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Erntedankgaben am 02.Oktober von 11-13 Uhr erbeten +++ Wo? Kirche Groß Glienicke

Icon recommendedWas wir planen

12.09.2021

Tag der Orgel
nach dem Gottesdienst und den ganzen Tag Führungen von und mit Herrn Radtke,
angefragt: unserer langjähriger Restaurator Janko Barthold

15.00 Uhr Mitmachkonzert

Bunte Geschichten rund um die Orgel mit Kirchenmusikerin Susanne Schaak

Wie kommt der Wind in die Orgel? Und wie viele Pfeifen hat die Orgel? Wie klingt der tiefste Ton der Orgel?
Diese und andere Fragen wollen wir zusammen beantworten.
Eingeladen sind Kinder und interessierte Erwachsene.
Dauer: ca. 40 min

17 Uhr Orgelkonzert von Klassik bis Film
mit Werken von Pachelbel, Buxtehude, Gershwin u. a.
an der Schuke Orgel von 1929 spielt Susanne Schaak

Eintritt frei, Spenden erwünscht 
03.10.2021Orgelradtour Fahrland, Satzkorn, Karzow, Falkenrehde, Paaren    
03.10.2021Erntedankgottesdienst
RSSPrint

Icon recommendedGedanken zur Monatslosung September 2021

Gedanken zu einer (un)modernen Haltung

von Pfarrerin Gundula Zachow

„Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“ (Epheser 2, 8)

Für den Reformator Martin Luther war dies einst nicht nur ein traditionelles Bekenntnis aus der Zeit der jungen Kirche; es wurde ihm zur frei machenden Erkenntnis. Er hatte Sätze wie diesen (Vgl. auch Römer 3, 28) freilich oft gelesen, im Gottesdienst gesprochen und für seine theologische Arbeit bedacht, bevor aus frommen Worten eine persönliche Entdeckung wurde, die sein Leben komplett verändert hat. Häufig wurde Luther so dargestellt, dass er durch den strengen Vater und andere Einflüsse der Kindheit, – und Jugendzeit besonders schreckhaft war und aus dieser psychischen Konstellation nach einem gnädigen Gott suchte. Ich denke vielmehr, wir alle können die Not leicht nachfühlen, die den jungen Luther zu einem Suchenden machte. Denn wer kennt denn nicht eine solche Enttäuschung: Wir meinten es gut und wollten es besonders richtig und allen recht machen, doch dann ging der Plan nicht auf und die Sache lief nicht rund. Unsere Mitmenschen haben unsere Leistung nicht gewürdigt. Wir haben uns Mühe gegeben und hart gearbeitet, auf vieles Schöne verzichtet und es war doch nicht genug. Der Leistungsdruck, unter den wir uns selbst oft stellen, weil wir gut sein wollen, belastet uns seelisch und körperlich und ist in Hinblick auf unsere sozialen Kontakte oft auch nicht hilfreich. Warum setzen wir uns diesem oft unnötigen Druck aus? Ich vermute: Wir wollen, dass unser Leben glückt und wollen unserem Dasein hier auf Erden einen Sinn zuschreiben. Wir wollen etwas schaffen, was bleibt, unersetzbar und einzig sein. Luther hatte, wie wir auch, persönlich erfahren, dass diese Bemühungen, so groß sie auch sind, meist für uns scheitern. Wir können uns nicht selbst einen Sinn zuschreiben! Aber dann die befreiende Erkenntnis: Wir müssen das auch überhaupt nicht, weil wir als Gottes Geschöpfe längst geliebt, unersetzlich und einzig sind. Unseren Wert haben wir durch den Willen Gottes, der uns das Leben schenkt. Und wenn unsere persönlichen Pläne auch nicht alle aufgehen, wenn wir gar in bester Absicht etwas ganz Falsches tun, dürfen wir uns selbst vergeben und unser Leben getrost weiterführen, weil Gott unsere Schuld auf sich genommen hat. In dieser Glaubenserkenntnis lag für Luther der Schlüssel zur Freiheit. Die Last zur Selbstverwirklichung war ihm genommen. Er konnte im Vertrauen auf Gottes Gnade nun frei agieren: entscheiden und handeln nach bestem Wissen und Gewissen, ohne an Misserfolgen zu zerbrechen. Der Glaube war ihm die Kraft zum Leben. Auch uns wünsche ich Entlastung vom Leistungsdruck, indem wir der guten Macht vertrauen, der wir unser Dasein verdanken! Vielleicht haben auch Sie ein Wort / einen Spruch, der Ihnen unterwegs im Leben Trost und Hilfe ist. Solche mit persönlicher Erkenntnis belebten Worte sind doch ein großer Schatz. Bewahren wir sie gut!

Herzlich! Ihre Gundula Zachow

Icon EventsVorankündigung +++ St. Martin

Heilige sind Lichter, die uns den Weg weisen

zu einem Leben in friedvoller Nachbarschaft mit unseren Mitmenschen und der ganzen Schöpfung.

Nachdem der St. Martinszug im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Situation abgesagt werden musste, wollen wir in diesem Jahr gern wieder dazu einladen,

am Martinstag, 11. November:

um 17 Uhr in unsere Dorfkirche,

um vom Heiligen Martin zu hören,

zu singen und zu beten

und zum Umzug mit schönen Laternen (selbst gebaut oder gekauft) in einer verkleinerten Runde von der Kirche zum See und dann …

Alles Weitere muss noch abgesprochen werden, denn wir freuen uns, wenn wieder viele mitmachen.

