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Icon recommendedGottesdienste in Groß Glienicke

FesttagDatumUhrzeitLiturgAn der OrgelKollektenzweck
15. Sonntag nach Trinitatis25.09.202210.30 UhrGottesdienst mit
Pfr. i. R. Conrad Knolle
Dietmar HeidenBesuchsdienst
Erntedank02.10.202210.30 UhrGottesdienst zum Erntedank mit
Pfrn. Gundula Zachow
Susanne SchaakFlüchtlingsunterkunft
Deutschland singt
Offenes Singen an der Kirche
03.10.202219.00 UhrMusikalische Andacht mit Susanne Schaak und dem ProjektchorBläserchorkeine
17. Sonntag nach Trinitatis09.10.202210.30 UhrGottesdienst mit
Pfr. i. R. Conrad Knolle
Susanne SchaakFeierhalle
18. Sonntag nach Trinitatis16.10.202210.30 UhrGottesdienst mit
Pfrn. Gundula Zachow
Trauthilde Schönbrodt-BillerArbeit mit Jugendlichen
19. Sonntag nach Trinitatis23.10.202210.30 UhrGottesdienst mit
Pfrn. Gundula Zachow
Susanne SchaakNilsynode
20. Sonntag nach Trinitatis30.10.202210.30 UhrGottesdienst mit
Pfrn. Gundula Zachow
Trauthilde Schönbrodt-Biller             Gemeindepfarrdienst
Reformationsfest31.10.202210.30 UhrAndacht mit
Moritz Gröning und Bläserchor
Dietmar Heiden
Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres06.11.202210.30 UhrGottesdienst mit
Pfr. i. R. Conrad Knolle
Dietmar Heiden
Martinsandacht11.11.202217.00 UhrAndacht mit Diakonin Michelle KloseDietmar Heiden
Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres13.11.202210.30 UhrN.N.Susanne Schaak
Ewigkeitssonntag20.11.202210.30 UhrGottesdienst mit
Pfrn. Gundula Zachow
Dietmar Heiden
Erster Advent
Kirche frei und offen für alle
27.11.202217.00 UhrAndacht mit
Pfrn. Gundula Zachow
Susanne Schaakkeine
Zweiter Advent04.12.202210.30 UhrFamiliengiottesdienst mit
Schulpfrn. Ute Hering
N.N.
RSSPrint

Icon recommendedTaizé-Andacht vom Sonntag, 14. August 2022

 

(Leningrad Codex, Folio 474a)

„Wer ist dem HERRN gleich, unserem Gott, der hoch droben thront,der tief hinunterschaut auf Himmel und Erde!
Der aus dem Staub den Geringen aufrichtet.

(Ps. 113, 5-7)
(Ps. 113, 5-7)
sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich.“

(Lehrtext: Philipper 2, 6-7)
am Sonntag, dem 14. August 2022,
in der Dorfkirche Groß Glienicke

Lied: Laudate omnes gentes (EG 789.1)
Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn.
„Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen;
und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern.“
Tu les-ä-tre te sse-lä-bre / le de-sir de tus a-spi-re wär twa. / O …]
Alle Wesen preisen Dich, aller Verlangen langt nach Dir.)
es wird sich lobpreisen jeder, der schwört bei ihm.
unsere Augen sehn stets auf den Herren.)
Herre, wii-ssa mej wä-gen, jö mit hjär-tta ruu.
Herr zeige mit den Weg, gib meinem Herzen Ruh!)
dass du uns diese Nacht
vor allem Schaden und Gefahr behütet hast,
und bitten dich,
du wollest uns diesen Tag auch behüten
vor Sünden und allem Übel,
dass dir all unser Tun und Leben gefalle.
Denn wir befehlen uns,
unseren Leib und Seele und alles in deine Hände.
Dein heiliger Engel sei mit uns,
dass der böse Feind keine Macht an uns finde.

„Jesus Christus, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,

 

Taizé-Andacht

Vorspiel

Begrüßung

Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn. /

Wochenspruch (Lukas 12, 48)

Psalm 63 mit Kehrvers: „O toi“ (Taizé, Text: Gregor von Nazianz)

Ein Psalm Davids, als er in der Wüste Juda war.

[O twa! L’o-de-la de tu / kel e-spri pö te ssä-sir? /

(O Du, der über allem ist, welcher Geist kann Dich fassen?

2 Gott, mein Gott bist Du, den ich suche.

Gedürstet hat nach dir meine Seele,

geschmachtet hat nach dir mein Leib

in einem ausgetrocknetem Land, matt, wo kein Wasser ist.

3 So im Heiligtum habe ich nach dir ausgeschaut,

zu sehen deine Macht und deine Ehre.

4 Denn gut ist deine Huld, mehr als Leben;

meine Lippen sollen rühmen dich.

5 So segne ich dich in meinem Leben,

in deinem Namen erhebe ich meine Hände.

Kehrvers: O toi …

6 Wie mit Fett und Mark sättigt sich meine Seele,

und mir jubelnden Lippen lobpreist mein Mund.

7 Sooft ich deiner gedachte auf meinem Lager,

in den Nachtwachen über dich meditiere:

8 Ja, geworden bist du zur Hilfe mir,

und im Schatten deiner Flügel juble ich.

9 Es hängt meine Seele an dir;

mich hält fest deine Rechte.

Kehrvers: O toi …

10 Sie, die zur Verödung trachten meine Seele,

sie sollen eingehen in die Tiefen der Erden.

11 Man gebe hin jeden einzelnen der Gewalt des Schwertes,

Anteil der Schakale werden sie sein.

12 Doch der König wird sich freuen in Gott, /

Denn gestopft wird der Mund der Lügen-Redner.

Kehrvers: O toi …

Lesung (Jer 1, 4-10)

Und des Herrn Wort geschah zu mir: Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker.

Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung.

Der Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: »Ich bin zu jung«, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der Herr.

Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.“

Lied: Behüte mich, Gott (Taizé)

Evangelium (Mt. 13, 44-46)

„Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker.

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.“

Lied: Oculi nostri ad Dominum Deum (EG 789.5)

(Unsere Augen sehn stets auf den Herren, /

Gedanken zu Psalm 63

Stille

Lied: Herre, visa mig vägen (Taizé, nach Hl. Birgitta)

Herre, wii-ssa mej wä-gen, uk jör mej willig at wandra dän,

(Herr, zeige mir den Weg und mach mich willig ihn zu gehen,

Abkündigungen

Fürbitten (EG 789.6)

Vaterunser

Lied: Bless the Lord (Taizé)

Schlussgebet

Wir danken dir, himmlischer Vater,

Amen

Segensbitte

Lied: Bleib mit Deiner Gnade (EG 789.7)

Nachspiel

Wir danken Susanne Schaak herzlich für die musikalische Begleitung unserer Andacht.

 

Die heutige Kollekte sammeln wir für die Jugendarbeit in unserer Gemeinde.

Icon recommendedGottesdienst zum Schuljahresausgang 2021/2022

Taizéandacht vom Sonntag Exaudi

...am Sonntag Exaudi, dem Sonntag nach Christi Himmelfahrt, dachten wir an eine Zeit in der Ostergeschichte, die merkwürdig ist...

Liebe Brüder und Schwestern,

am Sonntag Exaudi, dem Sonntag nach Christi Himmelfahrt, dachten wir an eine Zeit in der Ostergeschichte, die merkwürdig ist - Jesus ist als Christius aufgefahren, nicht mehr bei den Jüngern, aber der Heilige Geist zu Pfingsten noch nicht angekommen, eine Zeit zwischen Sicherheit und Freude und Unsicherheit und Zweifel. 

Der Wochenpsalm 27 passt hierzu gut mit seinen zwei Teilen, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen wollen, bei dem fester Gewissheit ernste Zweifel folgen. Mit ihm und mit unserem Glauben und Überzeugungen haben wir uns am Sonntag näher auseinandergesetzt, gerade auch in diesen unsicheren und kritischen Zeiten.

Über allem haben wir Lob und Dank an Gott nicht vergessen und uns zusammengefunden zur 

Taizé-Andacht

am 29.05.2022 um 10.30 Uhr

in der Dorfkirche Groß Glienicke

Wer nicht dabei sein konnte oder wollte, findet daher nun hier unter den Gottesdienstterminen die Andacht zum Nachlesen oder Nachspüren.

Salomo sprach: Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?“ (1.Könige 8,27)

Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.
(Lehrtext: 1. Johannes 4,12)

Taizé-Andacht
vom Sonntag Exaudi, 29. Mai 2022,
in der Dorfkirche Groß Glienicke

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Vorspiel

Begrüßung

Icon recommendedLied: Laudate omnes gentes (EG 789.1)

Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn. /
Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn.

