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Kirche von zu Hause

Alternativen (nicht nur) in Zeiten von Corona

Das Coronavirus schränkt immer mehr das Leben ein, wie wir es gewohnt sind. Natürlich ist Kirche davon nicht ausgenommen. Deswegen haben wir einige Alternativen zusammengestellt, wie der Glaube auch ohne Ansteckungsgefahr gelebt werden kann.
Vor uns liegen gerade Wochen, in denen wir noch nicht so ganz genau absehen können, was passiert. Das kann Verunsicherung erzeugen. 14 Tage in häuslicher Quarantäne? Das kann belastend für die Seele sein. Dazu kommen vielleicht wirtschaftliche Sorgen oder der Verlust eines geliebten Menschen. Und auch die ganz alltäglichen Sorgen hören nicht einfach auf.
Deswegen hören auch wir nicht auf, zuzuhören. Auch die Online- Chat- oder E-Mail-Seelsorge sind für Sie erreichbar.

Gerne hilft auch das Infotelefon der EKD unter 0800 – 50 40 602 weiter (montags – freitags 9 bis 18 Uhr kostenfrei erreichbar).

Chorproben entfallen aktuell bis auf Widerruf

Der regulär nächste Termin ist aktuell unbekannt.

Regulärer Termin: dienstags von 18.30 Uhr bis 20 Uhr im Gemeindehaus für alle, 
die Freude am Singen haben!


Spatzenchor entfällt auf unbestimmte Zeit

Achtung! Der Spatzenchor findet aktuell nicht statt!

Wir hoffen, dass wir bald wieder singen, tanzen und musizieren können im Gemeindehaus mit Susanne Schaak für alle Kinder ab 2 Jahren mit ihren Eltern.

Kirchenkaffee entfällt auf unbestimmte Zeit

Achtung! 

Das Kirchencafé findet aktuell nicht statt!

Wir hoffen, dass wir uns bald wieder treffen können im Gemeindehaus mit Wilma Stuhr auf einen Kaffee!

 

Gedanken zum Monatsspruch für Mai 2020

„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!“ (1. Petr. 4, 10)

Von Moritz Gröning

Einkaufshilfe, Online-Gottesdienst, Kreise per Zoom – Gemeindeleben in Corona-Zeiten ist in aller Munde. Da ist der Monatsspruch wie eine Selbstverständlichkeit: Jeder halt so wie er kann.

Der Briefschreiber richtet sich an eine Gemeinde in der Krise, in Erwartung des baldigen Weltendes. Er sagt, was bis dahin gilt: Zuerst Liebe und – wichtig – Gastfreundschaft! Gut, das kann jeder – jedenfalls ohne Corona.

Aber dann kommt der Satz, der drei Dinge deutlich macht:

An erster Stelle steht im Original das Wort „jeder“. Jede und jeder hat eine Gabe, ein Charisma, empfangen, die es einzusetzen gilt. Besinnt Euch darauf, was ihr könnt – die eine kann reden, der andere physisch helfen, wieder andere zuhören. Sogar Hilfsbedürftige sind wichtig – sie erlauben anderen zu helfen!

Zweitens haben wir die Gaben einzusetzen, um einander zu dienen. Wir alle sind Diakone. Gerade in Krisenzeiten sollen wir uns nicht zurückziehen, sondern füreinander da sein.

Aber und das ist der dritte Gedanke – erst die Gabe, dann das Dienen. Nicht blind losrennen und irgendwas tun, bloß um zu helfen. Nein, wir sind die „guten Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes“. Verwalter, „Ökonomen“, Haushälter. Das heißt, mit Bedacht dienen – wo und wie es sinnvoll ist. Alles andere wäre nicht nachhaltiger Aktionismus.

Die vielfältigen Gaben in der Gemeinde sind die die Gnade Gottes. Lasst sie uns gemeinsam koordiniert nutzen, damit alle möglichst viel davon haben. – Gerade in Zeiten von Corona.

Gedanken zur Monatslosung von Pfarrerin Gundula Zachow

„Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“

Der Juni, liebe Leserinnen und Leser, war bisher ein Monat, in dem wir in Dorf und Gemeinde besonders viel zusammenkamen. Fest an Fest reihte sich aneinander in den Wochen vor den Sommerferien. Oft wünschte ich mir, der Juni wäre länger, damit wir in jeglicher Gemeinschaft das Halbjahr gebührend abschließen und den Sommer feiern könnten. Nun erleben wir einen Juni ohne  öffentliche Feste und Gruppenfahrten, wenn auch zum Glück nicht ohne Sommer. Ich hoffe, dass Sie ihn genießen können hier in unserer landschaftlich so schönen Heimat und womöglich auch am Urlaubsort.  Ich hoffe, dass wir uns alle etwas Urlaub für die Seele ermöglichen können, intensiver hin spüren auf Freuden und Sorgen, sowohl auf die eigenen wie die unserer Mitmenschen.

