Sizilien

Ein Reisebericht von Dietmar Heiden

Inhaltsverzeichnis

1 Der erste Tag: die Anreise
2 Der zweite Tag: Ätna
3 Der dritte Tag: Wie man Olivenöl macht
4 Der vierte Tag: Gespräch mit Gianluca Fiusco
5 Der fünfte Tag: das Schwefelbergwerk
6 Der sechste Tag: die Weinfabrik
7 Der siebente Tag: Jugend von Riesi gegen die Mafia
8 Der achte Tag: die alten Griechen in Agrigent
9 Der neunte Tag: in der Waldenserkirche
10 Der zehnte Tag: der Monte Pelegrino
11 Der elfte Tag: die Normannenburg
12 Der zwölfte Tag: die Rückreise

Kapitel 1- Der erste Tag: die Anreise

Unsere gemeinsame Reise begann in einem kalten Deutschland noch halb in
der Nacht. Vom Tegeler grau wechselten wir ins Mailänder Nass, um auf ein
anderes Fluggerät zu warten, das den Weg ins heiße und sonnige Catania
aufnahm. Nachdem wir diese Geschehnisse alle hinter uns gelassen hatten,
fuhren wir von Catania nach Riesi, nicht jedoch, ohne an der skurrilen Stadt
Enna eine Zwischenstation einzulegen. Eine Stadt auf benahe 1000m Höhe,
von der wir staunende Blicke in die Tiefe warfen.
In Riesi angekommen, wurden wir von der guten Seele des Servicios, Jacqueline,
sehr herzlich empfangen. Bevor uns unsere Zimmer zugeteilt wurden,
gab sie uns den Rat mit auf den Weg, uns vor Eidechsen und Mücken zu
hüten und die Insektengitter vor dem Fenster zu nutzen. Es war gut, diesem
Rat gefolgt zu sein...
Der Servizio Cristiano ist ein Zentrum der Waldenserkirche im ärmsten Teil
Siziliens. Er will der Bevölkerung ein Leben abseits von Mafia und Hoffnungslosigkeit
zeigen. Es gibt einen Kindergarten, eine Grundschule, eine Familienberatungsstelle
und eine eigene Landwirtschaft. Die Wohnbedingungen sind
sehr gut. Die Freiwilligen wohnen gemeinsam in einem Haus, meist in Doppelzimmern,
welches drei Gehminuten vom Servizio entfernt liegt. Die Zimmer
haben jeweils ein eigenes Bad, außerdem gibt es einen großen Gemeinschaftsraum
mit Küche und einen Balkon mit Panoramabilderbuchblick (Foto). Alles
ist in einem äußerst sauberen Zustand, außerdem liebevoll hergerichtet in
schlichter Schönheit im Einklang mit der wunderbaren sizilianischen Natur.