Laudate omnes gentes

Wochenspruch (Joh. 12, 32)
Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. 

Anzünden der Kerzen

Psalm 27 mit Kehrvers: „Exaudi“ (Taizé)

1 Der HERR ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten?

Der HERR ist Trutzwehr meines Lebens;
vor wem sollte mir grauen?

2Nahen mir die Bösen, zu fressen mein Fleisch,
meine Bedränger und Feinde wider mich,

müssen sie selber straucheln und fallen.

3 Wenn sich auch lagert wider mich ein Heerlager,
nicht fürchtet sich mein Herz;

wenn sich auch erhebt wider mich Krieg,
darin vertraue ich.

Exaudi…

4 Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne:
dass ich bleibe im Hause des HERRN alle Tage meines Lebens,

zu schauen die Freundlichkeit des HERRN
und bis zum Morgen in seiner Halle.

5 Denn er deckt mich in seiner Hütte am Tag des Bösen, /

er versteckt mich im Versteck seines Zeltes
auf einen Felsen erhöht er mich.

6 Und nun erhebt sich mein Haupt
über meine Feinde, die um mich sind;

so will ich opfern in seinem Zelt Opfer mit Jubel,
will singen und spielen dem HERRN.

Exaudi …

7 Höre, HERR, meine Stimme, wenn ich rufe;

und sei mir gnädig und antworte mir!

8 Dir spricht mein Herz nach:
»Suchen sollt Ihr mein Antlitz.« 

Dein Antlitz, HERR, suche ich.

9 Nimmer verbirg dein Antlitz vor mir,
Nimmer verstoße im Zorn deinen Knecht!
Meine Hilfe bist Du;

Nimmer verstoße mich
und nimmer verlasse mich,
Gott meines Heils!

10 Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,

aber der HERR nimmt mich auf.

Exaudi …

11 Weise mir, HERR, deinen Weg

und leite mich auf ebenem Pfad
um meiner Verleumder willen.

12 Nimmer gib mich preis der Gier meiner Bedränger!

Denn es stehen wider mich auf Zeugen der Lüge
und der da schnaubt Gewalttat.

13 Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde das Gute des HERRN im Lande der Lebendigen.

Exaudi …

14 Harre des HERRN!
Sei stark, und dein Herz straffe sich!
und harre des HERRN!

Icon recommendedLied: Bless the Lord (Taizé)

Lied: Bless the Lord (Taizé)

Lesung (Jer 31, 31-34)

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, / nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der Herr; / sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. / Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den Herrn«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der Herr; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.“

Lied: Behüte mich, Gott (Taizé)

Evangelium (Joh. 16, 5-15)

„Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin? Doch weil ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.

Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht; über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben; über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht; über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist.

Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen.“

Icon recommendedLied: Oculi nostri ad Dominum Deum (EG 789.5)

Unsere Augen sehn stets auf den Herren, /
unsere Augen sehn stets auf den Herren.

Lied: Oculi nostri ad Dominum Deum (EG 789.5)

Gedanken zu Psalm 27

Stille – Musik

 

Icon recommendedLied: Gott, lass meine Gedanken (Taizé, Text nach d. Bonhoeffer)

Abkündigungen

Fürbitten (EG 789.6)

Vaterunser

Icon recommendedLied: Confitemini Domino (Taizé)

Lied: Confitemini Domino (Taizé)

Schlussgebet

Herr,

In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht.
Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht.
Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe.
Ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede.
In mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht, aber du weißt den Weg für mich.

Amen

Segensbitte

Icon recommendedLied: Bleib mit Deiner Gnade (EG 789.7)

Lied: Bleib mit Deiner Gnade (EG 789.7)

Nachspiel

Icon MediaTaizé-Andacht am 23. Januar 2022 um 10.30 Uhr

Liebe Brüder und Schwestern,

"Weise mir Herr, Deinen Weg", "Erhalte mein Herz bei dem einen" - diese Verse aus Psalm 86 kennen viele. Ein Psalm, der Lobpreis Gottes von den Himmeln bis zum "Gruftreich" verbindet mit dem Ruf um Hilfe um Befreiung. 

Ein Psalm, der in unserem Kirchenkalender eingeordnet wird mit Texten, die die Einheit der Christen zu beschwören scheinen und den Glauben außerhalb des Volkes Israel. Durchaus zu Unrecht, wie ich mit unseren Konfirmanden habe erarbeiten können. Es ist ein Psalm, der Menschen über die Schrecken der Kristallnacht und des Holocaust Mut gemacht hat. Ein Psalm, der auch uns helfen kann, Licht zu zeigen gegen Hass und Gewalt. Mit einem geeinten Herz, das Got fürchtet, nicht Menschen.

Und so möchten wir und die Konfirmanden des diesjährigen Konfirmationsjahrgangs Sie und Euch herzlich einladen zur 

Taizé-Andacht

am Sonntag, dem 23. Januar 2022, um 10.30 Uhr

in der Dorfkirche Groß Glienicke

Gemeinsam wollen wir mit Psalm 86 und Gesängen aus Taizé Gott loben und danken, bitten um seine Weisung und hören. Musik erwartet uns ebenso wie Stille.

Selbstverständlich werden wir die Corona-Regeln einhalten. Wir bitten daher alle, die kommen, eine FFP2-Maske mitzubringen und während der Andacht zu tragen. 

Mit herzlichen Segenswünschen

Ihr Moritz Gröning

PS: Für diejenigen, die Corona bedingt nicht kommen können oder wollen, sind die Texte und Lieder hier zu finden.

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„Ich will dem HERRN singen mein Leben lang
und meinen Gott loben, solange ich bin.“
(Tageslosung Psalm 104, 33)

Leidet jemand unter euch, der bete;
ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen.
(Lehrtext, Jakobus 5,13)

 

Taizé-Andacht
am Sonntag, dem 21. Januar 2022,
in der Dorfkirche Groß Glienicke


Icon Media

Vorspiel

 

Begrüßung

 

Lied: Laudate omnes gentes (EG 789.1)

Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn. /
Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn.

 

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Wochenspruch (Lk. 13, 29) gelesen von Ben
Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.

 

Psalm 86 mit Kehrvers EG 789.4: „Halleluja“ (Taizé)

HERR, neige dein Ohr und antworte mir;

denn elend und arm bin ich.

2 Bewahre meine Seele,

denn ein Holder bin ich.

Befreie Deinen Knecht, Du, mein Gott,

der sich verlässt auf dich.

3 Gnädig, sei mir, mein Herr

denn zu Dir rufe ich all den Tag.

4 Erfreue die Seele deines Knechts;

denn zu dir, mein Herr, erhebe ich meine Seele.

5 Denn du, mein Herr, bist gut und gnädig,

von großer Huld allen, die dich anrufen.

6 Vernimm, HERR, mein Gebet

und merke auf die Stimme meines Flehens!

7 Am Tag meiner Not rufe ich dich an;

denn du antwortest mir!

Kehrvers: Halleluja

 

8 Keiner ist Dir gleich unter den Göttern, mein Herr,

und keine gleicht Deinen Taten.

9 Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen

und sich werfen vor Dein Antlitz, mein Herr,
und deinen Namen ehren,

10 Denn groß bist Du und tust Wunder

Du, Gott, allein.

11 Weise mir, HERR, deinen Weg,

dass ich wandle in deiner Treue;

eine mein Herz,

deinen Namen zu fürchten.

12 Ich danke dir, mein Herr, mein Gott, von ganzem Herzen

und ehre deinen Namen ewiglich.

13 Denn groß ist Deine Huld über mir,

und du hast meine Seele errettet
aus der Tiefe des Todes.

Kehrvers: Halleluja

 

14 Gott, es erheben sich die Stolzen gegen mich, /

und eine Rotte von Gewalttätern trachtet mir nach der Seele
und halten sich dich nicht entgegen.

15 Du aber, mein Herr, bist Gott barmherzig und gnädig,

geduldig und groß an Huld und Treue.

16 Wende dich zu mir

und sei mir gnädig;

gib deinen Sieg Deinem Knecht

und befreie den Sohn deiner Magd!

17 Tu an mir ein Zeichen zum Guten,

dass es sehen, die mich hassen, und sich schämen,
weil du, HERR, mir beistehst, und mich tröstest. 