Dazu ermutigt mich der Monatsspruch für den Juni 2020 aus dem 1. Buch der Könige Kapitel 8 Vers 39: „Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ Er wird dem König Salomo zugesprochen, der anlässlich des großen Festes zur Tempeleinweihung betet. Ausführlich bittet er Gott für sein Haus und sein ganzes Volk samt aller Fremden, die unter ihnen wohnen um Erhörung aller von Herzen kommenden Gebete. Demütig bittet er, denn er kann sich viele Nöte vorstellen, die auf sein Volk und den Einzelnen zukommen könnten: Krieg, Naturkatastrophen, Plage, Krankheit usw. Er weiß, dass wir Menschen oft nicht unschuldig sind an unserem Geschick und leugnet nicht unsere eigene Verantwortung. Er weiß aber auch, wie schwer die Sorge Herzen belasten kann. Wir können einander nicht ins Herz blicken und unser Verständnis füreinander bleibt begrenzt. Selbst das eigene Herz wird uns zuweilen zum Geheimnis. Jede und jeder von uns möchte aber in seiner Individualität wahr und ernst genommen werden, auch mit dunklen Gedanken und schweren Gefühlen und in Zeiten, in denen wir uns mit uns selbst uneinig sind. Das Gebet kann uns helfen, uns selbst mehr wahrzunehmen und zu akzeptieren, denn betend gehe ich ins Gespräch mit meinem Schöpfer. Ich weiß: Ich bin wie ich bin, weil Gott mich so geschaffen hat. Seine Liebe ist umfassend; Gott liebt mich, obwohl er allein mein Herz wirklich kennt. Ich muss nicht anders sein und mich selbst mit keiner Erwartungshaltung belasten für das Gebet. Im Gegenteil! Das Gespräch mit Gott erfordert mich ganz so wie ich da bin in diesem Augenblick. Wenn es nur gelingt, dass ich mich öffne für Gottes liebevolle, wertschätzende Gegenwart, dann kann ich etwas mehr bei mir ankommen. So kann das Gebet zum Türöffner werden für ein tieferes Verständnis untereinander.

Möge Gott hören, wenn sich unsere Herzen ihm zuwenden!

Unsere Dorfkirche ist auch ein Haus des Gebets. Es ist nun zusätzlich zu den Gottesdienstzeiten wieder geöffnet an den Samstagen von 16 bis 18 Uhr. Wenn Sie aber zu einer anderen Zeit die Kirchen zum stillen Gebet nutzen wollen, dann rufen Sie gern im Pfarrbüro an: 033201 / 31247!

 

 

Bald ist wieder Kinderkirchentag!

Herzliche Einladung!

Handzettel KiKiTag zum Download

Der nächste KinderKirchenTag

startet in

Der Weltgebetstag kam in diesem Jahr aus Simbabwe

Ein bunter Gottesdienst mit gemeinsamer Verkostung simbabwischen Essens

In diesem Geist haben wir den Weltgebetstag begangen:

Stellen Sie sich folgendes Bild vor: Ein europäischer Forscher bietet hungrigen Kindern eines afrikanischen Stammes ein Spiel an. Er stellt einen Korb mit süßen Früchten an einen Baum und sagt ihnen, wer zuerst dort sei, gewinne alles Obst. Als er ihnen das Startsignal gibt, nehmen sie sich gegenseitig an den Händen, laufen gemeinsam los, setzen sich dann zusammen und genießen die Leckereien. Als er sie fragt, weshalb sie alle zusammen gelaufen sind, wo doch jeder die Chance gehabt hätte, die Früchte für sich selbst zu gewinnen, sagen sie: „Ubuntu – wie kann einer von uns froh sein, wenn alle anderen traurig sind?“ Ubuntu heißt in ihrer Kultur: „Ich bin, weil wir sind.“

Gerüstet mit Tierstempeln, der „Geschichte von den hässlichen 5“, Fahnen zum Ausmalen, Servietten in den Landesfarben, Getränken Kuchen, selbst gemachten Gerichten zum Kosten ging ein beständiger Strom vom Gemeindehaus zum Gotteshaus – immer hin und her, hin und her.

Konfirmanden, die Diakonin Michelle Klose, die Kantorin Susanne Schaak, die Leiterin der Krabbelgruppe Wilma Stuhr, ja selbst Frau Pfarrerin Zachow mit Mann und Kindern und viele andere helfende Hände sorgten dafür, dass zum Gottesdienst zum Weltgebetstag alles bereitet war.

Für den Weltgebetstag 2020, der in diesem Jahr von Frauen aus Simbabwe gestaltet worden war.

„Simbabwe...