1aus: http://freiwillige-vor.org/einsatzstellen/servizio-cristiano.57text


Abbildung 1.1: Ankunft im SC


Kapitel 2 -Der zweite Tag: Ätna

Unser zweiter Tag fiel auf einen Sonntag, und so hatten wir gleich zu Beginn
unserer Informations- und Arbeitsreise einen freien Tag. Eine kleine Gruppe
nutzte ihn, um sich in Riesi umzusehen und zusammen mit den Einheimischen
den Gottesdienst zu feiern. Der größere Teil machte sich zum Ätna
auf { neugierig auf eine ganz besondere Naturerscheinung. Den Touristen
mit genügend Taschengeld wird die Erklimmung der hohen Ätnabereiche
sehr leicht und auch sehr unterhaltsam gemacht. Mit Seilbahn und Bus wird
man in die dünnen Luftbereiche gebracht, ohne seine Oberschenkelmuskulatur
einzusetzen. Aus Zeitgründen (und wirklich allein aus Zeitgründen)
entschieden wir uns für diese Art des Ringens mit den Naturgewalten und
waren so in einer knappen halben Stunde in fast 3000m Höhe. Es war recht
kalt und furchtbar windig. Vor allem leichte Personen hatten berechtigte
Angst, weggeweht zu werden und mussten sich den starken Brisen kraftvoll
entgegenstemmen. Wir waren beeindruckt von der besonderen Schönheit der
Vulkanlandschaft, die uns zusammen mit den starken Winden erzählte, wie
klein der Mensch ist.
Der letzte große Ausbruch des Ätnas war im Jahr 2002 und hat die Häuser
der Verwaltung vollständig weggerissen. "Um Mitternacht des 26. Oktobers
2002 öffneten sich an der Südanke des Berges in 2750 Metern Höhe und an
der Nordostanke in einer Höhe zwischen 2500 und 1850 Meter Eruptionsspalten,
aus denen mit großer Heftigkeit Lava austrat. Als der Ausbruch am
28. Januar 2003 endete, hatte der Vulkan 60 -70 Millionen Kubikmeter Lava
und Pyroklastika ausgespuckt und riesigen Schaden angerichtet, so wurde
an der Südanke die Seilbahn zerstört und an der Nordostanke der Piano
Provenzana mit der Touristenstation Ätna Nord vollständig von Lava über-
flutet.
Der Piano Provenzana, eine weite und flache Hochebene in etwa 1900 m
Höhe, war vor dem Ausbruch von 2002 eine liebliche, mit Bäumen bestan-
dene und mit Gras und Blumen bewachsene Landschaft. Die Station Ätna
Nord mit den Hotels Le Betulle und Piano Provenzana sowie eine Reihe
von Holzhütten mit Souvenirverkauf und Skiverleih wurden in kurzer Zeit
vollständig zerstört. Das Hotel Piano Provenzana, von dem heute noch die
Grundmauern zu erkennen sind, wurde kein Opfer der fließenden Lava, aber
ein Opfer der den Ausbruch begleitenden starken Erdbeben, der niedergehenden
Blöcke und Bomben und der Hitze des vorbeiziehenden Lavastroms."1
Es scheint sich aber zu lohnen, an derselben Stelle immer wieder neue
Häuser zu bauen - die Eintrittsgelder machen es möglich. Das
Tourismusgeschäft um den Ätnaist wohl vollständig in Händen der Mafia
Aktuell brach der Ätnanicht aus, man konnte allerdings an einigen Punkten
noch etwas von der Wärme erfühlen. Auf dem Rückweg lernten wir, dass
Egoismus und Unverblümtheit Eigenschaften von kultivierten Touristen zu
sein scheinen. In einen Shuttle-Bus kam nur derjenige, der mit Ellenbogen seinen
Platz in der Reihe zu behaupten verstand. Für manch einen war dies ein
kaum lösbares Problem, und so ließen auch wir 2 Busse gefüllt mit geballter
Drängelkompetenz recht erstaunt davonfahren.
Aktuell brach der Ätna nicht aus, man konnte allerdings an einigen Punkten
noch etwas von der Wärme erfühlen.
1aus: https://de.wikipedia.org/wiki/ Ätna

Auf dem Ätna

Kapitel 3 - Der dritte Tag: Wie man Olivenöl macht

8 - 12 Uhr: Oliven pflücken
Nach einer kurzen Einführung von T. und B. ging es los: auf in den Olivenhain!
Aufgrund meteorologischer Besonderheiten, die unsere Reisegruppe
aber nicht zu verantworten hatte, gab es hier in diesem Jahr nur ca 5 % der
normalen Ernte. Das Ernten der Oliven gestaltete sich daher eher zu einer
Olivensuche. Normalerweise werden Netze unter den Olivenbaum gelebt, die
Oliven dann (z.T. mit Harken) abgestreift oder mit Stangen heruntergeschlagen
und zum Schluss der Inhalt der Netze in einen großen Kasten geschüttet.
Diese Technik kam aber nur bei den wenigen vollen Bäumen zum Tragen.
Besuch einer Ölmühle
In Sizilien scheint jeder, der auch nur einen einzigen Olivenbaum besitzt, ihn
zur Ölproduktion zu benutzen. Man bringt seine Ernte dann zum ( Öl-)Müller
und bekommt das Resultat gleich mit nach Hause. furchtbar laut, wir hätten
gar keine Übersetzerin gebraucht, weil wir sie genauso wenig verstanden sie
den italienischen Ölmüller
Die Oliven werden hier zunächst von Blättern und Zweigen getrennt, dann
gewaschen und schließlich zu einem Brei gequetscht. Hieraus wird dann das
Öl gewonnen, das dann noch vom Wasseranteil getrennt werden muss.
Am Abend war dann noch Zeit für ein kleines Bad im Mittelmeer.