Icon MediaLied: Aber Du weißt den Weg für mich

Icon MediaLesung (Römer 1, 13-17)


Ich will euch aber nicht verschweigen, Brüder und Schwestern, dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen – wurde aber bisher gehindert –, damit ich auch unter euch Frucht schaffe wie unter andern Heiden. Griechen und Nichtgriechen, Weisen und Nichtweisen bin ich es schuldig; darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das Evangelium zu predigen. Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«

Icon MediaLied: Bless the Lord (Taizé)

Icon Media

Icon MediaEvangelium (Mt 8, 5-13)

Als aber Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen.

Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht ge-sund. Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Obrigkeit untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er's.

Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die äußerste Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.

Icon MediaLied: Oculi nostri ad Dominum Deum EG 789.5

Unsere Augen sehn stets auf den Herren, /
unsere Augen sehn stets auf den Herren.

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Icon MediaGedanken zu Psalm 86 – Stille

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Abkündigungen

 

Fürbitten (Kyrie aus EG 789.6 – Taizé)

Wir halten Fürbitte. Als Kehrvers antworten wir mit dem Kyrie:

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Verbunden mit allen, die in Jesu Namen loben und anrufen, beten wir mit den Worten Jesu: Vaterunser

Icon MediaLied: Herre, visa mig vägen (Taizé)

Icon MediaSchlussgebet

Herr, unser Gott, unser Vater

in Jesus Christus, unserem Bruder,
das Licht, das Israel aufgegangen ist, leuchtet nun in der Welt der Völker –
ein Licht, das es mit allen Finsternissen aufnehmen kann in unserem Leben und im Weltgeschehen.

Deine Herrlichkeit erstrahlt in deinem Wort,
in der Tora des Mose, im Evangelium von Jesus Christus.

Wir aber verdunkeln dieses Licht immer wieder,
machen seinen Glanz stumpf,
indem wir versuchen, Israels Licht in den Schatten zu stellen;
indem wir selbst glänzen wollen.

So bitten wir dich:
Öffne unsere Ohren für dein Wort,
öffne die Augen unserer Herzen für seinen Glanz;
lass uns wahrnehmen die Wunder an deinem Gesetz,
an deinem Evangelium,
dass Licht werde – in uns und um uns herum.

Amen.

Icon MediaLied: Bleib mit Deiner Gnade EG 789.7

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Segen

Der HERR segne uns und behüte uns,
Der HERR lasse Sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig,
Der HERR, erhebe Sein Angesicht über uns und gib uns Frieden.

Und der, der Frieden schafft im Himmel, der schaffe auch Frieden für uns, für ganz Israel und für alle Bewohner der Erde!

Nachspiel

Icon recommendedPredigt vom Altjahresabend zu Matthäus 13, 24-30

Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Als nun die Halme wuchsen und Frucht brachten, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: …

Die Knechte haben das Desaster entdeckt und sind erschrocken: Die gute Saat des HERRN ist plötzlich von Unkraut durchmischt. Der Herr weiß, ein Feind hat das getan. Darüber sind seine Knechte nun empört, und voller Tatendrang trachten sie danach, das Unkraut loszuwerden, das dem guten Weizen das Wachsen erschwert. Ich kann ihre Unruhe nachfühlen.

Auch wir machen so unsere leidvollen Erfahrungen mit dem Unkraut; und wir sind empört über diejenigen, die heimlich nächstens dieses Unkraut säten.

Da ist diese eine Kollegin, die es einfach nicht lassen kann, hinter unserem Rücken Gerüchte über uns zu säen. Erst letztens haben wir uns so große Mühe gegeben mit der Vorbereitung einer Veranstaltung und alles wäre ganz reibungslos und fröhlich gelaufen, hätte sie nicht wieder mal böses Blut gesät. Das ist so blöd und ich versteh es nicht! Warum tut sie so was? Meint sie wirklich, sie erstrahlt plötzlich in hellem Licht, wenn sie uns kleinmacht? Ist sie wahrhaft so töricht anzunehmen, dass sie so Freunde gewinnt? Lügen haben kurze Beine; das weiß man doch. Gerüchte erweisen sich meist als solche. Eine Schlange mit gespaltener Zunge hat niemand gern zur Freundin.

Es ist also keine kluge Strategie, sich selbst durch Schädigung anderer emporzurichten. Und dennoch wird diese Strategie ganz häufig angewandt, in vielen sozialen Zusammenhängen, vom Kindergarten und Grundschule an. Kinder halten uns Erwachsenen den Spiegel vor. Sie zeigen uns, wie wir uns verhalten. Mit Kindern arbeiten zu dürfen, ist meistens großartig. Sie sind begeisternd lernfähig, wundervoll kreativ und richtig schlaue Zeitgenossen. Aber es geschieht auch unter ihnen, dass ein Kind einem anderen wehtut. Da nimmt einer dem anderen etwas weg, macht fremdes Eigentum wie Kleidung oder Schulmaterial mutwillig kaputt. Ich gebe zu, das bedrückt mich besonders und ich kann es schwer leiden, wenn Kinder ein anderes hänseln, auslachen, unter Druck setzen. Ich weiß, sie sind noch ganz jung und ihnen ein gutes Beispiel zu geben, lohnt sich umso mehr. Mit ihnen zuallererst müssen wir geduldig sein und ihnen einen großzügigen Vertrauensvorschuss gewähren. Sie sollen den Raum bekommen, den sie für ihre Entwicklung benötigen.

Was mir im Ernstfall hilft, meine Enttäuschung über die Stänkereien zu beherrschen, ist die Erinnerung an eigene schwache Momente. Und da gibt es so einige: In dem einen oder anderen Fall habe ich schließlich auch nicht die ganze Wahrheit gesagt, um weniger schlecht dazustehen; und ich habe neidisch auf dies oder jenes geblickt, was andere haben und und und. Wenn ich ehrlich bin: All die Charakterzüge, die mir bei meinen Mitmenschen nicht gefallen, trage ich auch in mir, den einen mehr, den anderen weniger. In mich selbst hineinspürend erkenne ich: Es ist nicht Bosheit, die ein Kind das andere hänseln und die Kollegin Gerüchte säen lässt. Vielmehr lösen sehr ernst zu nehmende Gefühle wie Neid oder Trauer, oft auch ein schmerzlich empfundener Mangel an Aufmerksamkeit und Liebe solche Schikanen aus. „Schlechten Menschen geht`s immer gut.“, sagen wir gern scherzhaft über uns selbst. Und es ist ein Körnchen wahre Lebenserfahrung darin enthalten. Wir wissen um unsere eigene Unzulänglichkeit.

Im Bild des Gleichnisses gesprochen, bin ich wohl einmal ein empörter Knecht, ein anderes Mal aber auch der Unkraut säende Feind Gottes. Denn entgegen Gottes willen, machen wir uns gegenseitig das Leben schwer oder wir leiden unter den Angriffen derer, die uns bekämpfen.

Gott, der seine Liebe reichlich aussät über uns, lässt es geschehen.

Gott mutet es uns zu, uns zeitlebens mit den schwachen Momenten unserer Mitmenschen auseinanderzusetzen, uns ihnen gegenüber in Geduld zu üben und ihnen Besserung zuzutrauen. Aber auch über uns wird nicht der Stab gebrochen. Auch uns ist die Zeit geschenkt und der nötige Raum, uns zum Besseren zu entwickeln. Wir dürfen aus unseren Fehlern lernen und über uns hinauswachsen. Dabei ist Gott an unserer Seite und sät von seiner Liebe über uns aus.

Das finde ich sehr beruhigend. Jesus malt uns mittels des Gleichnisses Gottes Wesen vor: Bevor Gott über einen Menschen urteilt, sät er Gnade um Gnade und ist uns mit seinem Heil nahe, ein Leben lang. Das tut gut zu hören.

Aber es gibt auch Vergehen, die weitaus schwerer wiegen als Gerüchte zu säen oder jemanden zu hänseln. Ich denke an Menschenrechtsverletzungen, die wir über die Presse erfahren. Politische Führer ihrer Länder, die andere wegsperren und foltern lassen, damit sie ihre Politik der Unterdrückung nicht weiter öffentlich kritisieren können – auch sie kommen damit durch. Und wir sind gezwungen, uns das mit anzusehen. Was ist mit denen, die ganze Völker zu vernichten trachten, die Krieg und Unheil bringen über ganze Erdteile? Sollte Gott ihnen nicht doch den Garaus machen? Ist Gottes Geduld und Vertrauen ihnen gegenüber auch noch berechtigt?

