Verdiente Gemeindeglieder im Porträt. Heute: Wilma Stuhr

In dieser Reihe werden verdiente Gemeindeglieder vorgestellt, die seit vielen Jahren das Leben unserer Gemeinde und damit auch unseres Ortes aktiv mitgestalten. Bei der heute vorzustellenden Wilma Stuhr ist das anders. Sie wohnt erst seit einem Jahr in Groß Glienicke und ist erst seit 11 Monaten in unserer Gemeinde aktiv. Aber wie! Sie versäumt keinen Gottesdienst, singt im Kirchenchor, diskutiert mit im Gesprächskreis, ist Mitglied unseres Be­suchskreises und gestaltet das Kirchen-Café mit; sie gehört zum Kindergottesdienstkreis und zum Vorbereitungsteam der KinderKirchenTage, macht mit beim Weltgebetstag und leitet seit kurzem und mit Erfolg die wiedererstandene Krabbelgruppe… Kurz – oder mit einem in diesem Zusam­menhang eher ungewöhnlichen Bild: Eine echte Allzweckwaffe! Und das mit 70. Wie das? Wilma Stuhr erzählt, dass ihre enorme Kraft aus dem Glauben kommt und dass sie durch ihren Glauben schon manches Tal durchschritten hat. Mit 20 verlor sie ihr erstes Kind, das mit nur 11 Monaten mit einem Wasserkopf verstarb. Als sie 47 war, verlor sie die zweite Tochter, 23-jährig an einer schweren Krankheit. Nach 40 Ehejahren brannte der Ehemann durch. Da wird mancher zum Agnostiker, nicht so Wilma Stuhr. „Gott ist mein Freund. Ohne ihn wäre ich an diesen Schicksalsschlägen zerbrochen“ sagt die robuste adrett gekleidete Frau, die aus Stade stammt, seit 1969 in Berlin lebt, Traktor fahren kann und viele Jahre als Verkäuferin in einer Damen-Boutique arbeitete. Geistlich ist sie entscheidend geprägt worden in der Apostel-Petrus-Ge­mein­de in Berlin-Rei­nicken­dorf durch die dortigen Pastoren. Bei uns ist es anders, werden kleinere Brötchen gebacken, aber Wilma Stuhr ist glücklich, dass sie zu ihrem Sohn nach Groß Glienicke gezogen ist, und dass sie in unserer Evangelischen Kirchengemeinde eine neue geistliche Heimat gefunden hat mit vielen Betätigungsfeldern. Und wir sind glücklich, dass sie zu uns gestoßen ist und wünschen ihr von Herzen Gottes Segen für ihr Leben und für ihr Wirken in unserer Gemeinde.

Pfarrer Bernhard Schmidt