Merkt euch, liebe Kinder, schon einmal den Termin vor und forscht nach auf unseren Aushängen und hier auf der Homepage:

Wir freuen uns auf euch!

Das waren die Highlights des Gemeindefestes

Wutanfall - Mutanfall = Thema des Familiengottesdienstes von und mit Ute Hering
  • Smart-Phone-Spaziergänge mit elektronischen Andachten zur Jahreslosung
    "Seid barmherzig, wie auch Euer Vater im Himmel barmherzig ist" nach einer Idee von Diakonin Michelle Klose
  • Bastelaktion Lesezeichen - Valerie Westberg
  • Lesen unter der Linde - Maria Riemesch
  • Lieder zu den Geschichten von Astrid Lindgren - Susanne Schaak
  • Kirchenführungen - Burkhard Radtke, Janko Barthold
  • Bibel-Quiz - Flois Knolle-Hicks
  • Einweihung des Spielplatzes mit Pauken und Trompeten, äh Trommeln
  • Vorstellung des Projektes Kirchacker Marc Fechner
  • Würstchen vom Grill und kalte Suppe (Gazpacho)
  • Kaffee und Kuchen in Buffet-Form mit verteilter Sitzordnung
  • Abschlusskonzert

Chorproben

Wir freuen uns über neue Mitglieder, jeder ist willkommen. Zur Zeit singen wir fröhliche Sommerlieder und lustige Kanons, um die Stimme wieder fit zu machen für größere Vorhaben. Stimmbildung und Atemtechnik sind für Chorsänger ganz wichtig. Hier üben wir auch den richtigen Umgang mit unserem „ Instrument“. Mit einer guten Technik fällt auch das Singen leichter. Nach der langen Pause braucht die Stimme wieder Training, das haben die Chorsänger bei der letzten Chorstunde gemerkt.

Nicht nur das Gesangbuch, auch unser „Sing Jubilate“ bietet so viele teils auch moderne Lieder, die wir nun auch kennenlernen wollen.

Schauen Sie doch mal vorbei:

Dienstag, 18.30 Uhr vor dem Gemeindehaus

Icon recommendedVorgestellt - Unsere GKR-Vorsitzende

Gundula Zachow (geb. Wauer)
Geburtsjahr1974
Familienstandverheiratet
HerkunftSachsen-Anhalt
BerufPfarrerin
Hobbyswenn ich mal Zeit dazu habe: Lesen (Belletristik darf auch gern mal ein theologisches Fachbuch sein), kreatives Schreiben, Filme schauen, Wandern
LeidenschaftTango Argentino
Vorbilderkeine Promis oder Heiligen, sondern meine Freunde und guten Bekannten, auch Gemeindeglieder, die mich, so wie sie sind und wie sie ihre Ideale leben, beeindrucken
Kirchliche Laufbahn oder Wie ich zur Kirche gefunden habeAls Kind einer Pfarrerin und eines Kirchenmusikers hatte ich es nie weit zur Kirche. Kirche und Gemeinde sind mir immer Heimat geblieben (die Gemeinde noch mehr als die Kirche)

Icon recommendedVorgestellt - Unser stellvertretender GKR-Vorsitzender

Armin Albert Rheder

 

Geburtsjahr1954
Familienstandgeschieden, zwei erwachsene Kinder
HerkunftBerlin-Spandau, seit Februar 2018 Groß Glienicke
Beruf(e)Ausbildung beim Senator für Inneres in Berlin
Mein ganzes Berufsleben über in der in der Verwaltung der Technischen Fachhochschule Berlin
spätere Beuth-Hochschule für Technik in Berlin-Wedding
zunächst Beamter im mittleren, später im gehobenen Dienst in verschiedenen Bereichen
die längste Zeit im Personalreferat
seit Januar 2018 im Ruhestand
HobbysLesen, Fahrrad- und Motorradfahren
LeidenschaftYoungtimer mit zwei und vier Rädern
Vorbilderalle, die sich uneigennützig für eine Sache engagieren
Funktion innerhalb         des GKRstellvertretender Vorsitzender und u.a. für den Haushalt verantwortlich
Was möchte ich bewegen?Ich wünsche mir, dass sich mehr Gemeindemitglieder für unsere Kirche und ihre Aufgaben interessieren und auch die Gottesdienste besuchen.
Kirchliche Laufbahn oder Wie ich zur Kirche zurückgefunden habe

Ich bin getauft und konfirmiert und war immer Mitglied der ev. Kirche, bin aber erst seit meinem Umzug nach Groß Glienicke wieder aktives Gemeindemitglied.

 

 Gespräch (online geführt) im Konfirmandenunterricht
am 18. Februar 2021 mit unserem Gast aus dem Gemeindekirchenrat: Armin Rheder

Frau Zachow (an die KonfirmandInnen): Ich begrüße heute bei uns in der Onlinerunde Herrn Rheder. Er ist stellvertretender Vorsitzender im Gemeindekirchenrat. Es ist schon eine Weile her, da haben wir darüber gesprochen, dass der Gemeindekirchenrat die Leitung der Kirchengemeinde ist und welche Aufgaben er so hat. Heute ist Herr Rheder bei uns und wir können ihn direkt fragen, wie er zum Gemeindekirchenrat gekommen ist und was ihm bei dieser ehrenamtlichen Arbeit besonders wichtig ist.

Herr Rheder: Für den Gemeindekirchenrat habe ich kandidiert, weil ich in der Kirchengemeinde helfen möchte. Ein besonderes Anliegen ist es mir dabei, dass wieder mehr Leute sonntags in den Gottesdienst in unsere schöne Kirche kommen.

