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Chorproben entfallen aktuell bis auf Widerruf

Der regulär nächste Termin ist aktuell unbekannt.

Regulärer Termin: dienstags von 18.30 Uhr bis 20 Uhr im Gemeindehaus für alle, 
die Freude am Singen haben!


Spatzenchor entfällt auf unbestimmte Zeit

Achtung! Der Spatzenchor findet aktuell nicht statt!

Wir hoffen, dass wir bald wieder singen, tanzen und musizieren können im Gemeindehaus mit Susanne Schaak für alle Kinder ab 2 Jahren mit ihren Eltern.

Kirchenkaffee entfällt auf unbestimmte Zeit

Achtung! 

Das Kirchencafé findet aktuell nicht statt!

Wir hoffen, dass wir uns bald wieder treffen können im Gemeindehaus mit Wilma Stuhr auf einen Kaffee!

Handzettel KiKiTag zum Download

Bald ist wieder Kinderkirchentag!

Herzliche Einladung!

Der nächste KinderKirchenTag

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Gedanken zur Monatslosung April 2020

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich 1. Kor 15,42

 

Von Pfarrerin Gundula Zachow

Von einem Blumenkörbchen mit einem bunten Frühlingsmix, ein Geschenk vom letzten Jahr, war nur noch ein kleiner Strunk Efeu übrig geblieben. Das Körbchen stand auf der Terrasse und sah nicht schön aus. Ich hatte mir vorgenommen, es neu zu bepflanzen, aber daraus wurde nichts. Nicht einmal den vertrockneten Efeu habe ich weggeworfen, ihn dafür ab und zu gegossen und, zu meiner Freude, hat sich der anspruchslose Efeu wieder erholt. Doch wie habe ich gestaunt, als vor zwei Wochen plötzlich kleine spitze grüne zusammengefaltete Narzissenblätter herauslugten. Ich hatte gar nicht mehr gewusst, was der Korb an Pflänzchen enthalten hatte. Inzwischen stehen kleine Narzissen darin und ich freue mich ein zweites Mal über diesen geschenkten Frühlingsgruß. Die erwachende Natur offenbart uns im Frühling viele bunte Überraschungen.

Wo immer etwas aus der Erde wächst, ist zuvor ein Same gelandet, wurden Samen oder Knollen in die Erde gelegt. Wo immer ein Mensch, der uns fehlt, bei Gott ein neues Leben beginnt, haben wir ihn zuvor in die Erde gebettet. Zugegeben – diese Schlussfolgerung ist nicht leicht nachzuvollziehen, nicht einmal für gläubige Christen. Und so konfrontierten einst Gemeindeglieder aus Korinth ihren Apostel Paulus mit der Behauptung: „Es gibt keine Auferstehung der Toten“; und andere fragten etwas vorsichtiger: „Wie werden denn die Toten auferstehen und mit was für einem Körper?“ Paulus antwortet ihnen mit den Beispielen der Natur und macht deutlich, dass es kein Zufall ist, wenn ein vergrabenes Körnchen Frucht trägt. Zusätzlich zu den Anlagen, die es enthält, braucht es noch viel, um das zu werden, was es werden kann. Es braucht vor allem Gottes Schöpferkraft, damit das Leben seinen Weg findet. So wie das Weizenkorn noch lange nicht der Weizenpflanze gleicht, die aus ihm wachsen kann; so ist es auch mit uns. Wir haben einen natürlichen Körper, aus dem, wenn er stirbt, ein geistlicher Körper ersteht, mit Hilfe von Gottes Schöpferkraft. „Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ So hat Paulus einst den zweifelnden Korinthern geantwortet. Ob die dadurch sicherer wurden im Vertrauen auf die Auferstehung, wissen wir nicht und Beweise für die Richtigkeit der österlichen Botschaft können auch wir nicht herbeibringen. Wir können uns nur überraschen lassen von den Auferstehungszeichen um uns her und uns von Herzen freuen und nachdenklich werden über die geheimnisvolle Kraft, die da wirkt, verborgen in einem bisschen Blumenerde, aber womöglich auch in unserer Seele.

 

Ihre Pfarrerin Gundula Zachow

 

Gedanken zur Jahreslosung 2020

Oder warum Otto Riethmüller den NS-Schlagworten Bibelverse entgegenstellte

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Der Mann, der im Markusevangelium diese Worte spricht, ist ein Mensch in einer schwierigen Situation. Er steht an einer Schwelle. Sein Sohn ist sehr krank, schwer krank, schon seit Kindertagen. Die Krankheit hat tödliche Macht über seinen Sohn. In seiner Sorge und Verzweiflung hat der Vater schon Vieles versucht. Eben ist seine Hoffnung erloschen. Die Jünger Jesu, an die er sich gewandt hatte, konnten seinen Sohn nicht heilen. Die Enttäuschung darüber ist gewaltig. Da begegnet der Mann Jesus und damit der Frage: Wage ich, Jesus so zu vertrauen, so an ihn zu glauben, dass Heilung doch möglich ist? Oder wage ich es nicht?

Die biblischen Leitworte der Jahreslosungen werden von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen mehrere Jahre im Voraus ausgewählt. Die Praxis der Losungen stammt von der Herrnhuter Brüdergemeine in der sächsischen Oberlausitz. 1728 wählte der Begründer dieser geistlichen Gemeinschaft, Ludwig Graf von Zinzendorf zum ersten Mal einen Bibelspruch für die Mitglieder der Herrnhuter aus. Nach dem Vorbild Zinzendorfs zieht bis heute ein Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft ein Bibelwort für jeden Tag aus einer silbernen Schale. Die so ermittelten Bibelworte werden als „Tageslosungen“ in einem Sammelband veröffentlicht.

Die Jahreslosung folgt der Praxis der Herrnhuter, geht zurück auf den Kirchenkampf im Dritten Reich. Initiator war der württembergische Pfarrer und Liederdichter Otto Riethmüller. Er wollte den NS-Schlagworten Bibelverse entgegenstellen. Deshalb begründete er 1930 die Tradition der Jahreslosungen. Die erste Jahreslosung 1930 war „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht“
(Römer 1,16).


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Letzte Änderung am: 28.03.2020