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Herzliche Einladung!

Erntedankgaben spenden

Wieder Kirchenkaffee

Kirchencafé ist wieder am Start!
Wir treffen uns wieder im Gemeindehaus mit Wilma Stuhr auf einen Kaffee!

Icon recommendedZusammenkunft von Gruppen

GKR-Vorsitz entscheidet

Liebe Gemeinde, liebe Leser, liebe Besucher unserer Homepage, 

vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelungen feiern wir seit dem dem 8.Mai wieder Gottesdienste.

Auch die Gruppen dürfen nach dem 8.Mai 2020 wieder zusammenkommen, sofern die geltenden gesetzlichen Regelungen eingehalten werden und die GKR-Vorsitzende zustimmt.

Die Zustimmung holt der für die jeweilige Gruppe Verantwortliche bei der GKR-Vorsitzenden ein.

Icon recommendedGemeindeversammlung am 6. September 2020

Gemeindeversammlung am 6. September 2020

Ein Rückblick

Werte Leserinnen und Leser;

„Es schwelt schon länger in den Kirchenkreisen Potsdam, Nauen-Rathenow und Falkensee: Die Kreisgrenzen sollen verändert werden. Das Schreckgespenst: Wird der Kirchenkreis Falkensee womöglich zerschlagen, und die ländlichen Kirchengemeinden Groß Glienicke und Fahrland werden Potsdam zugeschlagen? Die Konsequenzen könnten drastisch sein. Würde Groß Glienicke am Ende keine eigenständige Kirchengemeinde mehr sein?“ So haben wir als Gemeindekirchenrat schon in der Augustausgabe auf ein Thema aufmerksam gemacht, dass uns beschäftigt hat und weiter beschäftigt. Wir wollten unsere Gemeindemitglieder gern informieren, was es mit den Strukturplanungen auf sich hat und luden darum zur Gemeindeversammlung ein. 

Dort verdeutlichte Dr. Michael Stettberger (Mitglied im Gemeindekirchenrat) uns die bisherige Entwicklung und die Beschlüsse unserer Kirchengemeinde zum Thema Strukturveränderungen.

Roland Stolt, Präses der Kreissynode des Kirchenkreises Falkensee, erläuterte die Gestalt des Kirchenkreises und seine Aufgaben, sowie die Entwicklung der Diskussion auf der Kreisebene. 

Moritz Gröning (Mitglied im Gemeindekirchenrat und Kreissynodaler) referierte uns die Bedeutung des Kirchenkreises für unsere Kirchengemeinde.

Und ich selbst gab einen Überblick über die Angebote unserer Kirchengemeinde und wie stark dabei jeweils die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte involviert sind.

U.a. wurde auf der Versammlung etwas deutlicher, wie die Idee überhaupt entstanden ist, die Kreisgrenzen zu verändern; wie sich unser Kirchenkreis (einschließlich unserer eigenen Kirchengemeinde) bisher dazu verhalten hat und wie sich die Diskussion zwischen der Kirchenleitung und den betroffenen Kirchenkreisen seit Anfang diesen Jahres entwickelt hat.

Es wurde auch deutlich, wie unterschiedlich die drei Kirchenkreise sind in ihrer geografischen Ausdehnung, als städtische oder ländlich geprägte Kirchenkreise und in ihrer Dichte an Gemeindegliederzahlen - was aber nicht heißt, dass wir uns einander nicht gut geschwisterlich ergänzen könnten. Es ist immer gut und bleibt selten folgenlos, einen Blick über den „eigenen Tellerrand“ zu wagen.  

Gegenüber unserer Kirchenleitung sind wir jetzt gefragt, tragfähige und zukunftsträchtige Ideen zu entwickeln, wie wir Christinnen und Christen in Stadt und Land einander effizienter unterstützen können, denn hier wie dort werden wir nun einmal weniger.

Wir machen als Gemeinden und auf der Kirchenkreisebene viele Angebote, die sich an eine große Breite an Zielgruppen richten, aber nicht immer von vielen in Anspruch genommen werden.  Wie können wir zukünftig unsere Kräfte bündeln, unsere wichtigen Angebote noch weiter streuen und noch mehr Menschen erreichen, ohne dass wir dafür die starke Bindung zu den Menschen vor Ort verlieren?