„Da sprachen die Knechte: Sollen wir hingehen und das Unkraut ausjäten?“ Der HERR antwortet ihnen: „Nein, damit ihr mit ihm nicht auch den Weizen ausreißt. Lasst beides wachsen bis zur Ernte.“ Das Unkraut im Gleichnis ist kein gewöhnliches sich selbst aussähendes. Ein Feind sät es heimlich in der Nacht und es wächst gleichzeitig mit dem Weizen. Mit diesem Unkraut war vermutlich Lolch gemeint, das sogenannte Tollkraut, eine gemeiner Weise auch noch giftige Pflanze. Es vom Weizen zu sondern, ist sehr schwierig, weil die Wurzeln beider Pflanzen ineinandergreifen und das Erscheinungsbild der Pflanzen sich so ähnelt. Wenn die Frucht sich allerdings ausbildet, ist das Tollkraut ganz leicht an seinen schwärzlichen Körnern zu erkennen. Wenn es bei der Ernte geschnitten wird, kann beides recht leicht voneinander getrennt werden.

Gott schützt die gute Saat, indem er auch das Unkraut wachsen lässt, bis zur Ernte. Am Tag der Ernte aber kommt alles ans Licht. Dann wird Gott Gerechtigkeit walten lassen. Bis dahin aber wächst beides zugleich: gute Saat und Unkraut und so muss es sein, denn eine Aussonderung ist uns Menschen nicht möglich.

Mit diesem Gleichnis dockt der Evangelist Matthäus inhaltlich an die Warnung vorm Richten aus der Bergpredigt an: „Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet!“ (Mt.7) Denn wer richtet, macht sich evtl. schuldig und damit unglücklich. Wir Menschen sind nicht dazu imstande zu entscheiden, wer überwiegend Gottes Freund und wer überwiegend Gottes Feind ist, denn das übersehen wir nicht. Die guten und bösen Mächte sind ineinander verwoben: in der Welt und auch in uns. Und darum tun wir gut daran, das Urteil Gott zu überlassen und dürfen das auch. Gott entbindet uns von einer Verantwortung, der wir nicht gewachsen sind.

Liebe Gemeinde;

heute Abend schließen wir das Jahr 2021 ab. Was wir an Lasten mitbringen, dürfen wir vor Gott ablegen und frei und fröhlich auf das Neue zugehen. Dabei sollten wir sehen, dass wir uns nicht von vornherein überfordern mit übertriebenen Ansprüchen an uns selbst und unsere Mitmenschen. Denken wir an Jesu ermutigende Worte: Vor Fehlern gefeit sind wir alle nicht, aber an unserer Unzulänglichkeit müssen wir nicht zerbrechen. Gott hat unendlich viel Geduld mit uns. Er schenkt uns Zeit, damit wir lernen und über uns hinauswachsen können und beschenkt uns immer wieder mit seiner Liebe. Ich kann mir vorstellen, dass Gott sich freut, wann immer wir, durch seine Liebe gestärkt, unseren Mitmenschen gegenüber gnädig sein können. Amen. 

Icon recommendedUnser Krippenspiel 2021 - für Sie und Euch

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leser,

wir wissen, dass es auch in diesem Jahr viele Menschen geben wird, die keinen Gottesdienst besuchen mögen aufgrund der Gefährdungslage und es vielleicht einfach auch nicht können.

Einen Online-Gottesdienst finden Sie daher nun an dieser Stelle zum Heiligen Abend ab der Zeit der Uraufführung des Krippenspiels in der Dorfkirche Groß Glienicke für einige Tage für alle Daheimgebliebenen, für alle, die noch einmal nachhören oder nachspüren möchten.

Freuen Sie sich auf die Darsteller von heute wie vor 2000 Jahren:

Maria und Josef
Marias Cousine Elisabeth
einen Engel
mit Wirten und Hirten.

Wir freuen uns über Ihr und Euer Interesse und wünschen ein gesegnetes Weihnachtsfest 2021!

Icon recommendedUnser Weihnachtsgottesdienst mit Krippenspiel

Playlist (Youtube – ev. Kirche GG)

https://www.youtube.com/playlist?list=PLN9qWVmauzFTjWOFc02Ytk1hCN70a56ZO

Einzelvideo - Link:

01 - Orgel: Johann Anton Kobrich - Pastorelle                              youtu.be/UBhLelmQ-Nw (vorab öffentlich)

02 - Begrüßung, Votum, Gebet                                                       youtu.be/bzx-FeZTvKo

03 - EG 13 - Tochter Zion, freue dich                                              youtu.be/b3kSxiUeKUk

04 - Krippenspiel: Teil 1                                                                   youtu.be/y1z_afknLtw

05 - Krippenspiel: Teil 2                                                                   youtu.be/zXASDEPRsZg

06 - Krippenspiel: Teil 3                                                                   youtu.be/VSNoOMiEL9o

07 - Christmas Carol - God rest ye merry, gentlemen                  youtu.be/COT4scxbLTg

08 - Fürbitte & Vater Unser                                                             youtu.be/LKcn7pmEN14

09 - EG 44 - O du fröhliche                                                              youtu.be/EU4OP_DH1r0

10 - Segen                                                                                         youtu.be/EZsfeD4H8js

11 - EG 46 - Stille Nacht, heilige Nacht!                                         youtu.be/ShY-a7JgpZo

12 - Orgel: Gregor Schreyer - Pastorella                                        youtu.be/kGder1YuLJk

Icon recommendedGottesdienst zum Zweiten Advent

Sie konnten den Gottesdienst zum 2. Advent nicht besuchen?

Für die vielen Zuhause-Gebliebenen findet sich hier der Link, für ein wenig Teilhabe.

Bitte folgen Sie dem untenstehenden Link oder kopieren ihn.

Im Gottesdienst wirkten mit: viele Reli-Kinder der Grundschule Hanna von Pestalozza

Solist am Klavier: Matthes R.
Solistin an der Geige: Flora S.
Musikalische Umrahmung (Orgel und Klavier): Max Tutzschke
Lesungen: Hedda und Paula W.
Abkündigungen: B. Radtke
Leitung und Gesang: Pfrn. Ute Hering

Icon recommendedTaizé-Andacht am Sonntag, dem 7. November 2021 um 10.30 Uhr

Liebe Schwestern und Brüder,

"Dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen" - die Standardübersetzung von Psalm 85 ist romantisch und verführt zum Beginn der Friedensdekade leicht zu Wohlfühlrhetorik. Dass unsere Perikopenordnung den ersten Teil des Psalms weglässt, tut dazu ein Übriges. Dabei hat der Psalm viel mehr zu bieten und zeigt, dass Gottes Dimensionen viel komplexer sind als gedacht, aber das zeigt sich erst bei genauerem Hinsehen.

So möchten wir Sie und Euch einladen, den Weg mitzugehen in das Spannungsfeld von Huld und Treue, Gerechtigkeit und Friede, Gott und Menschen, bei der nächsten

Taizé-Andacht

am Sonntag, dem 7. November 2021, um 10.30 Uhr

in der Dorfkirche in Groß Glienicke  

Gemeinsam wollen wir mit Psalm 85 und Gesängen aus Taizé Gott danken, ihn loben, bitten, ihn uns weisen lassen und hören, was Er uns zu sagen hat. Und singen, gerne auch mehrstimmig! Musik erwartet uns ebenso wie Stille!

Mit herzlichen Segenswünschen,

Ihr/Euer 

Moritz Gröning

PS: Für alle, die morgen nicht zur Andacht kommen können oder (mit Blick auf Corona) wollen, findet sich das Programm auch auf unserer Website!
PPS: An dieser Stelle möchte ich auch hinweisen und einladen zur Veranstaltung des Alexander-Hauses und der Leo Baeck Foundation "Erinnern in Relation - Perspektiven auf den 9. November" am 9. November 2021, 17.00 Uhr, am Alexander-Haus (https://alexanderhaus.org/news/2021/11/5/invitation-to-the-event-remembering-9th-novembereinladung-zur-veranstaltung-erinnern-in-relation)

Icon recommendedReformationsgottesdienst +++ vom 31. Oktober 2021 +++ Dorfkirche

Glocken

Vorspiel

Votum & Begrüßung

Lied: EG 445, 1-5: Gott des Himmels und der Erden

Worte aus Psalm 31 :

Leitvers (mit Gemeinde):

Du bist mein Fels und meine Burg,

mein Gott, auf den ich traue.

Gott, dir vertraue ich.

Lass mich nicht verloren gehen.

Lass mich nicht herausfallen aus deiner Liebe.