Ich wohne selbst noch nicht so lange hier; bin nach meiner Pensionierung 2018 hierher nach Groß Glienicke gezogen.

Max: Was haben Sie gearbeitet, bevor sie Rentner wurden?

Herr Rheder: Ich war an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin im Personalreferat tätig.

Als ich dann hierhergezogen war, bin ich sonntags zum Gottesdienst gegangen. Da hatte ich ja nun Zeit dazu. (Früher bin ich ja, ehrlich gesagt, nicht so regelmäßig dazu gekommen.) Und da hat mich Herr Radtke, der bis Ende 2019 Vorsitzender des Gemeindekirchenrates war, angesprochen, ob ich bei der bevorstehenden Wahl für den GKR kandidieren würde. Ich habe gesagt: „Als Nachrücker oder Ersatzältester kann ich es ja mal versuchen.“ Aber dann gab es gar nicht so viele Kandidatinnen und Kandidaten. Da bin ich dann als echtes Mitglied auf die Liste gekommen. Als gewähltes neues GKR-Mitglied habe ich dann auch den stellvertretenden Vorsitz übernommen. (Frau Zachow kann ja auch nicht alles alleine machen.) Sie ist jetzt die Vorsitzende, die Pfarrerin. Eigentlich sollte den Vorsitz besser auch ein ehrenamtliches Mitglied übernehmen, aber da ich noch neu in der Gemeinde war, habe ich mir das nicht gleich zugetraut. Noch nicht; erst mal reinschnuppern!

Frau Zachow (an die KonfirmandInnen): Wenn ihr das so hört – was wäre für euch ein wichtiges Anliegen, wenn ihr im Gemeindekirchenrat wärt?

Carlotta: Ich würde organisieren helfen, dass der Müll, der in Groß Glienicke immer so viel liegen bleibt, gemeinschaftlich eingesammelt wird.

Ben: Ich würde mich dafür einsetzen, dass das Gemeindehaus mal wieder renoviert wird und neue Möbel bekommt.

Frau Zachow: Das ist witzig. Über die Möglichkeit einer Renovierung des Gemeindehauses beraten wir u.a. tatsächlich zurzeit im Gemeindekirchenrat. Leider ist unsere Konfirmandenunterrichtszeit heute schon fast wieder um. Herr Rheder, wollen Sie noch etwas erwidern?

Herr Rheder an die KonfirmandInnen: Ich habe noch einen Wunsch: Ich wünsche mir, dass ihr euch nach eurer Konfirmation auch immer mal in der Gemeinde blicken lasst und die Gottesdienste besucht. Bringt gerne auch eure Eltern mit! Ihr könntet auch Aufgaben übernehmen. Bisher stellen ja die GKR-Mitglieder auch die Kirchdienste, aber Bücher austeilen, Kerzen entzünden und Kollekte einsammeln, da könntet ihr schon helfen.

Frau Zachow: Ja und die Texte des Sonntags vorlesen. Das könnt und dürft ihr auch schon mal machen.

(Die Zeit für das Onlinetreffen war auf 40 min begrenzt. Wir hätten noch Gesprächsstoff gehabt. Aber dies war ja auch das erste Gespräch mit einem Mitglied des Gemeindekirchenrates für die KonfirmandInnen-Gruppe, aber sicher nicht das letzte.)

 

Icon recommendedVorgestellt - Der trompetende Schriftführer

                                                                    Dr. Michael Stettberger

 

Geburtsjahr: 1966

Familienstand: verheiratet, 2 Kinder

Herkunft: Wipperfürth im Bergischen Land

Beruf: studiert und promoviert als Dipl. Geograph mit Schwerpunkt Regionalentwicklung, seit 20 Jahren Berater für Anwendungssoftware im öffentlichen Bereich, seit 2019 Vertriebsleiter Anwendungssoftware für Notariate
Hobbies: Trompete spielen, Reisen, guten Wein finden und nach langer Lagerung genießen, Lesen
Leidenschaft: Leben!

Vorbilder: Mit den Vorbildern ist es wie mit der Bergpredigt. Man traut sich kaum, sich daran zu messen, und doch ist es dringend geboten, Ihnen nachzueifern und in ihrem Sinne zu handeln. Dietrich Bonhoeffer ist so einer.

Funktion im GKR: Schriftführer und (wie wir alle) kritischer Geist.

Was ich bewegen möchte:

Zum einen möchte ich als Schriftführer einfach meine Arbeit tun. Das ist nicht weltbewegend, und – viel schlimmer: es ist in unseren Kirchengemeinden heute keineswegs mehr selbstverständlich. Immer weniger Menschen lassen sich für ein kirchliches Ehrenamt gewinnen. Da ist es schon viel, wenn wir einfach nur die Arbeit tun, die ansteht. Dazu will ich als Schriftführer beitragen, auch wenn es Tätigkeiten gibt, die spannender sind als GKR-Protokolle zu schreiben.
Und dann wünsche ich mir, dass wir als Kirchengemeinde viel stärker in die weltliche Gemeinde Groß Glienicke hineinstrahlen. Beispiel 
Tag der offenen Gesellschaft: Die Arbeitsgemeinschaft Helfende Gemeinde (AG HG) hat diese weltliche (!), bislang noch viel zu wenig bekannte Initiative für Offenheit, Vielfalt und Toleranz in unserer Gesellschaft aufgegriffen und will – zusammen mit den beiden Schwestergemeinden in Kadow – am Tag der offenen Gesellschaft ganz buchstäblich für diese Werte einstehen: konkret, physisch (auf der Straße) und zusammen mit allen freiheitlich-demokratischen gesinnten Gruppen, Vereinen, Parteien, Unternehmen usw. Dass dies von Jahr zu Jahr immer besser gelingen möge, wünsche ich mir sehr. In GKR und AG HG arbeiten wir daran.