All das sind schwerwiegende Fragen, die keineswegs nur auf höheren Ebenen der kirchlichen Organisation bedacht werden sollen. Jede und jeder ist gefragt, mit eigenen Ideen den Prozess mitzugestalten, der längst begonnen hat und von dem die Strukturdiskussion zeugt.

Noch wissen wir nicht, wohin uns das Thema weiter führt, aber wir wissen, dass wir wieder einladen werden zur Gemeindeversammlung im kommenden Jahr, damit wir miteinander im Gespräch bleiben.

Pfarrerin Gundula Zachow

Icon recommendedWarum diese Gemeindeversammlung so wichtig war

Warum diese Gemeindeversammlung so wichtig war

Die anstehende Neuordnung der Kirchenkreise wirft ihre Schatten voraus

Es schwelt schon länger im Kirchenkreisen Falkensee: Die Kreisgrenzen sollen verändert werden. Das Schreckgespenst: Wird der Kirchenkreis Falkensee womöglich entlang der Bundesstraße 5 zerschlagen, und Groß Glienicke und Fahrland werden Potsdam zugeschlagen? Die Konsequenzen könnten drastisch sein: Würde Groß Glienicke am Ende keine eigenständige Kirchengemeinde mehr sein?

Diese Fragen betreffen die gesamte Gemeinde und gehören in deren Mittelpunkt. Deswegen laden wir Sie – unsere Gemeindeglieder – zur Gemeindeversammlung ein, um Sie zu informieren, mit Ihnen zu diskutieren und Ihre Sichtweisen zu hören.

Zum Hintergrund: Bereits 2018 war der Gemeindekirchenrat mit der Frage der Neuordnung der Kirchenkreise konfrontiert. Auslöser war ein Antrag des Kirchenkreises Potsdam, die Kirchengemeinde Groß Glienicke und den Pfarrsprengel Fahrland mitsamt dem Krampnitzer Neubaugebiet nach Potsdam „einzugemeinden“. Zusammen mit allen Gemeindekirchenräten im Kirchenkreis Falkensee haben wir uns damals gegen den Antrag ausgesprochen. Wir wollen bei Falkensee bleiben. Zum einen verstehen wir uns als ländliche Gemeinde, die mit großem Engagement im Kirchenkreis Falkensee integriert ist. Zum anderen wollen wir unsere Eigenständigkeit als Kirchengemeinde behalten. Das ist keine Formalie, sondern wird im täglichen Gemeindeleben unmittelbar spürbar – allem voran an der eigenen Pfarrstelle und den allsonntäglichen Gottesdiensten.

Im Frühjahr 2020 hat die Leitung unserer Landeskirche das Thema erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Sie hat die drei Kirchenkreise Nauen-Rathenow, Falkensee und Potsdam aufgerufen, bis „Anfang 2023 zu einem einvernehmlichen Vorschlag“ für eine Neuordnung der Kirchenkreise zu kommen, der zum 1. Januar 2024 in Kraft treten soll. Bleibt der Lösungsvorschlag der Kirchenkreise aus, entscheidet die Kirchenleitung.

Der Antrag aus Potsdam mag Auslöser dieser Entwicklung gewesen sein. Aber es steckt viel mehr dahinter.
In der Landeskirche sinkt die Zahl der Gemeindeglieder, und das ehrenamtliche Engagement nimmt ab. So sind Neuordnungen von Verwaltungsgrenzen in der Kirche auch eine Folge nicht wahrgenommener ehrenamtlicher Aufgaben. Z.B. werden Kirchengemeinden unter Zwangsverwaltung gestellt, weil sie keinen Gemeindekirchenrat aufstellen können. Das wiegt umso schwerer, als unsere evangelische Kirche eine Kirche der Laien ist. Sie gibt dem Ehrenamt eine oft unterschätze Kraft. Deshalb möchten wir unsere Gemeindeglieder ausdrücklich ermuntern, ihr Engagement beizubehalten, und diejenigen, die sich bisher nicht aktiv in das Gemeindeleben einbringen, herzlich einladen, dies zu tun.