Olivensuche

Olivenfund

Ölmühle


Kapitel 4 - Der vierte Tag: Gespräch mit Gianluca Fiusco

8 - 12 Uhr: Oliven pflücken

Gianluca Fiusco ist der Direktor des Servizio Cristiano in Riesi.
Fiusco erzählte über die Verstrickung der Sizilianischen Gesellschaft mit
der Mafia. Morde auf offener Straße und andere Aktionen, die man aus ein-
schlägigen Filmen kennt, gehörten der Vergangenheit an. Die heutige Mafia
sitzt in den Führungsetagen der Banken und Betriebe und leitet von dort ihre
illegalen Geschäfte. Auch gebe es das Klischee behaftete Schutzgelderpressen
nicht, die Geschäfte in Riesi gehörten sowieso alle zur Mafia. Fiusco erzählte
auch Episoden, die zeigten, wie frech und unverblümt die Mafia auftreten
kann. So wurde er von dem (allseits bekannten) Mafia-Boss aufgefordert, bei
der nächsten Bürgermeisterwahl nicht nur für eben diesen Mia_oso zu stimmen,
sondern auch gleich seine Arbeitnehmer entsprechend zu motivieren.
Bei einer anderen Gelegenheit war Fiusco bei der Polizei, weil in der Nacht
vorher in der Schule eingebrochen worden war. Dort traf er wieder auf einen
Mafioso, der sich hier regelmäßig melden musste - eine Strafe, die ihn anscheinend
bei seinen Geschäften nicht groß störte. Er fragte Fiusco, ob er wegen
des Einbruchs hier sei - er wusste also bereits davon und demonstrierte auf
diese Weise, wer hier das Sagen hat.
Außerdem erzählt der Leiter des SC von zwei Mitarbeitern der Mafia, die
in Deutschland einen Auftragsmord begangen hatten und dort im Gefängnis
saßen. Sie wurden von den besten und teuersten Rechtsanwälten vertreten,
diese wiederum wurden aus Riesi bezahlt und zwar von der Bank! Dies habe
er nur zufällig erfahren, es zeige aber das Ausmaß der Vernetzung der Mafia-
Familie.
Wir erfuhren, dass die Schule im SC nur die Grundschule umfasst und Fiusco
es wichtig findet, auch noch eine Sekundarstufe anzubieten. Die Kirchenleitung
hat aber zunächst vordringlichere Projekte, vor allem die Hilfe für die
Flüchtlinge, so dass es kein Geld für die Sekundarschule gibt. Fiusco gab aber
zu bedenken, dass das arme Sizilien nicht alle Probleme lösen könne und sich
primär um die eigenen kümmern müsse. Nach dieser Diskussion nutzen Teile
der Reisegruppe noch das schöne Wetter und fuhren zum Baden am Mittelmeer.

Gianluca Fiusco, Jacqueline und Flois

Kapitel 5 - Der fünfte Tag: das Schwefelbergwerk

8 - 12 Uhr: Oliven pflücken
Schwefelbergwerk

Das Schwefelbergwerl war eine der wichtigsten Arbeitsstellen bis etwa 1970
Bereits in der Antike wurde nördlich und östlich von Agrigent im Drei-
eck Sciacca-Enna-Gela Schwefel gewonnen. Während im Mittelalter Schwefel
hauptsächlich zur Herstellung von Schießpulver benötigt wurde, gewann seit
dem 19. Jahrhundert in den Industriestaaten die Herstellung von
Schwefelsäure an Bedeutung.
Um 1900 waren in Sizilien 730 Schwefelgruben in Betrieb, die meist im Tagebau
betrieben wurden. Hier arbeiteten 38.000 Bergleute und gewannen 3,4
Millionen Tonnen Fördergut, aus dem 0,54 Millionen Tonnen reinen Schwefels
gewonnen wurden. Das waren immerhin 90 % der gesamten Weltproduktion.
Anfang des 20. Jahrhunderts setzte jedoch vor allem wegen der zunehmenden
billigeren Konkurrenz aus den USA ein Rückgang der Förderung ein.
Bereits 1917 war der Anteil Italiens an der Weltproduktion auf 14 % gefallen,
1965 waren noch 180 Bergwerke in Betrieb, 1983 gab es nur noch 13
Bergwerke. Heute gibt es kein einziges in Betrieb befindliches Schwefelbergwerk
in Sizilien mehr.1
In der Führung wurde uns erzählt, dass viele Kinder in den Schwefelminen
arbeiten mussten und sie unter den Bedingungen gelitten haben. Wie lange
die Kinderarbeit tatsächlich dauerte, ob bis in die 1970er oder noch darüber
hinaus und warum und von wem die Minen tatsächlich geschlossen wurden,
war auch nach Nachfrage nicht klar, die Angaben unserer Führer blieben wider-
sprüchlich. Mal war davon die Rede, dass es ab 1960 keine Kinderarbeit
mehr gegeben hätte, dann wurde von einem Unfall in den 1970ern gesprochen,
bei dem auch Kinder ums Leben kamen. Außerdem wurde nicht klar,
ob die Minen schließlich wegen ihrer schlechten Rentabilität geschlossen wurden
oder auf Druck der EG.
Interessant war auch, dass die Arbeiter einerseits eine schwere und gefährliche
Arbeit machen mussten, andererseits aber auch stolz über ihren Beruf
waren und Privilegien genossen.
1Wikipedia

