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Herzliche Einladung...

...zu unseren Gottesdiensten

Sonntag,      02. Februar            10.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer i.R. Knolle

Sonntag,      09. Februar            10.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer i.R. Knolle

Sonntag,      16. Februar            10.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Zachow

Sonntag,      23. Februar            10.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Zachow mit Taufen

Sonntag,      01. März                 10.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Zachow

Freitag,        06. März                 17.00 Uhr Familiengottesdienst zum Weltgebetstag 
                                                mit Pfarrerin Zachow und Diakonin Michelle Klose

Sonntag,      08. März                 10.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer i. R. Kusch

Sonntag,      15. März                 10.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Zachow

Sonntag,      22. März                 10.30 Uhr Taizéandacht mit Moritz Gröning

Sonntag,      29. März                 10.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Zachow

Sonntag,      5. April                   10.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Zachow

Sonntag,      10. April                 10:30 Uhr Karfreitag, Abendmahlsgottesdienst mit Pfarrerin Zachow

Samstag,      11. April                 23:00 Uhr Osternachtgottesdienst mit Pfarrerin Zachow

Sonntag,      12. April                 10.30 Uhr Ostersonntag, Familiengottesdienst mit Pfarrerin Zachow

Sonntag,      19. April                 10.30 Uhr Agendarischer Gottesdienst mit Pfarrer i.R. Kusch

Sonntag,      26. April                 10.30 Uhr Agendarischer Gottesdienst mit Pfarrerin Zachow

 

Steh auf und geh!

2020 kommt der Weltgebetstag aus dem südafrikanischen Land Simbabwe

„Ich würde ja gerne, aber…“ Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Doch damit ist es bald vorbei, denn Frauen aus Simbabwe laden ein, über solche Ausreden nachzudenken: beim Weltgebetstag am 06. März 2020.

Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. In ihrem Weltgebetstags-Gottesdienst lassen uns die Simbabwerinnen erfahren: Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.

Die Autorinnen des Weltgebetstags 2020 wissen wovon sie schreiben, denn ihre Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben.

Die Gründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft sind jahrelange Korruption und Misswirtschaft und vom Internationalen Währungsfonds auferlegte aber verfehlte Reformen. Bodenschätze könnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren andere.

Dass Menschen in Simbabwe aufstehen und für ihre Rechte kämpfen, ist nicht neu: Viele Jahre kämpfte die Bevölkerung für die Unabhängigkeit von Großbritannien, bis sie das Ziel 1980 erreichten. Doch der erste schwarze Präsident, Robert Mugabe, regierte das Land 37 Jahre und zunehmend autoritär.

Noch heute sind Frauen benachteiligt. Oft werden sie nach dem Tod ihres Mannes von dessen Familie vertrieben, weil sie nach traditionellem Recht keinen Anspruch auf das Erbe haben, auch wenn die staatlichen Gesetze das mittlerweile vorsehen.

Die Frauen aus Simbabwe haben verstanden, dass Jesu Aufforderung allen gilt und nehmen jeden Tag ihre Matte und gehen. Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Engagement: Zum Beispiel in Simbabwe, wo Mädchen und Frauen den Umgang mit sozialen Medien einüben, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen; mit einer Kampagne in Mali, die für den Schulbesuch von Mädchen wirbt. Oder mit der Organisation von Wasserschutzgebieten in El Salvador, verbunden mit Lobbyarbeit zum Menschenrecht auf Wasser.

Zusätzlich möchte der Weltgebetstag das hochverschuldete Simbabwe durch eine teilweise Entschuldung entlasten. Deshalb richtet sich der Weltgebetstag, zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen, dem Bündnis erlassjahr.de und anderen mit einer Unterschriftenaktion an die Bundesregierung. Das Geld soll Simbabwe stattdessen in Gesundheitsprogramme investieren, die der Bevölkerung zugutekommen. Unterschriften sind auf einer Unterschriftenliste am Weltgebetstag oder online (www.weltgebetstag.de/aktionen) möglich.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Alleine in Deutschland besuchen am 06. März 2020 hunderttausende Menschen die Gottesdienste und Veranstaltungen.

Meditationen zum Titelbild 2020 zum WGT von N. Mathe

Steh auf, nimm deine Matte und geh!


Das Bild wirkt zweigeteilt - in Licht und Schatten.
Getrennt durch die Ruine Groß-Simbabwes, einer Ansiedlung des untergangenen Monomotapa-Reiches mit seiner Blütezeit zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert.
Diese Ruine ist ein Monument, die alles überdauert hat und von der langen und bewegten Geschichte Simbabwes zeugt.
Noch steht sie da wie eine Mauer, die trennt, die die Gegenwart in den Schatten taucht und den Blick auf die Vision einer strahlenden Zukunft verstellt.
Und doch sehen wir zarte grüne Blätter in den grauen Bereich hineinsprießen, als ob sie die Mauer durchbrechen.
Ein Hoffnungszeichen?
Und am Horizont des abgestorbenen, kahlen Baumes mischt sich ein Hauch von Rot in das Grau des Himmels.
Eine erste Verheißung auf das Morgenlicht?
Am Boden sitzt ein Mann, angelehnt an die Mauer - ermüdet vom Ringen mit den Geistern der Vergangenheit, erschöpft vom täglichen Kampf ums Überleben ist er sitzen geblieben, einsam, krank, lebensmüde.
Eine Frau steht vor ihm, reicht ihm die Hand, wird ihm zur Prophetin, und wir ahnen ihre Worte:
Steh auf!
Ich bin, weil du bist!
Steh auf und geh!
Im Vordergrund der Ruine sehen wir eine Mutter mit ihrem Kind. Zugewandt und liebevoll hat sie den Arm um seine Schultern gelegt, neigt sich ihm zu.
Erzählt sie ihm die Geschichte Simbabwes? Von Leid, Unterdrückung und Gewalt, und auch von den Zeichen der Hoffnung auf Veränderung und Aufbruch?
Die beiden stehen an der Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft - Friede sei mit ihnen!
Diesseits der Mauer leuchtet in strahlendem Sonnenlicht Simbabwes Flagge, daneben eine Frau - gekleidet in den Farben der Liebe und Versöhnung, die Arme so weit geöffnet wie ihr Herz - offen für die Zukunft.
Ihr seid, weil wir sind.
Und wir sind, weil ER ist.

RSSPrint

Letzte Änderung am: 01.02.2020