Wie wir die Kirche der Laien stark machen und an der anstehenden Neuordnung der Kirchenkreise aktiv mitwirken können, machen wir in der Gemeindeversammlung zum Thema.

Mit herzlichem Gruß
Ihr
Gemeindekirchenrat

Icon recommendedGedanken zum Monatsspruch für den September 2020

Gedanken zum Monatsspruch für den September 2020

„Koinonia“: Gemeinschaft in Zeiten, in denen das Corona-Virus unser Zusammensein bestimmt

Liebe Leserinnen und Leser;

die zweite Jahreshälfte hat begonnen und schon steht der Herbst vor unserer Tür mit seinen bunten Farben, vielen Erntegaben und dem Schnupfenwetter. Ich liebe den Herbst und auch die kleine Melancholie, die sich beim Anblick fallender Blätter, bewölktem Himmel und Regentropfen an den Scheiben einstellt. Die Natur hat den diesjährigen Höhepunkt erreicht und sammelt ihre Kräfte für kargere Tage. Auch wir sind in den natürlichen Kreislauf mit einbezogen mit allen Sinnen. Ich möchte die Ruhe des Herbstes genießen, während herbstliche Impressionen eine nicht gekannte Unruhe in mir wachrufen. Ich weiß, natürlich ist der Wandel von Wachsen und Vergehen auch im gemeindlichen Zusammenleben. Zwar sind Veränderungen oft schmerzhaft, doch stärken sie uns auch. In diesem Jahr jedoch kommt zu allem persönlichen Wandel, der unser Beziehungsgeschehen bestimmt, der Wandel, den das Corona-Virus mit sich bringt. Ein gutes halbes Jahr leben wir nun schon mit eingeschränkter, Barrieren geprägter Begegnung und einem Miteinander auf Distanz. Unsere gottesdienstlichen, pädagogischen und seelsorgerlichen Angebote mussten wir immer wieder anpassen. Dabei haben wir uns bemüht, auf die momentanen Bedürfnisse einzugehen, in Abhängigkeit von den jeweils neuen Empfehlungen. Das ist uns zwar an vielen Stellen gelungen, doch habe ich zu manchem langen Gemeindeglied seit Monaten keinen direkten persönlichen Kontakt mehr gehabt. Das macht mich traurig und ich frage mich, wie sehr die Hygieneregeln und Abstandsgebote unsere Gemeinde mehr als natürlich verändern.

Christliche Gemeinschaft äußert sich seit ihren Anfängen in der öffentlichen Verkündigung (martyria) von Gottes Liebe, wie sie sich uns in Tod und Auferstehung Jesu für alle Zeiten beispielhaft darstellt. Außerdem findet unsere Gemeinschaft Ausdruck in der seelsorgerlichen und gottesdienstlichen Begleitung von Menschen jeden Alters an den „Knotenpunkten des Lebens“ (liturgia) und in konkreter Lebenshilfe (diakonia).

Wie in anderen Umbruch – und Krisensituationen habe ich auch in den vergangenen Monaten die Kraft des Wortes gespürt. Wenn die Herzen sorgenschwer sind, können die richtigen Worte zur rechten Zeit tragen – nicht nur die der Predigerin, sondern jedes Einzelnen unter uns.
Eine grundsätzlich ermutigende Erfahrung, wo das gelungen ist!

Um die sogenannten „Amtshandlungen“ und ihre Elemente (vor allem um Konfirmation und Abendmahl) gab es viele Diskussionen, die auch mich nachdenklich machen: Was ist für uns als Gemeinde wesentlich, was entbehrlich in der gottesdienstlichen und seelsorgerlichen Begleitung an Lebenswendepunkten? Das Abendmahl per Video mag ja eine gute Alternative sein, doch wird mir dieser Tage bewusst, wie Gemeinschaft stärkend ich das „analoge Abendmahl“ in unserer konkreten Gemeinschaft erlebe und darum auch vermisse.