Schenk mir dein Ohr.

Sei meine Hilfe.

Sei mein Zuhause, auf das ich bauen kann.

Leitvers (mit Gemeinde):

Du bist mein Fels und meine Burg,

mein Gott, auf den ich traue.

Du bist der Ort in meinem Leben,

an den ich immer wieder zurückkehren kann,

der Ort, der bleibt,

der fest ist.

Nimm mich an die Hand

und leite mich um deines Namens willen.

In deine Hände befehle ich mich.

Du hast mich erlöst, treuer Gott.

Meine Zeit steht in deinen Händen.

Leitvers (mit Gemeinde):

Du bist mein Fels und meine Burg,

mein Gott, auf den ich traue. Amen.

Ehr sei dem Vater …

Eingangsgebet (mit Motiven aus Psalm 31)

Kyrie

Gnadenspruch & Gloria

Liedstr.: EG 179,2: Wir loben, preis`n, anbeten dich …

lit. Gruß: Der Herr sei mit euch.

Tagesgebet

Bläser (instrumental): Ein feste Burg (EG 362-spätere Form)

Epistel:

Die Epistel für den heutigen Sonntag steht im Brief des Paulus an die Römer im 3. Kapitel. Verse 21-28

21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.
22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: 23 Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. 25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt zur Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher begangen wurden 26 in der Zeit der Geduld Gottes, um nun, in dieser Zeit, seine Gerechtigkeit zu erweisen, auf dass er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist aus dem Glauben an Jesus. 27 Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. 28 So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.

Hallelujavers:

Halleluja. Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.

Halleluja.

Worte der Heiligen Schrift.

Alle: „Gott sei Lob und Dank“.

Halleluja.

Lied: Halte deine Träume fest (Liedblatt)

Evangelium: Matthäus 5, 1-12 (in moderner Form, von den Konfis vorgetragen

Credo-Lied: SJ 48: Wir glauben Gott ist in der Welt

Predigt zu Galater 5,1.13-15 (im Dialog)

Lied: EG 341, 1-4: Nun freut euch, lieben Christeng´mein

Abkündigungen

Lied: EG 362 (spätere Form): Ein feste Burg

Fürbitten & Vater unser

Lied: EG 421 (andere Form): Verleih uns Frieden

Segen

Nachspiel

Martin Luther hat die „Freiheit eines Christenmenschen“ für sich entdeckt und seine Glaubensgeschwister dazu eingeladen, aus diesem Bewusstsein heraus zu leben.

Aber was bedeuten uns heute seine Gedanken zur Freiheit?

Viele Gottesdienstbesucher waren mit uns auf Entdeckungsreise!

 

 

Der Gottesdienst mit dem Motto "Von Wut zu Mut-von Wutanfall zum Mutanfall" entstand im Religionsunterricht der Hanna von Pestalozza Grundschule und unter Einbeziehung der Statements, Geschichten und Bilder der Relikinder der Klassen 1- 6. Im Vorfeld wurden die biblischen Berichte von Himmelfahrt (Beauftragung der Jünger) und Pfingsten( Erfüllung mit dem Heiligen Geist) intensiv erarbeitet. Wie die vertrauten Männer und Frauen aus ihrem ganz persönlichen Lockdown herauskamen und was es braucht, damit auch wir die Folgen des Coronaschuljahres und des Lockdowns gut verarbeiten und schließlich überwinden können - das ist das Thema und das Anliegen des Gottesdienstes.

www.youtube.com/watch

An der Orgel spielt Susanne Schaak.

Lesung und Abkündigungen: Herr Dr. Stettberger, GKR

Leitung und Predigt: Pfrn. Ute Hering

Der Gottesdienst wurde am 13. Juni 2021 gefeiert

Icon EventsOsternacht 2021 +++ Onlineangebot

Anima Christi (Marco Frisina) * Projektchor 

Icon recommendedBegrüßung und Gebet +++ Wort der Nacht

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offenbarung 1,18)

Ich begrüße Sie herzlich zu unserer digitalen Osternacht und lade Sie ein, mit uns liturgisch den Sieg der Liebe über den Tod zu feiern, den Morgen einer neuen Schöpfung, die aufsteht aus dem Dunkel des Grabes.

Wenn Sie eine Kerze haben, nehmen Sie sie zur Hand, damit auch Sie während dieser Andacht ein Licht entzünden können.

Icon recommendedProjektchor * O Haupt voll Blut und Wunden (Satz: J. Crüger)

Icon recommendedBetrachtung und Lesung

Einst schuf Gott Himmel und Erde und alles, was darinnen ist; auch schließlich den Menschen – männlich und weiblich – zu seinem Ebenbild und als seine Stellvertreter auf Erden. Aber wir Menschen sind unserer Verantwortung füreinander und für Gottes ganze Schöpfung nicht gut nachgekommen. Wir konnten zwar unterscheiden zwischen dem, was gut und dem, was schädlich ist; gaben aber viel zu oft nur unseren eigenen Bedürfnissen nach. Da bereute Gott, was er geschaffen hatte, plante das Übel bei der Wurzel zu packen und die Menschen auszurotten. Gott schickte eine große tödliche Flut. Noah aber durfte überleben. In seiner Arche fanden er und seine Familie und alle Arten von Tieren Platz. Nach der großen Sündflut baute Noah Gott einen Altar und dankte für das Überleben. Und Gott beschloss: So eine furchtbare Strafe soll nicht noch einmal über die Menschen kommen, so streitsüchtig und unbarmherzig sie auch sind. Solange die Erde steht, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Als Zeichen seines Versprechens setzte Gott den Regenbogen an den Himmel. An diese Zusage Gottes denken wir heute Nacht, in der uns Gott eine neue Verheißung schenkt: Wenn wir unser Leben an das Leben Jesu knüpfen, der den Tod hinter sich ließ, dann werden wir nie verloren gehen.

Icon recommendedProjektchor * Im Dunkel unsrer Nacht (Taizé)

Icon recommendedBetrachtung * Lesung * Entzünden der Osterkerze

Einst erging an Jona das Wort des HERRN: Mache dich auf und gehe in die große Stadt Ninive und predige gegen sie, denn ihre Bosheit habe ich gesehen. Doch Jona wollte kein Todesengel Gottes sein. Ihn packte die Furcht und er rannte vor Gottes Auftrag davon. Als das Schiff, auf dem er floh, in Seenot geriet, warfen die Matrosen den armen Jona ins Meer. Gott sandte ihm einen großen Fisch und in der Nacht des Fischbauchs singt Jona – so als wenn er schon errettet wäre:

Ich rief zum HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir.

Ich schrie aus dem Rachen des Todes und du hörtest meine Stimme.

Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer, dass die Fluten mich umgaben.

Alle deine Wogen und Wellen umgaben mich.

Ich dachte: ich bin von deinen Augen verstoßen.

Ich werde deinen heiligen Tempel nie mehr sehen.

Wasser umgaben mich bis an die Kehle;

die Tiefe umringte mich, Schilf bedecket mein Haupt.

Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!

Als meine Seele verzagte, gedachte ich des HERRN.

Mein Gebet kam zu dir in deinem heiligen Tempel.

Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen.

Meine Hilfe ist bei dem HERRN.

Gott schenke uns solches Vertrauen in Gottes Hilfe, wenn wir im Dunkel sind!

Wenn Sie können, entzünden Sie mit uns eine Osterkerze!

Ostern, das ist Gottes unwiderrufliches Ja zum Leben. Um Christi willen steht unser sterbliches Leben unter diesem mächtigen Ja. Auch wenn wir im Verlauf unseres Lebens viele Nein-Rufe hören: Der Ostermorgen kündet uns davon, dass Gottes Ja über unser Leben gesprochen ist. Aus Gottes Ja zu uns leben wir und seit dem ersten Ostermorgen gilt es uns auch über unser irdisches Leben hinaus. 

Die Ostergeschichten der Evangelien erzählen davon auf ihre Weise. Auf den Zusammenbruch jeglicher Perspektive, auf Trauer und Entsetzen folgt Gottes neue Schöpfung. Mitten in das Dunkel der Nacht fällt der erste Strahl des neuerwachenden Tages. Langsam, aber sicher, weichen Finsternis und Schrecken. Das Licht der Auferstehung lässt neu und gut werden, was dem Untergang nahe gewesen zu sein schien. Am Ostermorgen werden die Frauen zu den ersten Verkündigerinnen dieses unglaublichen Geschehens. Jesus, der tot und begraben lag, ist auferstanden. Er lebt. Fürchtet euch nicht!