Und schließlich liegt mir die Musik in unserer Gemeinde am Herzen, denn auch Musik kann Verkündung des Wortes Gottes sein. Wie und wo ich kann, werde ich dazu beitragen.

Kirchliche Laufbahn:

Im Gemeindekirchenrat aktiv bin ich seit 2013. Dazu gekommen bin ich über meine langjährige Aktivität als Trompeter im Bläserchor unserer Kirchengemeinde. Irgendwann lag die Frage unseres damaligen Pfarrers Dr. Bernhard Schmidt einfach nahe, ob ich nicht für den Gemeindekirchenrat kandidieren wolle. Da habe ich ja gesagt.

Dass ich im Bläserchor Trompete spiele, geht viel weiter zurück und hat mit einem Auftritt des Königs Herodes im Krippenspiel an Heilig Abend 2000 zu tun. Aber das ist eine Geschichte, die erzählte und nicht aufgeschrieben werden will …

 

 KonfirmandInnen interviewen Kirchälteste

Am 15. April 2021 hatten wir in unserem Konfirmandenunterricht (online durchgeführt) zwei unserer Kirchenältesten zu Gast: Dr. Michael Stettberger und Maria Rädiger.

Zuerst stellte sich uns Dr. Michael Stettberger vor. Er erzählte:

Zur Kirchengemeinde Groß Glienicke gehöre ich nun seit 21 Jahren.

Damals bin ich zusammen mit meiner Frau hierher nach Groß Glienicke gezogen. Es war für uns ein Neuanfang, nachdem unser erster Sohn kurz zuvor gestorben war. Mit dem Umzug verbunden war für mich auch ein beruflicher Neuanfang. Was mich zum aktiven Gemeindeglied gemacht hat, war letztlich meine Trompete. Unser damaliger Pfarrer Dr. Schmidt sprach mich an, ob ich nicht beim Krippenspiel einen Salut blasen könnte. Das habe ich getan und bin dabei einer Organistin begegnet, die mich gleich festgenagelt hat: Du spielst mit. Und so spielte ich nicht nur den Salut zum Einzug des Herodes, sondern auch die Weihnachtslieder, die im Gottesdienst gesungen wurden. Daraus ist dann der Groß Glienicker Bläserchor wiedererstanden. Und ich bin aus dem Winterschaf erwacht und in der Gemeinde aktiv geworden. Außerdem habe ich entdeckt, dass es hier in der brandenburgischen ev. Kirche fröhlicher zuging als in meiner früheren westfälischen Heimat. Auch das brachte mich dazu, nun viel mehr mitzumachen. Auf einer Reise nach Südafrika habe ich im Township mit den Menschen dort gearbeitet. Ihre Fröhlichkeit hat mich bewegt und mich dazu angeregt, hier bei uns mit anderen zusammen die AG „Helfende Gemeinde“ ins Leben zu rufen, um in der Kirchengemeinde und darüber hinaus praktisch Hilfe zu leisten. Seit 2013 … oder war es 2014? … arbeite ich außerdem noch im Gemeindekirchenrat mit. Ich bin dort nach und nach in die Arbeit hineingewachsen. In der jetzigen Legislatur bin ich Schriftführer und protokolliere die Sitzungen.

Max: Wie lange wollen Sie das machen im GKR?

Dr. Stettberger: Da habe ich mir kein Ende gesetzt.

Justus: Woher kommt die Begeisterung?

Dr. Stettberger: Den Glauben habe ich von meinen Eltern vorgelebt bekommen – letztlich ist er ein Geschenk Gottes. Aber auch die Aufforderung anderer ermutigt mich dazu, mich zu engagieren. Außerdem habe ich selbst immer wieder Hilfe in der Gemeinschaft gefunden, wenn mir das Leben so schwere Lasten auferlegt hat, das ich mir allein nicht helfen konnte. Und nicht zuletzt macht es einfach Spaß und hat auch dazu geführt, dass ich neue Freundschaften geschlossen habe. Die Gemeinde ist für mich ein Ort, der zum Leben dazugehört.

Arved: Was ist Ihnen am Glauben am wichtigsten?

Dr. Stettberger: Der Glaube verändert das ganze Leben und eröffnet die Aussicht, dass es nach dem Tod weitergeht. Ein besonderer Anstoß für mein Christsein ist mir die Bergpredigt aus Matthäus 5-7. Sie vermittelt uns, was Christsein heißt. Zwar ist der Anspruch sehr hoch, aber wenn wir nur einen kleinen Bruchteil davon umsetzen können, ist viel gewonnen. Und ein weiterer biblischer Text ist mir in Bezug auf den Glauben besonders wichtig: Markus 10, die Segnung der Kinder. Jesus stellt uns die Kinder dort als Vorbild für den Glauben hin und sagt: „Wer das Himmelreich nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“

Den Interviewpart mit Maria Rädiger lesen Sie in der kommenden Ausgabe!