 

Die Umstände zwingen uns, umeinander Sorge zu tragen, indem wir die nötige Distanz einhalten.
Sie ist nun Teil unserer Diakonia und hier und da ist darüber hinaus im vergangenen Halbjahr auch viel konkrete Hilfe geschehen. Durch den eingeschränkten Kontakt (nur per Email oder Telefon und nicht in der Gruppe) bleibt aber auch Not unerkannt und die Einsamkeit ist ständiger Gast in so manchem zu Hause.

 

Es ist viel, was sich bei uns verändert. Das erfüllt mich mit Sorge. Gleichzeitig aber sehe ich, dass wir auch aus diesem Herbst neue Kräfte gewinnen werden. Ich denke dabei an die Taufe als Symbol für das Vergehen des Alten, das dem Neuen den Weg bahnt. So grüße ich Sie mit dem Jesuswort, auf das hin wir taufen: „Gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28, 19-20)

Ihre/ Eure Pfarrerin Gundula Zachow

Chorproben neu gestartet

Regulärer Termin: Dienstag
von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr für alle,
die Freude am Singen haben!
Bitte informieren Sie sich bei
Susanne Schaak.

 

Spatzenchor läuft wieder

Der Spatzenchor findet wieder statt!

Wir singen, tanzen und musizieren ggf. vor dem Gemeindehaus mit
Susanne Schaak ab 16.15 Uhr.
Geeignet für alle Kinder ab 2 Jahren mit ihren Eltern.

Der nächste KinderKirchenTag

startet in

Lust auf Ehrenamt?

...eine Tempelwache vielleicht?

Als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der “Offenen Kirche” sind wir Ansprechpartner für die Besucher unserer Kirche aus nah und fern. Mancher Gast freut sich über Hinweise zu unserer traditionsreichen Kirche und ist angenehm überrascht über die Vielfarbigkeit des Hauses.

Unsere Kirche ist zur Andacht und Besichtigung geöffnet.

Öffnungszeiten

Sonnabend                                          von 14.00 bis 16.00 Uhr
von Mai bis Oktober

Unsere Gruppe besteht zurzeit aus Ehrenamtlichen, die sich für die ”Offene Kirche” engagieren.

Wir freuen uns immer wieder über aufgeschlossene Mitstreiter, die sich für Fragen unseres Glaubens und die Geschichte unserer Kirche interessieren und bereit sind, regelmäßig – z.B. einmal wöchentlich oder wie es sonst möglich ist – diesen ehrenamtlichen Dienst zu übernehmen. Die Absprache der Termine erfolgt in einer vierteljährlich stattfindenden Besprechung für das jeweils folgende Quartal.

Nach unseren Erfahrungen ist der Dienst in unserer Kirche niemals langweilig oder belastend, er trägt vielmehr zur Festigung unseres Glaubens z.B. durch die meditative Atmosphäre unseres über 850 Jahre alten Gotteshauses und viele anregende Gespräche mit Besuchern und untereinander bei.

 

Icon recommendedWer war der Heilige Martin?

Wer war der Heilige Martin?

Gedanken von Michelle Klose (Diakonin)

 „Dieses Jahr ist alles anders“, höre ich immer wieder Leute sagen. „COVID-19 hat unser Leben komplett auf den Kopf gestellt“, sagen andere. Kennen sie diese Aussagen? Kennst du diese Sätze?

Mir begegnen diese Sätze regelmäßig. Nicht immer finde ich die passende Antwort, für die Person, die mir gegenübersteht. Manchmal gerate ich auch in Streitgespräche.

Und immer wieder sage ich: „Ja, viele Angebote müssen durch die Hygieneregeln angepasst, verkürzt oder gar abgesagt werden, zu Ihrem und unserem und deinem Schutz. Es ist leider gerade nicht zu ändern.“

Unser Martinsfest der Gemeinde wird glücklicherweise nicht ausfallen, sondern in anderer Form am 11. November stattfinden.

Wir starten, wie immer, mit einer Andacht um 17 Uhr  in der Kirche, unter den vorgegebenen Hygieneregeln.