stillgelegtes Schwefelbergwerk

Kapitel 6 - Der sechste Tag: die Weinfabrik

8 - 12 Uhr: Oliven pflücken
Weinproduktion

Hier wurde uns eine große, industriell arbeitende Weinprodunktionsanlage
am Stadtrand von Riesi gezeigt. Es werden enorme Mengen an Trauben maschinell
verarbeitet, in großen Tanks vergoren und dann automatisch abgefüllt. Der Rest, der dabei abfällt,
also die Feststoffe, die nicht vergoren werden können, werden als großer, übelriechender
Haufen auf dem Hof gelagert und später zu Grappa weiterverarbeitet.
Eigentlich sollte nach der Führung ein Gespräch mit dem Leiter dieser Fabrik,
der gleichzeitig Bürgermeister von Riesi ist, stattfinden, dieser war aber krank und vertröstet
uns zunächst auf den nächsten Tag, um dann ganz abzusagen.
Am Abend nutzte eine Teilmenge der Reisegruppe die Kapelle des SC um
dort zu singen und zu musizieren.
Später wollten wir mal ein eine richtige sizilianische Taverne gehen. Dort
angekommen, erfuhren wir zunächst viele interessante Informationen über
einen italienischen Kindergeburtstag - Geld scheint überhaupt keine Rolle
zu spielen, es wird alles im ganz großen Stil aufgezogen und Bettruhe nach
19.45 Uhr ist für italienische Kinder absolut unbekannt. Immerhin haben sie
ja dafür die Siesta...
Als die letzten Mitglieder der Kindergeburtstags endlich gegangen waren und
Ruhe einkehrte, wurde für uns ein Tisch eingerichtet. Da wir aber durch das
Essen im SC verwöhnt waren, konnten die Gerichte in dieser Taverne nicht
überzeugen.
Während unseres Essens begann es zu regnen. Dieser kleine Regen entwickelte sich im Laufe der
Nacht zu einem veritablen Weltuntergang mit Blitz und Donner.

Weinprobe


Kapitel 7 - Der siebente Tag: Jugend von Riesi gegen die Mafia

Wegen des in der vergangenen Nacht erfolgten Unwetters war der
Boden in den Olivenplantagen so aufgeweicht, dass man dort nicht arbeiten
konnte. Darum bestand unsere heutige Arbeit darin, Mandeln zu sortieren.
Eine Teilgruppe durfte vorher noch eine Stunde lang Holz sammeln und verbrennen.

Treffen mit jungen Riesianern (LCDM)


Es gibt auch junge Sizilianer, die gegen die Mafia aktiv sind. Sie haben aber
nicht vor, gewaltsam gegen die korrupten Strukturen vorzugehen, sondern
bieten als Kampf gegen die Mafia ein Kulturangebot an. So zeigten uns die
Aktivisten stolz ihr kleines Zentrum in Riesi, in dem ein Tonstudio entsteht.
Die Finanzierung dieser Projekte läuft über den italienischen Kultur- und
Freizeitverein ARCI1 (Associazione Ricreativa Culturale Italiana). ARCI ist
in ganz Italien aktiv, Anti-Mafia-Aktionen sind aber nur ein kleiner Teil ihres
Aktionsfeldes.
1siehe www.arci.it