Icon recommendedLesung aus dem Evangelium nach Lukas

Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein weggewälzt von dem Grab und gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesus nicht. Und als sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer in glänzenden Kleidern. Sie aber erschraken und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war und sprach: Der Menschensohn muss überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder weg vom Grab und verkündigten das alles den Elf und allen andern Jüngern. Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und die andern Frauen mit ihnen; die sagten das den Aposteln. Und es erschienen ihnen diese Worte, als wär's Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab und bückte sich hinein und sah nur die Leinentücher und ging davon und wunderte sich über das, was geschehen war.

Icon recommendedMoritz Gröning * Exsultet (Dt. Text: Norbert Lohfink, V. 1-4)

Icon recommendedProjektchor * Christus, dein Licht (Taizé)

Icon recommendedLesung aus dem Evangelium nach Lukas

Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa sechzig Stadien entfernt; dessen Name ist Emmaus. Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen. Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und allem Volk; wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben. Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen ist. Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe. Und einige von denen, die mit uns waren, gingen hin zum Grab und fanden's so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war. Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen. Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren; die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen. Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, da er das Brot brach.

Icon recommendedIch lade Sie nun ein zum Gebet

Guter Gott, Barmherziger, mitten hinein in eine vom Tod bedrohte Welt hören wir den Ruf: „Jesus ist auferstanden.“ Zuerst hörten es die Frauen am Grab, dann sind die Jünger dem Auferstandenen begegnet. Sie hielten sich mit ihrer Freude nicht zurück, gingen hinaus zu den Menschen und breiteten das Wort aus.

Lass diesen Ruf auch uns hier und heute erreichen, die wir zusammenkommen oder zu Hause vor dem Bildschirm der Osternachtsandacht folgen. Lass auch uns neu aufbrechen zum Leben hin, hilf uns überwinden, was uns gefangen hält. Schenke uns Mut, darauf zu vertrauen, dass du stärker bist als alle Todesmächte.

Darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen. 

Icon recommendedMoritz Gröning * Resurrexi (Gregorianischer Introitus)

Icon recommendedBetrachtung

Was bedeutet uns Ostern? Mehr als ein Frühlingsfest, mehr als ein Osterspaziergang durch die zu neuem Leben erwachende Natur. Ostern will erlebt, erfahren und ersungen werden. Die Osterfreude will sich mitteilen.

Ostererfahrungen, das sind Erfahrung von Durchbrüchen – durch Mauern der Einsamkeit, durch Täler der Schmerzen, durch Räume der Angst, der Überforderung und des Entsetzens. Unser Osterglaube kann bruchstückhaft und unvollkommen sein. Es kommt nicht auf einen Glauben an, der keinen Zweifel kennt. In den Berichten der Evangelien erfahren wir wieder, worauf es ankam und noch heute ankommt: darauf, dass wir uns anreden lassen vom Auferstandenen. Auch für uns hat er den Tod erlitten, auch uns will er mit auf den Weg seines Lebens nehmen. Er gibt uns nicht verloren, so sehr wir uns auch von ihm entfernt haben mögen.

Ostern macht uns zu Protestleuten gegen den Tod. Ostern ist aktive Hilfe zum Leben. Dietrich Bonhoeffer hat in seiner Ethik diese österlichen Worte gefunden: „Wo aber erkannt wird, dass die Macht des Todes gebrochen ist, wo das Wunder der Auferstehung und des neuen Lebens mitten in die Todeswelt hineinleuchtet, dort verlangt man vom Leben keine Ewigkeiten, dort nimmt man vom Leben, was es gibt, nicht alles oder nichts, sondern Gutes und Böses, Wichtiges und Unwichtiges, Freude und Schmerz, dort hält man das Leben nicht krampfhaft fest, aber man wirft es auch nicht leichtsinnig fort, dort begnügt man sich mit der bemessenen Zeit und spricht nicht irdischen Dingen Ewigkeit zu, dort lässt man dem Tod sein begrenztes Recht, das er noch hat.“

Lassen Sie uns einstimmen in den Jubel der Jüngerinnen und Jünger. Halten wir auch unsere Freude nicht zurück und antworten auf den Osterruf mit dem Gotteslob: Gelobt sei der HERR!

Der HERR ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.

Icon recommendedProjektchor * Christ ist erstanden (EG 99)

Icon recommendedProjektchor/ Stettberger/ Heiden * Großer Gott, wir loben dich EG 331

Icon recommendedLasset uns Fürbitte halten und beten

Gott, du lässt es Ostern werden. Auch in diesem Jahr lädst du uns ein zum Fest des Lebens als Aufstand gegen den Tod – du weißt, wie verhalten unsere Freude noch ist, wie sehr uns die erneuten Kontaktbeschränkungen betrüben, weil wir Oma und Opa vielleicht wieder nicht sehen, unsere Eltern, unsere Kinder und Enkel. Du weißt, wie sehr uns die Sorge umtreibt um die eigene Gesundheit und um die, die uns anvertraut sind. Reiß uns heraus aus den trüben Gedanken und befreie uns zur Hoffnung des Lebens mit dir an unserer Seite.

Gott, du lässt es Ostern werden in dieser Welt. Du lädst uns ein zum Fest der Freude als Aufstand gegen das Leid. Wir denken vor Dir an die Opfer der Pandemie in unseren Familien, in unserer Region, in unserem Land und in anderen Ländern. Wir denken aber auch an die Opfer der gegenwärtigen Kriegsschauplätze und an die Opfer der jüngsten Terroranschläge. Mach deine Christenheit überall in der Welt erneut zu Botschaftern des Lebens gegen Neid, gegen Hass und Streit, gegen Fanatismus und Verzweiflung. Wir bitten dich um Heilung und Frieden.

Gott, lass uns immer neu das Geheimnis von Ostern ahnen und entdecken inmitten unseres Alltags. Wir trauen dir zu, dass du uns verwandelst. Nimm uns hinein in deinen Sieg des Lebens über den Tod; lass uns ganz aus dieser Hoffnung leben. Hilf uns, auch unter den erschwerten Bedingungen großer Vorsicht, denen nahe zu sein, die uns nötig haben. Und lass dein Licht leuchten in alle Dunkelheiten: Tröste, die Leid tragen. Komm den Sterbenden zu Hilfe, erweise die Macht deines Lebens an uns und an ihnen allen, für die wir dich bitten.

Unsere persönliche Fürbitte legen wir mit hinein in das Gebet, das Jesus uns zu beten lehrte:

Vater unser …

Gehen Sie in diesen neuen Ostermorgen mit Gottes Segen:

Der Herr segne Dich und behüte Dich,

der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig,

der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden.

Icon recommendedMichael Stettberger/ Dietmar Heiden * Trumpet Voluntary (John Stanley)

Icon EventsTaizé-Andacht zum Sonntag Reminiscere

So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir.
(Tageslosung, Jes. 43, 5)

Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht.
Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.
Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen.
Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um.
(Lehrtext, 2. Korinther 4, 8-9)

 

Taizé-Andacht
am Sonntag Reminiscere,
dem 28. Februar 2021,
in und aus der Dorfkirche Groß Glienicke

www.kirche-gross-glienicke.de


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Vorspiel

 

Begrüßung

Wir begrüßen Sie herzlich zu unserer Taizé-Andacht, diesmal „hybrid“ in und aus der Dorfkirche Groß Glienicke. Vorsicht bleibt geboten, aber wir wollen gemeinsam feiern. Gemeinsam singen dürfen wir nur sehr begrenzt, klingen soll es dennoch. Zum Mitlesen und (zuhause) zum Mitsingen finden Sie alle Texte, die wir heute in der Kirche sprechen und die Lieder verlinkt.

Wir beginnen mit dem Lied

Lied: Laudate omnes gentes (EG 789.1)

Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn. /
Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn.

Icon recommendedWochenspruch

Der Wochenspruch steht im Römerbrief (5, 8) und lautet:    
Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

Icon recommendedIntroitus Reminiscere

Psalm 25 begegnet uns seit alters her in der Fastenzeit – nach seinem Vers 6 hat der Sonntag seinen Namen. Hören wir ihn als Introitus

Icon recommendedPsalm 25

Wir beten gemeinsam den Wochenpsalm. Im Psalm geht es viel um Wege, und wir sind in der Fastenzeit auf dem Weg. Als Kehrvers antworten wir mit dem Taizélied „Herre, visa mig vägen“ nach Worten der Heiligen Birgitta, allerdings auf deutsch.

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1 Zu Dir, HERR, erhebe ich meine Seele.