Icon recommendedVorgestellt - Unsere Waldfee

Maria Rädiger

Geburtsjahr1984
Familienstand  zwei Kinder
HerkunftIch bin schon lange mit dem Ort verbunden, da meinen Großeltern seit den 1930ern ein Grundstück in Groß Glienicke gehört. Geboren bin ich in Sachsen, aufgewachsen dann größtenteils in Bayern.
BerufPharmazeutisch-Techn.-Assistentin
HobbysGärtnern, Handwerken, Lesen, Musik
LeidenschaftIch liebe meinen Garten und das werkeln darin, ebenso wie das Grün im Haus. Natur und die Ruhe darin laden meine Akkus wieder auf.
VorbilderFrauen, die für sich einstehen, ihren Weg gehen und sich durch nichts und niemanden beirren lassen
Funktion innerhalb des GKRIch bin für die Verwaltung des Kirchenwaldes und der Pachtgrundstücke zuständig, sowie für das Verteilen der Aushänge in die Schaukästen. Zudem ist die Arbeit mit Kindern eins meiner Herzensthemen.
Was will ich bewegen?Die Arbeit mit Kindern liegt mir sehr am Herzen, und ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Gemeinde weiter wächst und sie jung und lebendig bleibt. So war und ist mir der neue Spielplatz vor dem Gemeindehaus ein großes Anliegen und ich freue mich, dass es dort voran geht und wir dort hoffentlich auch bald wieder alle zusammen spielen können


KonfirmandInnen interviewen Kirchenälteste

Am 15. April 2021 hatten wir in unserem Konfirmandenunterricht (online durchgeführt) zwei unserer Kirchenältesten zu Gast: Dr. Michael Stettberger und Maria Rädiger. Das Interview mit Herrn Stettberger haben Sie in der Juni-Ausgabe lesen können. Nun folgt das Gespräch mit Maria Rädiger.

Maria Rädiger stellt sich vor. Sie erzählt:

Ich bin verheiratet und wir haben zwei Kinder, zwei Söhne. Geboren bin ich in Sachsen, aufgewachsen aber in Bayern. Zwischenzeitlich habe ich auch in den USA gelebt und bin innerhalb von Deutschland viel umgezogen. Nach meinem Abitur in München, habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in Heidelberg im Bereich Psychiatrie gemacht. Dann habe ich in Halle fünf Semester Chemie studiert, habe dann aber gewechselt und eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen-Assistentin (PTA) gemacht. Diese Ausbildung ist besonders auf die Labortätigkeit ausgerichtet.

Pfrn. Zachow: Wie bist du zur Kirchengemeinde gekommen?

Frau Rädiger: Ich bin als Baby getauft und später dann auf eigenen Wunsch konfirmiert worden in Bayern.

Meine Urgroßmutter hatte bereits in den 1930er Jahren ein Grundstück hier in Groß Glienicke gekauft. Nachdem meine Großeltern in Berlin ausgebombt worden waren, sind sie hierher auf dieses Grundstück gezogen. Meine Oma hat dort dann ein Haus gebaut. In meinen Ferien war ich oft mit meiner Oma hier im Gottesdienst. Heute wohne ich mit meiner Familie auf dem besagten Familiengrundstück. Nachdem unser erster Sohn Philipp geboren war, bin ich auf die Krabbelgruppe hier in der Kirchengemeinde gestoßen. Da bin lange hingegangen, weil ich davon begeistert war. Und jetzt mit unserem zweiten Sohn Alexander wollte ich auch gern wieder so ausgiebig „krabbeln“, aber da kam dann irgendwann Corona dazwischen. In den vergangenen Jahren habe ich mich in der Gemeinde zu vielen Anlässen engagiert: beim Flohmarkt, auf Gemeindefesten, und für andere besondere Anlässe habe ich immer gern Kuchen gebacken. Und seit November 2019 bin ich nun auch im Gemeindekirchenrat. 

Pfrn. Zachow: Ist die Arbeit im GKR anders als du sie dir vorgestellt hattest? 

Frau Rädiger: Ich finde es schön, hinter die Kulissen zu schauen. Das ist sehr spannend zu erleben, was alles von uns Ältesten entschieden werden kann und auch muss – selbst jetzt in Corona-Zeiten. 

Max: Was genau machen Sie im GKR? 

Frau Rädiger: Ich bin Mitverantwortliche für alles, was mit unserem Kirchenwald und den Pachtgrundstücken zusammenhängt und ich verteile immer die Aushänge im Ort. Meine Herzensthemen sind außerdem: die Arbeit mit Kindern in der Gemeinde, die Erneuerung unseres Spielplatzes vor dem Gemeindehaus, die Festplanung und der Kirchdienst für die Gottesdienste. 

Justus: Was wird außer Schließungen und Festen noch geplant? 

Frau Rädiger: Sehr viel. Vor Kurzem haben wir z.B. eine neue Liturgie für den Gottesdienst hier beschlossen. Außerdem planen wir Veranstaltungen wie z.B. Konzerte, Gesprächsrunden, Lesungen. 

Pfrn. Zachow: Außerdem müssen wir im GKR entscheiden über den Haushalt, Finanzen, die Gestaltung des Friedhofs usw. 

Frau Rädiger: Und über Wiedereintritte und Umgemeindungen …

 Da wir zu Beginn ein paar technische Schwierigkeiten hatten, war am Ende für das Gespräch mit Maria Rädiger nicht mehr so viel Zeit, wie wir hätten gern nutzen wollen. An anderer Stelle ergibt sich vielleicht die Gelegenheit, hier anzuknüpfen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Maria Rädiger und Dr. Michael Stettberger für das Interview! Auch den Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 2020-22 herzlichen Dank!