Simbabwe –  Land der Steinhäuser!

Simbabwe – eine große Vergangenheit hast du!

Simbabwe – von Rhodesien hast du dich befreit!

Simbabwe – und doch wurdest du nicht frei!

Simbabwe – ausgebeutet von neuen Herrschern!

Simbabwe – Deine Kinder hungern! Deine Frauen leiden! Deine Männer gehen!

Simbabwe...

Durchbrich nun die Mauer des Unrechts und des Schweigens! Der Weg zur Versöhnung ist nie leicht, er braucht Mut, viel Mut...

Wider deine schlechten Erfahrungen: steh auf! Wider deine Verlassenheit: ich steh dir bei! Wider deine Angst: wir stehen das durch! Wider allen Augenschein: ER geht mit!

Simbabwe – Land der Hoffnung: wir sind, weil du bist.

Eingeführt wurde der Gottesdienst zur Geschichte vom Gelähmten.

In der Bibel heißt es dazu:

1 Danach ging Jesus zu einem der jüdischen Feste nach Jerusalem hinauf. 2 Innerhalb der Stadtmauern, in der Nähe des Schaftores, befindet sich ein Teich mit fünf Säulenhallen, der auf Hebräisch Bethesda[1] genannt wird. 3-4 Scharen von kranken Menschen - Blinde, Gelähmte oder Verkrüppelte - lagen in den Hallen.[2] 5 Einer der Männer, die dort lagen, war seit achtunddreißig Jahren krank. 6 Als Jesus ihn sah und erfuhr, wie lange er schon krank war, fragte er ihn: »Willst du gesund werden?« 7 »Herr, ich kann nicht«, sagte der Kranke, »denn ich habe niemanden, der mich in den Teich trägt, wenn sich das Wasser bewegt. Während ich noch versuche hinzugelangen, steigt immer schon ein anderer vor mir hinein.« 8 Jesus sagt zu ihm: »Steh auf, nimm deine Matte und geh!« 9 Im selben Augenblick war der Mann geheilt! Er rollte die Matte zusammen und begann umherzugehen.

Joh. 5, 1-9

Zu dieser Bibelstelle gab es ein kleines Anspiel, gestaltet von Pfarrerin Zachow, Diakonin Michelle Klose und Janin Venus.

Kantorin Susanne Schaak begleitete gekonnt virtuos am Flügel die vielen eingängigen simbabwischen Lieder unterstützt von Hochtrommeln.

Der Landesvorstellung als Mitmachgeschichte und passende Bilder, die über den eigens aufgebauten Beamer zur Schau gestellt werden konnten folgte ein gemeinsames Essen und rundete diesen ganz besonderen Gottesdienst ab.

 

 

Gedanken zur Jahreslosung 2020

Oder warum Otto Riethmüller den NS-Schlagworten Bibelverse entgegenstellte

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Der Mann, der im Markusevangelium diese Worte spricht, ist ein Mensch in einer schwierigen Situation. Er steht an einer Schwelle. Sein Sohn ist sehr krank, schwer krank, schon seit Kindertagen. Die Krankheit hat tödliche Macht über seinen Sohn. In seiner Sorge und Verzweiflung hat der Vater schon Vieles versucht. Eben ist seine Hoffnung erloschen. Die Jünger Jesu, an die er sich gewandt hatte, konnten seinen Sohn nicht heilen. Die Enttäuschung darüber ist gewaltig. Da begegnet der Mann Jesus und damit der Frage: Wage ich, Jesus so zu vertrauen, so an ihn zu glauben, dass Heilung doch möglich ist? Oder wage ich es nicht?

Die biblischen Leitworte der Jahreslosungen werden von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen mehrere Jahre im Voraus ausgewählt. Die Praxis der Losungen stammt von der Herrnhuter Brüdergemeine in der sächsischen Oberlausitz. 1728 wählte der Begründer dieser geistlichen Gemeinschaft, Ludwig Graf von Zinzendorf zum ersten Mal einen Bibelspruch für die Mitglieder der Herrnhuter aus. Nach dem Vorbild Zinzendorfs zieht bis heute ein Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft ein Bibelwort für jeden Tag aus einer silbernen Schale. Die so ermittelten Bibelworte werden als „Tageslosungen“ in einem Sammelband veröffentlicht.

Die Jahreslosung folgt der Praxis der Herrnhuter, geht zurück auf den Kirchenkampf im Dritten Reich. Initiator war der württembergische Pfarrer und Liederdichter Otto Riethmüller. Er wollte den NS-Schlagworten Bibelverse entgegenstellen. Deshalb begründete er 1930 die Tradition der Jahreslosungen. Die erste Jahreslosung 1930 war „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht“
(Römer 1,16).

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Letzte Änderung am: 30.05.2020