2 Mein Gott, auf dich vertraue ich,

lass mich nicht zuschanden werden,

lass nicht jauchzen meine Feinde über mich!

3 Gar alle, die auf dich harren, werden nicht beschämt;

es werden beschämt, die treulos handeln ohne Ursache.

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

 

4 Deine Wege, HERR, tue mir kund,

deine Pfade lehre mich!

5 Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich,

denn du bist der Gott meines Heils;
auf dich harre ich den ganzen Tag.

6 Denke an deine Erbarmungen, HERR,

und an deine Gnadenerweise;
denn sie sind von Ewigkeit her.

7 An die Sünden meiner Jugend
und meine Vergehen denke nicht;

nach deiner Gnade gedenke du meiner,
um deiner Güte willen, HERR!

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

8 Gütig und gerade ist der HERR;

darum unterweist er die Sünder in dem Weg.

9 Er leitet die Sanftmütigen im Recht

und lehrt die Sanftmütigen seinen Weg.

10 Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Treue denen,

die seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren.

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

11 Um deines Namens willen, HERR,

vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß.

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

 

12 Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet?

Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.

13 Seine Seele wird im Guten wohnen,

und seine Nachkommen werden das Land besitzen.

14 Der HERR zieht ins Vertrauen, die ihn fürchten,

und sein Bund dient dazu, sie zu unterweisen.

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

 

15 Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet;

denn er, er wird meine Füße aus dem Netz lösen.

16 Wende dich zu mir und sei mir gnädig,

denn einsam und elend bin ich.

17 Die Enge meines Herzens mache weit,

und führe mich heraus aus meinen Bedrängnissen!

18 Sieh mein Elend an und meine Mühsal,

und vergib alle meine Sünden!

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

 

19 Sieh meine Feinde an, wie viele sie sind,

mit gewalttätigem Hass hassen sie mich.

20 Bewahre meine Seele und rette mich!

Lass mich nicht zuschanden werden,
denn ich berge mich bei dir.

21 Lauterkeit und Redlichkeit mögen mich behüten,

denn ich harre auf dich.

22 Erlöse Israel, Gott, aus allen seinen Nöten!

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

Icon recommendedLesung

Die Lesung für den heutige Sonntag finden wir im Buch Jesaja:

Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg.

Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte.

Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte? Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er kahl gefressen werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen.

Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas seine Pflanzung, an der sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit.“ (Jes. 5, 1-7)

Icon recommendedEvangelium

Wir hören im Evangelium nach Johannes (3, 14-21):

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

 

Wir singen nach Worten des 25. Psalm, im Vorgriff auf Oculi, das 

„Unsere Augen seh’n stets auf den Herren, /
unsere Augen seh’n stets auf den Herren.“

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Gedanken zu Psalm 25

Stille – Musik

Abkündigungen

Gemeinsam halten wir Fürbitte. Ich trage die Fürbitten vor. Als Kehrvers antworten wir mit dem Kyrie:

(https://www.youtube.com/watch?v=cm4AiBjlu9c)

Ewiger Gott, Vater aller Menschen, voll Gerechtigkeit und Erbarmen, wir klagen Dir das Leid unserer Schwestern und Brüder:

Deine Kinder werden vertrieben, geschändet, getötet.
Schutzlos sind sie den Gewalttätern ausgeliefert.
Die Flüchtenden sind oft mittellos und ihrer Zukunft beraubt. Ihre Nachbarn haben sie verraten, ihre Häuser sind zerstört, ihre Kirchen verbrannt.

Wir bitten Dich:

Tritt den Gewalttätern entgegen. Öffne die Augen der Verblendeten. Wende die Herzen der Mörder.

Kyrie

Ermutige die Großen der Welt, einzugreifen und die Schwächsten zu schützen.

Kyrie

Hüte die Flüchtlinge. Stärke die Helfer. Stifte Verstehen, wo in der Welt Flüchtlinge Zuflucht finden.

Kyrie

Lass Hoffnung auf Frieden und Heimkehr nicht zuschanden werden. Steh Deinen Getreuen bei. Lass ihr Zeugnis nicht vergeblich sein.

Kyrie

Dein Sohn hat im Weg des Leidens die Spur zum Leben gelegt. Er hat die Friedensstifter seliggepriesen.

Mit ihm und verbunden mit allen, die in Jesu Namen loben und anrufen, beten wir mit den Worten Jesu: Vaterunser

Wir singen noch einmal das Lied

 

Icon recommendedSchlussgebet

Barmherziger Gott,

zu Dir erheben wir unsere Seelen, auf Dich vertrauen wir.

Du lässt nicht beschämt werden, die auf dich harren. Lass auch uns nicht zuschanden werden auf unserem Weg in der kommenden Woche.

Deine Wege, HERR, tue uns kund und Deine Pfade lehre uns. Lass uns und alle Treuen auf ihnen sicher gehen. Leite uns in Deiner Wahrheit und lehre uns, denn Du bist der Gott unseres Heils.

Denke an deine Erbarmungen, HERR, und deine Gnade, denn sie sind von Ewigkeit her. Lass sie uns in dieser Woche nicht fehlen.

Amen

Icon recommendedSegensbitte

Und so bitten wir um den Segen des Herrn:

HERR, segne uns und behüte uns,
HERR, lasse Dein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig,
HERR, erheb Dein Angesicht über uns und gib uns Frieden.

Und der, der Frieden schafft im Himmel, der schaffe auch Frieden für uns, für ganz Israel und für alle Bewohner der Erde!

Amen

Ihnen und Ihren Familien eine gesunde, gesegnete Woche! 

Icon recommendedNachspiel

Nachspiel

Icon EventsFamiliengottesdienst zur Jahreslosung vom 31.01.2021

Icon recommendedEvangelium (und Predigttext) Lukas 8,4-8

Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus jeder Stadt zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis:

Es ging ein Sämann aus, zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen´s auf.

Und anderes fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten´s. Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht.

Da er das sagte, rief er:

Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Icon recommendedPredigt zu Lukas 8,4-8

Dies Gleichnis von einem Sämann und seiner Saat ist besonders anschaulich. Wir müssen nicht sonderlich mit den Regeln der Landwirtschaft vertraut sein, um uns vorzustellen, wie schwer es der Same hat, der am Weg landet und auf dem Fels und unter den Dornen. In allen drei Fällen sind die Chancen verschwindend klein, dass der Same aufgeht. Die Bedingungen sind einfach zu schlecht. Allein die Saat auf gutem Land wird sehr wahrscheinlich gedeihen.

Als Hörerin dieses Gotteswortes frage ich mich unwillkürlich, worin der Sinn einer solchen Aussaat besteht. Was ist das für ein Sämann, der so schlecht mit der kostbaren Saat haushaltet? Warum wirft er jeweils ein ganzes Viertel unter die Dornen, auf felsigen Untergrund und neben den Weg? Eine Verschwendung! Dabei ist er der Fachmann. Er weiß, dass der Same gutes Land braucht, um zu leben: feuchten, nährstoffreichen, lockeren Boden ohne Unkraut. Doch als ob ihm das völlig gleichgültig wäre, streut er sein Saatgut scheinbar wahllos durch die Gegend. Das anschauliche Gleichnis ist doch nicht so einfach zu verstehen! Es braucht einen Schlüssel fürs Verständnis. Darum hat der Evangelist Lukas der Gleichnisrede eine Erklärung folgen lassen, die uns Hörenden das geheimnisvolle Handeln des Sämanns „aufschließt“. Die Erklärung besagt: Der Sämann ist Jesus. Die Saat ist Gottes Wort. Wir aber sind das vierfache Land. Auf vierfache Weise hören wir. Meistens trifft Gottes Wort uns, ohne in uns einzudringen oder Wurzeln zu schlagen. Nur selten sind wir gutes Land für die kostbare Saat, die Jesus so verschwenderisch über uns ausstreut.