Im Anschluss wird es einen verkürzten Laternenumzug geben, an dessen Ziel uns das Martinsfeuer erwartet. Die Bläser werden für uns Lieder zum St. Martin spielen.

Speisen und Getränke dürfen zwar wahrscheinlich nicht verkauft werden, aber ihr könntet mit euren Eltern Martinshörnchen backen und sie euch für das gemeinsame Feiern am Martinsfeuer mitbringen. Das Martinshörnchen sieht aus wie eine halbe Brezel.
Es soll an St. Martin erinnern, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte.

Hier ein Rezept für Martinshörnchen:

 

500 g

Mehl

30 g

Hefe

1

Ei

80 g

Zucker

60 g

Margarine

1 Prise

Salz

1 EL

Rum oder Apfelsaft

250 ml

Milch

Fett für das Blech


Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken und die Hefe hineinbröckeln. Hefe mit 1 TL Zucker, 5 TL Milch sowie etwas Mehl verrühren und 20 Min. gehen lassen.
Danach alle anderen Zutaten zugeben und einen Teig arbeiten, bis dieser Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst. Nochmals 30 Min. gehen lassen.
Ausrollen, Brezeln oder Hörnchen formen und auf ein gefettetes Backblech legen. Nochmal 15 Min. gehen lassen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze ca. 20 Min. backen.

St. Martin, dieses Jahr also anders, aber ausfallen soll es nicht, denn es ist ein wichtiger Gedenktag.

Warum? Wer war St. Martin eigentlich? Martin von Tours, so heißt St. Martin mit richtigem Namen, war ein Soldat Roms. Er wollte eigentlich gar kein Soldat sein. Aber er wurde verpflichtet und konnte damals nicht einfach: „Nein, das will ich nicht!“, sagen. Immer wieder hat er seine Vorgesetzten gebeten ihn zu entlassen. Seine Vorgesetzten wollten ihn aber nicht verlieren, denn Martin war ein guter Soldat. Martin hat dann beschlossen nicht mehr Soldat Roms, sondern Soldat Christi zu sein. In der Zeit entstand die Geschichte mit der Teilung seines Mantels für einen Bettler. Nach 25 Jahren Armeedienst hat Martin es geschafft. Er durfte die Armee verlassen. Doch dann kam das Nächste, was Martin nicht wollte: Er wurde zum Bischof geweiht. Diesen ganzen Ruhm und die Ehre wollte er gar nicht. Martin wollte doch einfach nur ganz bescheiden vor sich hin leben. Hier wurde wieder über seinen Kopf hinweg entschieden und er konnte es nicht ändern; aber in diesem Bischofsamt konnte er viel Gutes für die Menschen bewirken. Dafür war er Gott dankbar.

 

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Segen und Licht

Gedanken zum Psalm 115

von Moritz Gröning

(Texte: Ps 115, Ps 48, Jes. 2, Eph 5, Mt 5)

Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre“ – so beginnt Psalm 115. Liest man ihn laut, klingt es nach Gottesdienst. Refrainartig erschallt der Ruf „Ihre Hilfe und ihr Schild ist Er“. Er beginnt aber nicht mit Halleluja wie die Nachbarpsalmen, sondern mit der Anrufung des Volkes Gottes, sich zu beweisen: „Deinem Namen gib Ehre“.

Dann vergewissert sich das Volk seiner Sache. Die Angst vor dem Spott der Heiden weicht einer Spotttirade über deren Götzen, gemacht von Menschenhänden. Sieben Organe werden genannt: Mund, Augen, Ohren, Nase, Hände, Füße und schließlich die Kehle, Sitz des Lebens. Das fehlt den toten Götzen und ihre Schöpfer sollen ihnen gleich werden. Schöpfer und Geschöpf sind vertauscht – das kann nicht gutgehen.

Den sieben Spottungen stehen drei Segen Gottes gegenüber – für das Haus Israel, für das Haus Aaron, und die yirei YHWH, die „den HERRn fürchten“. Gott spricht, gibt Wort, schafft Himmel und Erde.