 

Icon recommendedVorgestellt - Unser Lektor

Michael Diedrich
Geburtsjahr1960
Herkunftseit 1967 in Groß Glienicke
BerufVerwaltungsangestellter bei Fliedner Lafim-Diakonie
HobbysFußball gucken im Verein Hertha BSC + Turbine Potsdam
Vorbildmein Großvater mütterlicherseits
Funktion innerhalb des GKRLektorendienst
Was will ich bewegen?Zusammenführung neu zugezogener Gemeindeglieder mit den Alteingesessenen

 

 

Icon recommendedVorgestellt - Unser Youngster

Henri Theo von Bebber

Geburtsjahr2003
Familienstand   ledig
HerkunftNauen
BerufSchüler
Hobbys

Geige/ Orchester-Aufbauschule Berlin-Charlottenburg/ Schulorchester,
Karate/ Jiu-Jitsu, 
Anglerprüfung im März 2019, 
Segelgrundschein, 
Tauchclub Babelsberg

LeidenschaftMeereskunde, Zoologie, Botanik
Vorbildermeine Eltern
Vater/ Redakteur Tagesspiegel, Mutter Moderatorin rbb-Kulturradio

Icon recommendedVorgestellt - Der fotografierende Schreiberling

Janin Venus
Geburtsjahr1971
Familienstandverheiratet
HerkunftAltmark
Beruf(e)

Studium Germanistik/ Slawistik, Fotografin, aktuell voll berufstätig in der Verwaltung einer Privatklinik

Hobbys

Lesen in jeder Lebenslage, Wissen schürfen, Geschichte v.a. zu Potsdam und den Hohenzollern. Gerade bin ich im 2. - 10. Jahrhundert in der Kirchengeschichte unterwegs.

LeidenschaftIch liebe Bücher und Bibliotheken.
Vorbilder

Ganz eindeutig Burkhard Radtke. 50 Jahre im Ehrenamt. Irre. So alt bin ich noch nicht einmal. Und so viele Jahre im Ehrenamt werde ich wahrscheinlich in meinem Leben nicht schaffen.

Kirchliche Laufbahn oder Wie ich zur Kirche zurückgefunden  habe

Eigentlich bin ich als Katholikin „sozialisiert“ Als im Jahr 2015 die ersten Syrer in Groß Glienicke ankamen und in der Gemeinschaftsunterkunft ein neues Zuhause fanden, wollte ich ihnen eine Freude machen und habe ihnen die Gebetszeiten der Muslime für Deutschland auf einem A3-Plakat ausgedruckt, damit sie auch hier wüssten wann es Zeit für eines ihrer täglichen Gebete ist. Das war an einem Samstag.
Am Sonntag saßen viele von ihnen hinter mir in der Kirchenbank. Sie waren und sind christliche Glaubensbrüder.
Manchmal brauchte ich Ruhe von der zermürbenden Arbeit als Ehrenamtliche in der Flüchtlingsunterkunft, von den Geschichten, die nicht einfach so „verdaulich“ waren. Ich fand Ruhe und Zeit für Zwiesprache mit Gott im Gebet – ganz allein an diesem Ort – unserer Kirche. Später habe ich noch oft mit muslimischen Geflüchteten gesprochen. Wir waren uns immer einig: egal wie die Geschichten lauten, egal wie unserer Glaubensbuch heißt. Wir glauben an Gott, egal, welchen Namen wir ihm geben. 

Kinder- und Jugendarbeit, Geschichte, unserer schönen Kirche, Fotografie und Gestaltung von Postern, die Gestaltung der Website, Zuarbeit für den Heveller, vielleicht auch ein wenig Bindeglied zwischen den Religionen sein – das sind - kurz gesagt - meine Schwerpunkte.

Icon MediaGedanken zur Jahreslosung 2021

Von Moritz Gröning

Nobody is perfect! Niemand? Ja, niemand. Warum verlangt Jesus das dann von uns? „Seid vollkom­men, wie auch euer Vater im Himmel vollkommen ist“, heißt es bei Matthäus in der Bergpredigt. Unglaublich. Bei Lukas in der Feldpredigt klingt es einfacher: „Seid barmherzig, wie euer Vater im Himmel barmherzig ist.“

Klingt aber auch nur einfacher. Sind wir barmherzig? Was heißt das überhaupt? Kann ich das einfach tun? Es geht um Gefühl, nicht um Verstand. „oiktirmon“ heißt es auf Griechisch. Das ist Klagen, Weinen, Mitleiden. Leid mitfühlen. So wie sich im Hebräischen „rachamim“ ganz physisch der Schoß, die Eingeweide zusammenziehen. Erbarmen aus fast körperlicher Notwendigkeit, es schnürt uns das Herz zusammen, wenn wir den anderen wahrnehmen, wenn er Hilfe braucht und wir trösten können.

Es geht nicht um verstandesmäßige Gerechtigkeit, nicht um „soziale Gerechtigkeit“. Es geht um Mitgefühl, gerade wenn der oder die andere es nicht verdient hat. Gott war am Sinai barmherzig, gerade als sein Volk ihn verschmäht und ums goldene Kalb tanzt. Es geht um Mitgefühl, „sich anrühren“ lassen. Nicht Urteil, sondern Herz, den oder die Nächste als Mitmenschen sehen, als Ebenbild Gottes. – Gerechtigkeit braucht es auch. Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit zerstört alle Ordnung. Aber Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit wäre grausam. Hier aber geht es nicht um Gerechtigkeit. Jesus sagt: „Liebt eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen!“

Schaffen wir das? Kaum – wir sind nicht vollkommen. Wir sind nur „im Bilde Gottes“, sind nicht Gott. Das ist aber in Ordnung, es ist schon viel, wenn wir „Kinder des Höchsten“ sind. Das verlangt Umdenken. Nobody is perfect, wir sollen nicht Gott sein, aber wir sollen uns an Ihm ausrichten, uns anrühren lassen von Ihm, unserem Gegenüber der Nächste werden. Das ist eine Haltungsfrage. Eine gute Haltung, ein guter Vorsatz für das neue Jahr 2021, das uns alle sicher herausfordern wird.