Kapitel 8 - Der achte Tag: die alten Griechen in Agrigent

Wir verließen Riesi um nach Palermo, unserer zweiten Unterkunft in Sizilien
zu fahren. Eine Gruppe fuhr direkt nach dort, eine andere machte noch
einen Zwischenhalt in Tal der Tempel von Agrigent. Die herausragendste
Sehenswürdigkeit Agrigents ist das sogenannte Tal der Tempel – eigentlich ein
Hochplateau südlich der heutigen Altstadt und tiefer als diese gelegen. Hier
befinden sich die archäologischen Stätten von Agrigent, die die Reste der
antiken Stadt Akragas zeigen und zu den eindrucksvollsten archäologischen
Fundplätzen auf Sizilien gehören. 1997 wurden die archäologischen Stätten
von Agrigent von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.1
Nach einem kleinen Imbiss im lokalen Schnellrestaurant ging es weiter
nach Palermo, wo wir nach einigen unbedeutenden Schwierigkeiten mit der
Navigation am SC ankamen.
1Wikipedia
Kaputter Tempel der Juno im "Tal der Tempel"

Kapitel 9 - Der neunte Tag: in der Waldenserkirche

Nach dem Frühstück fuhren wir zur Chiesa Evangelica Valdese zu einem
Gottesdienst der Waldenser.

Predigtnachgespräch
Rundgang zum Hafen

Chiesa Evangelica Valdese

Altarraum der Chiesa Evangelica Valdese


Kapitel 10 - Der zehnte Tag: der Monte Pelegrino
Ursprünglich sollte hier eine Gespräch mit Frau ... von der ... stattfinden.
Diese war aber durch die Ankunft neuer Flüchtlinge so stark eingebunden,
dass dieses Treffen ausfallen musste.
Stattdessen sind wir auf den Berg Pelegrino hochgefahren, zur Santa Rosalia.
Die heilige Rosalia ist die Schutzheilige von Palermo. Was genau sie gemacht
hat, um heilig zu werden, blieb uns verschlossen, eigentlich hat sie nur in der
Einöde gelebt. Sechs Jahrhunderte später hat sie die Stadt Palermo von der
Pest gerettet, sie erschien dazu zwei in der Nähe ihrer Höhle lebenden Eremiten
und führe sie zu der Stelle, wo ihre Reliquie lag. Nach der Überführung
der Reliquie nach Palermo endete die Pest in Palermo. An der Stelle ihrer
Fundstätte auf dem Monte Pelegrino befindet sich nun eine aufwändig ausgeschmückte Kapelle

Nach dieser Besichtigung teilte sich die Gruppe wieder: Während ein Teil
zum Baden ans Mittelmeer fuhr, ging ein anderer in das Beinhaus, ein
dritter erging sich in einer kleinen Stadtbesichtigung.



Kapitel 11 - Der elfte Tag: die Normannenburg

Stadtführung Normannenburg und Kathedrale

Porticus der Kathedrale

Die Kathedrale Maria Santissima Assunta (heiligste in den Himmel auf-
genommene Maria) in Palermo ist die Kathedrale des Erzbistums Palermo
der Römisch-Katholischen Kirche in der Kirchenregion Sizilien. Sie liegt
in der Nähe des Normannenpalasts. Der jetzige Bau wurde 1184/1185 im
normannisch-arabischen Stil errichtet und erfuhr im Lauf der Jahrhunderte
mehrere Umbauten. Aufgrund ihrer ersten Bauperiode wird sie auch als Normannendom
bezeichnet. Für Deutschland ist die Kathedrale von besonderer
Bedeutung, da sich dort die Gräber der Stauferkaiser Heinrich VI., Friedrich
II. und Königin Konstanze von Sizilien befinden.1
Hier bekamen wird eine sachkundige Führung von Claudia Pace und wurden
unter anderem in die komplizierte Bildsprache der mittelalterlichen sizilianischen
Kunst eingeführt (so ist es z.B wichtig, rote Schuhe zu tragen).
Anschließend ging eine Teil der Gruppe noch auf das Dach des Domes, von
dem aus man natürlich einen guten Überblick über Palermo hat. Auf diese
Weise orientiert, machten wir dann noch einen kleinen Stadtrundgang.
Abbildung 11.2: Innenhof des Normannenpalastes
1aus: https : ==de:wikipedia:org=wiki=KathedralevonP alermo

Innenhof des Normannenpalastes

 

Kapitel 12 - Der zwölfte Tag: die Rückreise

Abschiedsabend