Nicht Menschen machen Gott sichtbar, sondern Gott zeigt sich in Menschen. Wie macht Gott das? In den Menschen, großen wie kleinen: „Der HERR mehre euch, euch und eure Kinder. Gesegnete seid ihr dem HERRn.“ „Der Himmel ist der Himmel des HERRn, aber die Erde gab er den Menschenkindern.“ Die „b‘nei adam“ sind zuständig für die Erde und für den Preis Gottes. Wie im Gloria: „Ehre sei Gott in der Höhe, und auf Erden Fried den Menschen ein Wohlgefallen.“ Gott ist mächtig im Himmel, aber die Erde hat er den Menschen gegeben. Der lebendige Gott hat uns gemacht zum Leben.

Wir sind gefragt als die – hoffentlich – Gottesfürchtigen. Das sagt etwas über uns als Kirche: Gott loben und danken – klar. Ein wunderschönes Gotteshaus wie unsere Dorfkirche – check. (s. übrigens im Wochenpsalm 48: „Mitten im Tempel“ denken wir an Gott. Er ist zu „rühmen in Jerusalem“, das Jesaja in der Lesung in den Blick nimmt.) Ja zur Kirche als Ort der Sammlung. Aber: Gott wohnt nicht in der Kirche, in Tempeln, die mit Händen gemacht sind: Nur sein Name ist da (sehen Sie zur Decke!). Wenn wir Götzen machen, ist die Kirche tot, tot wie Stein.

Nein. Wir sind verantwortlich für die Erde. Gott hat zwar alles gemacht, er „kann machen was er will“. Aber warum sollte er immer selbst handeln? Er hat die Erde uns Menschen gegeben. Gott ist deshalb kein verborgener Gott, der die Welt sich selbst überlässt: Er segnet und mehrt. Sein Hauptwirkungsmittel sind die Menschen – gerade in Zeiten von Corona!

Bei Jesaja heißt es „sich sammeln zum Hause des Gottes Jakobs“: „Von Zion geht Weisung aus und des Herrn Wort von Jerusalem“. Klarer Auftrag: „Schwerter zu Pflugscharen, Spieße zu Sicheln“. Wir spöttische Heiden werden bekehrt und friedlich. – Und Ps. 115: Der HERR segnet Große wie Kleine. Dann segnen wir den HERRn. Mit dem Segen gibt Gott Verantwortung. Abraham sagt Er: Du sollst ein Segen sein.

Aber Gott segnet nicht nur, sondern gibt Licht: „Der HERR lasse leuchten sein Angesicht.“ Nochmal Jesaja: „Lasst uns wandeln im Licht des HERRn.“ Im Evangelium kommt das Licht mit einer interessanten Wendung: Bei Johannes sagt Jesus, der Menschensohn, der ben adam: „Ich bin das Licht der Welt.“ Bei Matthäus in der Bergpredigt heißt es: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Wir, die Menschenkinder, die bnei adam, sind das Licht der Welt. Aber nur, wenn wir im Licht des HERRn wandeln oder, mit Paulus, als Kinder des Lichts. Und mit Auftrag: Güte, Gerechtigkeit, Wahrheit, auf Übel hinweisen, Finger in Wunden legen, unbequem sein.

Beauftragt sind wir alle, gerade wir Laien in der Kirche. Kirche sind nicht nur Leitung und Pfarrer, sondern alle, Große wie Kleine. Uns ist die Erde gegeben. Wir sind gesandt, das Licht Gottes in der Welt leuchten zu lassen. Wir sind nicht Gott, aber wir können in seinem Ebenbild leuchten, damit andere Gott sehen und preisen. Und dann, erst dann sollen wir „den HERRn segnen, von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!