Sei es uns allen ein gesegnetes Jahr, ein Jahr der Barmherzigkeit!

Icon recommendedAus unserer Nachbargemeinde - Mit unserer Nachbargemeinde

Die Schilfdachkapelle „Zum guten Hirten“ steht für einen einmaligen Teil der deutsch-deutschen Geschichte. Durch den Gebietsaustausch im September 1945 wird die zu Groß Glienicke gehörende Siedlung „Wochenend West“ britische Besatzungszone in West-Berlin. Die Gemeindemitglieder werden von ihrer Kirche in Groß Glienicke getrennt. Pfarrer Wilhelm Stintzing aus Groß Glienicke hat den kühnen Plan, für diesen Teil seiner Gemeinde eine eigene Kirche zu bauen – politisch gesehen im Land des „Klassenfeindes“, in Kladow, West-Berlin. Mit Erfolg. Im Mai 1951 ist Baubeginn. Die Steine der zerstörten Ruine des Gutshofes, das Holz für den Dachstuhl und das Schilf für das Dach werden über die DDR-Grenze nach West-Berlin gebracht. Am 26. April 1953 wird die Schilfdachkapelle eingeweiht.

Und so planten wir im vergangenen Jahr, an die Idee, das alte „Ufer-zu-Ufer“-Singen anzuknüpfen. Das hat die Groß Glienicker in der DDR und die Kladower in West-Berlin über die Mauer hinweg verbunden. Schon einige Male im Advent kamen die Menschen an den See – die einen am Ostufer, die anderen am Westufer - und haben gemeinsam Adventslieder gesungen. Die erste Strophe „West“, die zweite Strophe „Ost“ und so weiter. Ein tolles Symbol für die Überwindung von Mauern!

Der Termin 28. November 2020 war pandemiebedingt ausfallen. Wer weiß: Möglicherweise kann das Singen über den See hinweg im Dezember 2021 stattfinden.

Icon recommendedGemeindeversammlung am 6. September 2020

Werte Leserinnen und Leser;

„Es schwelt schon länger in den Kirchenkreisen Potsdam, Nauen-Rathenow und Falkensee: Die Kreisgrenzen sollen verändert werden. Das Schreckgespenst: Wird der Kirchenkreis Falkensee womöglich zerschlagen, und die ländlichen Kirchengemeinden Groß Glienicke und Fahrland werden Potsdam zugeschlagen? Die Konsequenzen könnten drastisch sein. Würde Groß Glienicke am Ende keine eigenständige Kirchengemeinde mehr sein?“ So haben wir als Gemeindekirchenrat schon in der Augustausgabe auf ein Thema aufmerksam gemacht, dass uns beschäftigt hat und weiter beschäftigt. Wir wollten unsere Gemeindemitglieder gern informieren, was es mit den Strukturplanungen auf sich hat und luden darum zur Gemeindeversammlung ein. 

Dort verdeutlichte Dr. Michael Stettberger (Mitglied im Gemeindekirchenrat) uns die bisherige Entwicklung und die Beschlüsse unserer Kirchengemeinde zum Thema Strukturveränderungen.

Roland Stolt, Präses der Kreissynode des Kirchenkreises Falkensee, erläuterte die Gestalt des Kirchenkreises und seine Aufgaben, sowie die Entwicklung der Diskussion auf der Kreisebene. 

Moritz Gröning (Mitglied im Gemeindekirchenrat und Kreissynodaler) referierte uns die Bedeutung des Kirchenkreises für unsere Kirchengemeinde.

Und ich selbst gab einen Überblick über die Angebote unserer Kirchengemeinde und wie stark dabei jeweils die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte involviert sind.

U.a. wurde auf der Versammlung etwas deutlicher, wie die Idee überhaupt entstanden ist, die Kreisgrenzen zu verändern; wie sich unser Kirchenkreis (einschließlich unserer eigenen Kirchengemeinde) bisher dazu verhalten hat und wie sich die Diskussion zwischen der Kirchenleitung und den betroffenen Kirchenkreisen seit Anfang diesen Jahres entwickelt hat.

Es wurde auch deutlich, wie unterschiedlich die drei Kirchenkreise sind in ihrer geografischen Ausdehnung, als städtische oder ländlich geprägte Kirchenkreise und in ihrer Dichte an Gemeindegliederzahlen - was aber nicht heißt, dass wir uns einander nicht gut geschwisterlich ergänzen könnten. Es ist immer gut und bleibt selten folgenlos, einen Blick über den „eigenen Tellerrand“ zu wagen.  

Gegenüber unserer Kirchenleitung sind wir jetzt gefragt, tragfähige und zukunftsträchtige Ideen zu entwickeln, wie wir Christinnen und Christen in Stadt und Land einander effizienter unterstützen können, denn hier wie dort werden wir nun einmal weniger.

Wir machen als Gemeinden und auf der Kirchenkreisebene viele Angebote, die sich an eine große Breite an Zielgruppen richten, aber nicht immer von vielen in Anspruch genommen werden.  Wie können wir zukünftig unsere Kräfte bündeln, unsere wichtigen Angebote noch weiter streuen und noch mehr Menschen erreichen, ohne dass wir dafür die starke Bindung zu den Menschen vor Ort verlieren?