So „aufgeschlossen“, ergibt die Handlung viel mehr Sinn. Jesus ist der Fachmann für Gottes Wort. Er weiß, dass wir uns ihm so oft verschließen. Wie traurig das ist, wird im Gleichnis deutlich anhand seiner bildstarken Verben. Gottes Wort, das tief in uns wurzeln, genährt werden und zur vollen Frucht gelangen sollte, wird zertreten oder aufgefressen. Es verdorrt oder wird erstickt. So achtlos und schlecht gehen wir mit der kostbaren Gabe um und so verfehlt sie ihre Bestimmung, „unseres Fußes Leuchte und das Licht auf unserem Weg“ zu sein, wie es im Antiphon zu unserem Wochenpsalm heißt. Notwendig haben wir Stärkung und Begleitung durch Gottes Wort und doch nehmen wir es so wenig an. Das stimmt mich nachdenklich, was wiederum zeigt, dass es stimmt. Lukas trifft mit der Komposition von Jesu Gleichnisrede und Erklärung einen empfindlichen Nerv, wie ich meine. Sie verweist uns indirekt auf das erste Gebot, das wir so oft nicht in der Lage sind zu erfüllen. Immer wieder meinen wir oder lassen uns von anderen darin überzeugen, dass wir alle Verantwortung für unser Leben selbst tragen sollten, ohne Gottes Hilfe. „Die Gottheit brauchen nur schwache Gemüter“, hören und glauben wir. Gott zeigt uns mit seinem Gebot den lichteren Weg auf. Er sagt: „Ich liebe dich und du darfst mich auch lieben. Solange ich in deinem Herzen einen unverrückbaren Platz habe, kann nichts Übles deiner Seele schaden.“ Wo Gott wohnt, haben Lug und Betrug und Gewalt keine Chance. Schade, dass wir anderen Mächten meistens mehr vertrauen und Gottes liebevolles Angebot mit Füßen treten!

Gerade leben wir in einer Zeit, in der Orientierung besonders Not tut. Geduldig zwar und verständig nehmen viele von uns Einschränkungen und Schwierigkeiten hin, dankbar, dass es uns nicht noch schlimmer getroffen hat. Aber die ganze Sache dauert lange und die Ungewissheit geht auf die Nerven. Die Gefahr ist unsichtbar und doch fast allgegenwärtig. Das macht schon Angst. In dieser Situation möchte ich gern überzeugende Worte finden und weitersagen, die trösten und tief eindringen; Worte, mit denen wir uns gegenseitig versichern können, dass Gottes Liebe das treue Unterpfand ist, dessen wir uns ganz gewiss sein können und dass Gottes Segen nie versiegt. Jedoch Worte zu finden, die das verdeutlichen, ist nicht leicht. Nur mit ganz viel Glück sind meine / unsere persönlichen Worte genau die richtigen für das Gegenüber, denn unsere Wahrnehmung sowie unsere Erkenntnis, unser Einfühlungsvermögen und unsere Sprachfähigkeit sind beschränkt.

Und wieder zeigt sich: Die Bibel ist eine Schatztruhe voll starker und stärkender Symbole.

Die darf ich mir / die dürfen wir uns leihen, besonders dann, wenn es schwer fällt, mit eigenen Worten zu trösten und Mut zu machen.

Das heutige Gleichnis hält schließlich einen großen Trost bereit, indem es symbolhaft aufzeigt, was Gottes Wort in uns als gutem Land bewirkt. Dann geht es auf und trägt uns und bringt durch uns Früchte hervor. Dann dürfen wir Hoffnung weiterschenken. Lebenskraft  erneuert sich und wächst exponentiell. Wie wunderbar! Die Verben im vorletzten Satz erzeugen noch einmal starke Bilder. Dieses Mal sind es Bilder, die Hoffnung geben. Wenn auch dreiviertel von Gottes Wort auf taube Ohren trifft, das eine Drittel, das wir hören, entfaltet seine ganze Kraft.

So gesehen macht das Gleichnis von der vierfachen Saat schon Sinn und doch bleibt Gottes Verhalten, ökonomisch betrachtet, rätselhaft. Die kostbare Saat verfehlt so oft ihre Wirkung. Und doch streut Gott segensvoll davon aus, auch wenn wir ihm unser Herz verschließen. Unendlich geduldig, verzeihend, barmherzig und gnädig spricht er uns immer wieder an, denn er weiß, was wir brauchen: sein Wort als „ein Licht“ – auch in diesen Tagen – „auf unserem Weg“. Möge es uns erreichen!

Icon recommendedLesepredigt Pfr. Kusch

Icon PortraitTaizé-Andacht vom Sonntag, 3. Januar 2020

„Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst,
dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen.“
(Tageslosung, Jes. 58, 10)

 

Taizé-Andacht
am Sonntag, dem 3. Januar 2020,
dieses Mal leider nicht
in der Dorfkirche Groß Glienicke

 

 

aber als Leseandacht mit Links zur Musik!

Icon recommendedBegrüßung

Wir möchten Sie herzlich zu unserer heutigen Taizé-Andacht einladen, diesmal nicht in der Dorfkirche Groß Glienicke, sondern bei uns allen zuhause. Wenngleich Gottesdienste nicht offiziell verboten sind, hat der Gemeindekirchenrat angesichts der anhaltend hohen Covid-Fallzahlen beschlossen, zunächst von Präsenzgottesdiensten abzusehen. Daher nun auf diesem Wege.

Im Folgenden finden Sie alle Texte, die wir an diesem Sonntag in der Kirche sprechen wollten, und ebenso alle Lieder – verlinkt, so dass Sie hineinhören können. Lesen und hören und singen Sie mit! Soweit kein besonderer Link angegeben ist, finden Sie die Lieder auf www.kirche-gross-glienicke.de

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Icon recommendedLied: Laudate omnes gentes (EG 789.1)

Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn. / 

Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn.

 

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Icon recommendedWochenspruch

Der Wochenspruch steht bei Johannes (1, 14b) und lautet:    
Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Icon recommendedPsalm 100

Der Wochenpsalm, ein Psalm zum Dankopfer, hat in der Kirche schon vor Jahrhunderten Eingang in das Lob Gottes gefunden. Wir beten ihn gemeinsam. Wenn Sie zu mehreren sind, können Sie ihn laut im Wechsel beten.

Als Kehrvers antworten wir mit dem „Halleluja“. Im Rahmen dieser Leseandacht haben Sie die Auswahl zwischen zwei Varianten, einem gegorianischen Halleluja oder einer Fassung aus Taizé, beide eingespielt hier auf unserer Website.

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(Graduale Romanum, Vatikan 1908, Sonntag infra Epiphaniam)

 

 

Icon recommendedAuswahl: gegorianisches Halleluja oder Fassung aus Taizé

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1 Jauchzet dem HERRN, alle Welt!
2 Dienet dem HERRN mit Freuden,

kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!

Kehrvers: Halleluja

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3 Erkennet, dass der HERR Gott ist!

Er hat uns gemacht und nicht wir selbst
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.

Kehrvers: Halleluja

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4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken,

zu seinen Vorhöfen mit Loben;

danket ihm,

lobet seinen Namen!

Kehrvers: Halleluja

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5 Denn der HERR ist freundlich,

und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für.

Kehrvers: Halleluja

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Icon recommendedLesung

Die Lesung für den heutige Sonntag finden wir im Buch Jesaja:

Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Rache unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, schöne Kleider statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden »Bäume der Gerechtigkeit«, »Pflanzung des Herrn«, ihm zum Preise. Sie werden die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten; sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht zerstört gelegen haben.

Fremde werden hintreten und eure Herden weiden, und Ausländer werden eure Ackerleute und Weingärtner sein. Ihr aber sollt Priester des Herrn heißen, und man wird euch Diener unsres Gottes nennen. Ihr werdet der Völker Güter essen und euch ihrer Herrlichkeit rühmen. Dafür, dass ihr doppelte Schmach trugt, und für die Schande sollen sie über ihren Anteil fröhlich sein. Denn sie sollen das Doppelte besitzen in ihrem Lande. Sie sollen ewige Freude haben. Denn ich bin der Herr, der das Recht liebt und Raub und Unrecht hasst; ich will ihnen den Lohn in Treue geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen. Und man soll ihr Geschlecht kennen unter den Völkern und ihre Nachkommen unter den Nationen, dass, wer sie sehen wird, erkennen soll, dass sie ein Geschlecht sind, gesegnet vom Herrn.

Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt. Denn gleichwie Gewächs aus der Erde wächst und Same im Garten aufgeht, so lässt Gott der Herr Gerechtigkeit aufgehen und Ruhm vor allen Völkern.“ (Jes. 61, 1-11)

 

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Icon recommendedLied: Bless the Lord (Taizé)

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Icon PortraitLeseandacht zum Altjahresabend

Spruch des Tages (Psalm 31, 16a):

Meine Zeit steht in deinen Händen

Ein segensreiches neues Jahr!

wünscht Ihnen Ihre Evangelische Kirchengemeinde

Groß Glienicke 

 

Michelle Klose (Diakonin) und Gundula Zachow (Pfarrerin)

Letzte Änderung am: 18.09.2022