594) über Bach, Beethoven und Bruckner bis hin zu Max Reger. Auch der leichten Muse zugewandt verschmähen wir Jazz und Popp nicht – jüngst etwa mit einem Arrangement des Abba-Hits „Thank you for the Music“ aus der Feder unseres Dirigenten.

Die Bezeichnung „Bläserchor“ – anstelle der in Kirchengemeinden üblicheren Bezeichnung „Posaunenchor“ – ist bewusst gewählt. Denn wir verstehen uns durchaus nicht wie ein „üblicher“ Posaunenchor. So legen wir Wert auf unsere künstlerische Unabhängigkeit, sind nicht dem Kantor oder der Kantorin unterstellt und entscheiden eigenständig über Besetzung und Repertoire. Dass wir diese Freiheit in den Gottesdiensten im Sinne von „Dienen“ verstehen und uns voll und ganz der theologischen und liturgischen Führung durch unsere Pfarrerin unterstellen, versteht sich von selbst.

„Wer sich die Musik erkiest, hat ein himmlisch Werk gewonnen“ (Martin Luther).
In diesem Sinne proben wir regelmäßig in unserer Dorfkirche und sind auch jenseits unserer musikalischen Aktivitäten eine fröhliche Runde.

Für den Bläserchor
Michael Stettberger