All das sind schwerwiegende Fragen, die keineswegs nur auf höheren Ebenen der kirchlichen Organisation bedacht werden sollen. Jede und jeder ist gefragt, mit eigenen Ideen den Prozess mitzugestalten, der längst begonnen hat und von dem die Strukturdiskussion zeugt.

Noch wissen wir nicht, wohin uns das Thema weiter führt, aber wir wissen, dass wir wieder einladen werden zur Gemeindeversammlung im kommenden Jahr, damit wir miteinander im Gespräch bleiben.

Pfarrerin Gundula Zachow

Icon recommendedWeitergehende Informationen zur Gemeindeversammlung

Icon recommendedWarum diese Gemeindeversammlung so wichtig war

Es schwelt schon länger im Kirchenkreisen Falkensee: Die Kreisgrenzen sollen verändert werden. Das Schreckgespenst: Wird der Kirchenkreis Falkensee womöglich entlang der Bundesstraße 5 zerschlagen, und Groß Glienicke und Fahrland werden Potsdam zugeschlagen? Die Konsequenzen könnten drastisch sein: Würde Groß Glienicke am Ende keine eigenständige Kirchengemeinde mehr sein?

Diese Fragen betreffen die gesamte Gemeinde und gehören in deren Mittelpunkt. Deswegen laden wir Sie – unsere Gemeindeglieder – zur Gemeindeversammlung ein, um Sie zu informieren, mit Ihnen zu diskutieren und Ihre Sichtweisen zu hören.

Zum Hintergrund: Bereits 2018 war der Gemeindekirchenrat mit der Frage der Neuordnung der Kirchenkreise konfrontiert. Auslöser war ein Antrag des Kirchenkreises Potsdam, die Kirchengemeinde Groß Glienicke und den Pfarrsprengel Fahrland mitsamt dem Krampnitzer Neubaugebiet nach Potsdam „einzugemeinden“. Zusammen mit allen Gemeindekirchenräten im Kirchenkreis Falkensee haben wir uns damals gegen den Antrag ausgesprochen. Wir wollen bei Falkensee bleiben. Zum einen verstehen wir uns als ländliche Gemeinde, die mit großem Engagement im Kirchenkreis Falkensee integriert ist. Zum anderen wollen wir unsere Eigenständigkeit als Kirchengemeinde behalten. Das ist keine Formalie, sondern wird im täglichen Gemeindeleben unmittelbar spürbar – allem voran an der eigenen Pfarrstelle und den allsonntäglichen Gottesdiensten.

Im Frühjahr 2020 hat die Leitung unserer Landeskirche das Thema erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Sie hat die drei Kirchenkreise Nauen-Rathenow, Falkensee und Potsdam aufgerufen, bis „Anfang 2023 zu einem einvernehmlichen Vorschlag“ für eine Neuordnung der Kirchenkreise zu kommen, der zum 1. Januar 2024 in Kraft treten soll. Bleibt der Lösungsvorschlag der Kirchenkreise aus, entscheidet die Kirchenleitung.

Der Antrag aus Potsdam mag Auslöser dieser Entwicklung gewesen sein. Aber es steckt viel mehr dahinter.
In der Landeskirche sinkt die Zahl der Gemeindeglieder, und das ehrenamtliche Engagement nimmt ab. So sind Neuordnungen von Verwaltungsgrenzen in der Kirche auch eine Folge nicht wahrgenommener ehrenamtlicher Aufgaben. Z.B. werden Kirchengemeinden unter Zwangsverwaltung gestellt, weil sie keinen Gemeindekirchenrat aufstellen können. Das wiegt umso schwerer, als unsere evangelische Kirche eine Kirche der Laien ist. Sie gibt dem Ehrenamt eine oft unterschätze Kraft. Deshalb möchten wir unsere Gemeindeglieder ausdrücklich ermuntern, ihr Engagement beizubehalten, und diejenigen, die sich bisher nicht aktiv in das Gemeindeleben einbringen, herzlich einladen, dies zu tun.

Wie wir die Kirche der Laien stark machen und an der anstehenden Neuordnung der Kirchenkreise aktiv mitwirken können, machen wir in der Gemeindeversammlung zum Thema.

Mit herzlichem Gruß
Ihr
Gemeindekirchenrat

Orgelklang in Potsdams Norden I - Mit dem Fahrrad durch die Nordregion

Auf einer geführten Fahrradtour werden vier der interessanten Orgeln der Nordregion (Pfingstkirche, Kirche Bornstedt, Kirche Golm, Kirche Bornim) besucht und technisch und klanglich vorgestellt.

Sa, 18.9. 13:30-17:30 Uhr
Ev. Pfingstkirche
Große Weinmeisterstraße 49B
14469 Potsdam
Link zu Google Maps
Art der Veranstaltung / Kategorie
keine Angabe
Eintritt
Eintritt frei
Alle
Vorverkaufslink / Weitere Hinweise
Anmeldung erbeten unter. ec.schaefer@evkirchepotsdam.de
Start mit dem Fahrrad: Pfingstkirche, Große Weinmeisterstr. 49 B, 14469 Potsdam

Name der Ansprechperson
Eva-Christiane Schäfer

ec.schaefer(at)evkirchepotsdam.de

Eingetragen von:
Ev. Kirchengemeinde Bornim
Rückertstr. 1
14469 Potsdam

Letzte Änderung am: 15.09.2021