Konfi-Freizeit 2009

 

Ein plastisches Vaterunser und andere Herausforderungen

Die Konfi-Freizeit 2009

 

Mitten auf dem kleinen, in der Sonne glitzernden See begann die Schlacht um Donuts und Orangensaft. 14 hungrige Jugendliche und vier ausgelaugte Betreuer erfreuten sich an einer kleinen Pause am Rand eines wunderschönen grünen Schilfgürtels. Für April war es erstaunlich heiß und die zurückliegende Kanutour hatte alle mächtig angestrengt. Vielleicht hätte eine Erfrischung im kalten Wasser gut getan, aber dafür sollte später noch genug Zeit bleiben. So hielten wir uns gegenseitig an unseren Booten fest, damit wir nicht abtrieben und demonstrierten dabei unbewusst unser gegenseitiges Vertrauen, das diese Konfirmandenfahrt auszeichnen sollte.

Brotzeit auf dem Wasser

Mit freudiger Erwartung waren wir am Freitagnachmittag mit dem Reisebus aufgebrochen, um ein tolles Wochenende im „Haus am See“, einem Erholungsheim des CVJM (Christlicher Verein junger Menschen) zu verbringen. Thema der diesjährigen Konfirmandenfahrt war das Beten, in welches wir am Ende des ersten Abends dankend eingestiegen sind. Eine Abendandacht an einem großen, massiven Holzkreuz, unter glitzernden Sternen und in idyllischer Nachtruhe, die nur vom freudigen Gesang einer Nachtigall unterbrochen war, rundete den Anreisetag ab.

Um halb sieben wurde geweckt und so manchem sah man an, dass die Nacht doch eine kurze war. Nichts desto trotz waren wir alle voller Elan, als wir nach dem Frühstück eine Einheit zum ‚Vater Unser’ absolvierten. In selbst ausgedachten Gebärden und Pantomimen stellten wir die verschiedenen Bittsprüche des Gebets dar. So entstand schließlich ein plastisches Bild dieses sonst eher als trocken empfunden Gebets, dass wir nun mit ganzer Dynamik vortragen konnten.

Nach dem Mittagessen genossen die Mädchen die strahlende Sonne, während die Jungs sich zu einem dramatischen Fußballspiel auf dem von Maulwurfshügeln schwer angeschlagenen Platz versammelten. Verletzungen blieben aber trotz widriger Bedingungen aus. Gott sein Dank. Anschließend ging es mit den Kanus auf den See. Dass die Spritztour trotz einiger Durststrecken ein voller Erfolg war, haben wir auch dem sympathischen Freizeitpädagogen Andreas zu verdanken. Dieser brachte uns alle sicher und erschöpft zurück an Land, wo das Abendessen schon auf uns wartete.

Konfirmanden in der Aprilsonne

Beim folgenden Spieleabend scheuten wir uns nicht vor Berührungen und obwohl mit Zeitungen geschlagen, kurios verknotet und stark verwurzelt wurde, konnten anschließend alle gesund ins Bett. Es sollte für viele wieder eine kurze Nacht werden, aber die, die die Augen schlossen, schlummerten selig ein.

Am nächsten Morgen haben wir in Gruppen unseren Gottesdienst vorbereitet und anschließend gemeinsam gefeiert. Einen schönen Abschluss bildete die kollektive Bewertung der Fahrt, bei der wir uns auf Fragen hin im Raum verteilten Zahlen zuordnen sollten. Auch hier waren sich die Jugendlichen einig. Für das Essen gab’s eine 3, das Gelände wurde mit 2 beurteilt und die Kanufahrt erfreute sich geschlossener Begeisterung. Eine glatte 1,0.

Danken wir Gott im Gebet für diese schöne Konfirmandenfahrt und unsere tollen Jugendlichen, die so nett und vertrauensvoll mit einander umgegangen sind, dass wir ohne gröbere Zwischenfälle, sondern vor allem mit viel Spaß ausgekommen sind. Wir freuen uns aufs nächste Mal.

Nils Sager