Icon recommendedKirche von zu Hause

Kirche von zu Hause

Alternativen (nicht nur) in Zeiten von Corona

Das Coronavirus schränkt immer mehr das Leben ein, wie wir es gewohnt sind. Natürlich ist Kirche davon nicht ausgenommen. Deswegen haben wir einige Alternativen zusammengestellt, wie der Glaube auch ohne Ansteckungsgefahr gelebt werden kann.
Vor uns liegen gerade Wochen, in denen wir noch nicht so ganz genau absehen können, was passiert. Das kann Verunsicherung erzeugen. 14 Tage in häuslicher Quarantäne? Das kann belastend für die Seele sein. Dazu kommen vielleicht wirtschaftliche Sorgen oder der Verlust eines geliebten Menschen. Und auch die ganz alltäglichen Sorgen hören nicht einfach auf.
Deswegen hören auch wir nicht auf, zuzuhören. Auch die Online- Chat- oder E-Mail-Seelsorge sind für Sie erreichbar. Gerne hilft auch das Infotelefon der EKD unter 0800 – 50 40 602 weiter (montags – freitags 9 bis 18 Uhr kostenfrei erreichbar).

Icon recommendedGedanken zur Jahreslosung 2020

Gedanken zur Jahreslosung 2020

Oder warum Otto Riethmüller den NS-Schlagworten Bibelverse entgegenstellte

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Der Mann, der im Markusevangelium diese Worte spricht, ist ein Mensch in einer schwierigen Situation. Er steht an einer Schwelle. Sein Sohn ist sehr krank, schwer krank, schon seit Kindertagen. Die Krankheit hat tödliche Macht über seinen Sohn. In seiner Sorge und Verzweiflung hat der Vater schon Vieles versucht. Eben ist seine Hoffnung erloschen. Die Jünger Jesu, an die er sich gewandt hatte, konnten seinen Sohn nicht heilen. Die Enttäuschung darüber ist gewaltig. Da begegnet der Mann Jesus und damit der Frage: Wage ich, Jesus so zu vertrauen, so an ihn zu glauben, dass Heilung doch möglich ist? Oder wage ich es nicht?

Die biblischen Leitworte der Jahreslosungen werden von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen mehrere Jahre im Voraus ausgewählt. Die Praxis der Losungen stammt von der Herrnhuter Brüdergemeine in der sächsischen Oberlausitz. 1728 wählte der Begründer dieser geistlichen Gemeinschaft, Ludwig Graf von Zinzendorf zum ersten Mal einen Bibelspruch für die Mitglieder der Herrnhuter aus. Nach dem Vorbild Zinzendorfs zieht bis heute ein Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft ein Bibelwort für jeden Tag aus einer silbernen Schale. Die so ermittelten Bibelworte werden als „Tageslosungen“ in einem Sammelband veröffentlicht.

Die Jahreslosung folgt der Praxis der Herrnhuter, geht zurück auf den Kirchenkampf im Dritten Reich. Initiator war der württembergische Pfarrer und Liederdichter Otto Riethmüller. Er wollte den NS-Schlagworten Bibelverse entgegenstellen. Deshalb begründete er 1930 die Tradition der Jahreslosungen. Die erste Jahreslosung 1930 war „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht“
(Römer 1,16).

Kulturgeschichtlicher Spaziergang über den Dorotheenstädtischen Friedhof I

110 minütige Friedhofsführung unter der Leitung von Dr. Ronald Smith

Fr, 18.9. 15 Uhr
Dorotheenstädtischer Friedhof I
Chausseestr. 126
10115 Berlin
Link zu Google Maps
Art der Veranstaltung / Kategorie
Führungen
Zielgruppe
Junge Erwachsene, Frauen, Männer, Erwachsene, Senioren
Eintritt
Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden zum Erhalt des denkmalgeschützten Friedhofs werden erbeten
Besondere Hinweise
Dauer 110 min.
eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Treffpunkt: an der Kapelle/Luther Denkmal
bei Regen fällt die Führung aus
Für Führungen auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof I überprüfen Sie bitte unbedingt, ob der jeweils geplante "kulturgeschichtliche Spaziergang" tatsächlich stattfindet.

Terminbestätigung und weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Website
www.dorotheenstädtischer-friedhof-führungen.de

Photo: Juliane Bluhm

Eingetragen von:

Evangelischer Friedhofsverband Berlin Stadtmitte
Südstern 8–10
10961 Berlin
info(at)evfbs.de
RSSPrint

Letzte Änderung am: 19.09.2020