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Rahmenhygienekonzept

Gottesdienste finden prinzipiell als Präsenzveranstaltung in unserer Dorfkirche unter Einhaltung der Hygienevorschriften statt.

Die Corona-Maßnahmen werden konsequent umgesetzt. Bitte beachten Sie, dass das Tragen einer medizinischen Maske für den Weg in den Kirchraum zwingend geboten ist! Am Platz dürfen Sie den MNS absetzen. Auch Singen ist erlaubt, wenn ein Mindestabstand zwischen den Haushalten von mindestens 2 Metern gegeben ist.

Siehe auch hier: https://www.ekbo.de/fileadmin/ekbo/mandant/ekbo.de/5._SERVICE/Corona/Rahmenhygienekonzept_EKBO_Gottesdienst_Innenraum_20210617_.pdf 

Icon recommendedGottesdienste in Groß Glienicke

FesttagDatumUhrzeitLiturgAn der OrgelKollektenzweck
16. Sonntag nach Trinitatis19.09.202110.30 UhrGottesdienst mit Pfrn. Gundula ZachowDietmar HeidenArbeit mit Flüchtlingen
17. Sonntag nach Trinitatis26.09.202110.30 UhrGottesdienst mit Taufe
mit Pfrn. Gundula Zachow
Susanne SchaakHeizung der Kirche
Erntedank03.10.202110.30 UhrGottesdienst mit Pfrn. Gundula ZachowDietmar HeidenNilsynode
19. Sonntag nach Trinitatis10.10.202110.30 UhrTaizéandacht mit Moritz GröningTrauthilde Schönbrodt- Biller       Friedhof (Feierhalle)
20. Sonntag nach Trinitatis17.10.202110.30 Uhr

Gottesdienst mit Gastprediger
Lektor Peukert

Ricardo Ziechmann       Gemeindepfarrdienst
21. Sonntag nach Trinitatis24.10.202110.30 UhrGottesdienst mit Pfrn. Gundula ZachowDietmar HeidenGemeindepfarrdienst
Reformationsgottesdienst31.10.202110.30 UhrGottesdienst mit Pfrn. Gundula Zachow und Pf. i. R. Kusch sowie KonfirmandInnenSusanne SchaakGemeindearbeit (Glaubensbildung)

Icon recommendedWir laden herzlich ein zum Reformationsgottesdienst +++ Sonntag, 31. Oktober um 10.30 Uhr +++ Dorfkirche

Martin Luther hat die „Freiheit eines Christenmenschen“ für sich entdeckt und seine Glaubensgeschwister dazu eingeladen, aus diesem Bewusstsein heraus zu leben.

Aber was bedeuten uns heute seine Gedanken zur Freiheit?

Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise!

Icon recommendedHandzettel zum Ausdruck

RSSPrint

Der Gottesdienst mit dem Motto "Von Wut zu Mut-von Wutanfall zum Mutanfall" entstand im Religionsunterricht der Hanna von Pestalozza Grundschule und unter Einbeziehung der Statements, Geschichten und Bilder der Relikinder der Klassen 1- 6. Im Vorfeld wurden die biblischen Berichte von Himmelfahrt (Beauftragung der Jünger) und Pfingsten( Erfüllung mit dem Heiligen Geist) intensiv erarbeitet. Wie die vertrauten Männer und Frauen aus ihrem ganz persönlichen Lockdown herauskamen und was es braucht, damit auch wir die Folgen des Coronaschuljahres und des Lockdowns gut verarbeiten und schließlich überwinden können - das ist das Thema und das Anliegen des Gottesdienstes.

www.youtube.com/watch

An der Orgel spielt Susanne Schaak.

Lesung und Abkündigungen: Herr Dr. Stettberger, GKR

Leitung und Predigt: Pfrn. Ute Hering

Der Gottesdienst wurde am 13. Juni 2021 gefeiert

Icon EventsOsternacht 2021 +++ Onlineangebot

Anima Christi (Marco Frisina) * Projektchor 

Icon recommendedBegrüßung und Gebet +++ Wort der Nacht

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offenbarung 1,18)

Ich begrüße Sie herzlich zu unserer digitalen Osternacht und lade Sie ein, mit uns liturgisch den Sieg der Liebe über den Tod zu feiern, den Morgen einer neuen Schöpfung, die aufsteht aus dem Dunkel des Grabes.

Wenn Sie eine Kerze haben, nehmen Sie sie zur Hand, damit auch Sie während dieser Andacht ein Licht entzünden können.

Icon recommendedProjektchor * O Haupt voll Blut und Wunden (Satz: J. Crüger)

Icon recommendedBetrachtung und Lesung

Einst schuf Gott Himmel und Erde und alles, was darinnen ist; auch schließlich den Menschen – männlich und weiblich – zu seinem Ebenbild und als seine Stellvertreter auf Erden. Aber wir Menschen sind unserer Verantwortung füreinander und für Gottes ganze Schöpfung nicht gut nachgekommen. Wir konnten zwar unterscheiden zwischen dem, was gut und dem, was schädlich ist; gaben aber viel zu oft nur unseren eigenen Bedürfnissen nach. Da bereute Gott, was er geschaffen hatte, plante das Übel bei der Wurzel zu packen und die Menschen auszurotten. Gott schickte eine große tödliche Flut. Noah aber durfte überleben. In seiner Arche fanden er und seine Familie und alle Arten von Tieren Platz. Nach der großen Sündflut baute Noah Gott einen Altar und dankte für das Überleben. Und Gott beschloss: So eine furchtbare Strafe soll nicht noch einmal über die Menschen kommen, so streitsüchtig und unbarmherzig sie auch sind. Solange die Erde steht, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Als Zeichen seines Versprechens setzte Gott den Regenbogen an den Himmel. An diese Zusage Gottes denken wir heute Nacht, in der uns Gott eine neue Verheißung schenkt: Wenn wir unser Leben an das Leben Jesu knüpfen, der den Tod hinter sich ließ, dann werden wir nie verloren gehen.

Icon recommendedProjektchor * Im Dunkel unsrer Nacht (Taizé)

Icon recommendedBetrachtung * Lesung * Entzünden der Osterkerze

Einst erging an Jona das Wort des HERRN: Mache dich auf und gehe in die große Stadt Ninive und predige gegen sie, denn ihre Bosheit habe ich gesehen. Doch Jona wollte kein Todesengel Gottes sein. Ihn packte die Furcht und er rannte vor Gottes Auftrag davon. Als das Schiff, auf dem er floh, in Seenot geriet, warfen die Matrosen den armen Jona ins Meer. Gott sandte ihm einen großen Fisch und in der Nacht des Fischbauchs singt Jona – so als wenn er schon errettet wäre:

Ich rief zum HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir.

Ich schrie aus dem Rachen des Todes und du hörtest meine Stimme.

Du warfst mich in die Tiefe, mitten ins Meer, dass die Fluten mich umgaben.

Alle deine Wogen und Wellen umgaben mich.

Ich dachte: ich bin von deinen Augen verstoßen.

Ich werde deinen heiligen Tempel nie mehr sehen.

Wasser umgaben mich bis an die Kehle;

die Tiefe umringte mich, Schilf bedecket mein Haupt.

Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!

Als meine Seele verzagte, gedachte ich des HERRN.

Mein Gebet kam zu dir in deinem heiligen Tempel.

Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen.

Meine Hilfe ist bei dem HERRN.

Gott schenke uns solches Vertrauen in Gottes Hilfe, wenn wir im Dunkel sind!

Wenn Sie können, entzünden Sie mit uns eine Osterkerze!

Ostern, das ist Gottes unwiderrufliches Ja zum Leben. Um Christi willen steht unser sterbliches Leben unter diesem mächtigen Ja. Auch wenn wir im Verlauf unseres Lebens viele Nein-Rufe hören: Der Ostermorgen kündet uns davon, dass Gottes Ja über unser Leben gesprochen ist. Aus Gottes Ja zu uns leben wir und seit dem ersten Ostermorgen gilt es uns auch über unser irdisches Leben hinaus. 

Die Ostergeschichten der Evangelien erzählen davon auf ihre Weise. Auf den Zusammenbruch jeglicher Perspektive, auf Trauer und Entsetzen folgt Gottes neue Schöpfung. Mitten in das Dunkel der Nacht fällt der erste Strahl des neuerwachenden Tages. Langsam, aber sicher, weichen Finsternis und Schrecken. Das Licht der Auferstehung lässt neu und gut werden, was dem Untergang nahe gewesen zu sein schien. Am Ostermorgen werden die Frauen zu den ersten Verkündigerinnen dieses unglaublichen Geschehens. Jesus, der tot und begraben lag, ist auferstanden. Er lebt. Fürchtet euch nicht!

Icon recommendedLesung aus dem Evangelium nach Lukas

Aber am ersten Tag der Woche sehr früh kamen sie zum Grab und trugen bei sich die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein weggewälzt von dem Grab und gingen hinein und fanden den Leib des Herrn Jesus nicht. Und als sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Männer in glänzenden Kleidern. Sie aber erschraken und neigten ihr Angesicht zur Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war und sprach: Der Menschensohn muss überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen. Und sie gedachten an seine Worte. Und sie gingen wieder weg vom Grab und verkündigten das alles den Elf und allen andern Jüngern. Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und die andern Frauen mit ihnen; die sagten das den Aposteln. Und es erschienen ihnen diese Worte, als wär's Geschwätz, und sie glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab und bückte sich hinein und sah nur die Leinentücher und ging davon und wunderte sich über das, was geschehen war.

Icon recommendedMoritz Gröning * Exsultet (Dt. Text: Norbert Lohfink, V. 1-4)

Icon recommendedProjektchor * Christus, dein Licht (Taizé)

Icon recommendedLesung aus dem Evangelium nach Lukas

Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa sechzig Stadien entfernt; dessen Name ist Emmaus. Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen. Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und allem Volk; wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben. Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen ist. Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe. Und einige von denen, die mit uns waren, gingen hin zum Grab und fanden's so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war. Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen. Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren; die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen. Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, da er das Brot brach.

Icon recommendedIch lade Sie nun ein zum Gebet

Guter Gott, Barmherziger, mitten hinein in eine vom Tod bedrohte Welt hören wir den Ruf: „Jesus ist auferstanden.“ Zuerst hörten es die Frauen am Grab, dann sind die Jünger dem Auferstandenen begegnet. Sie hielten sich mit ihrer Freude nicht zurück, gingen hinaus zu den Menschen und breiteten das Wort aus.

Lass diesen Ruf auch uns hier und heute erreichen, die wir zusammenkommen oder zu Hause vor dem Bildschirm der Osternachtsandacht folgen. Lass auch uns neu aufbrechen zum Leben hin, hilf uns überwinden, was uns gefangen hält. Schenke uns Mut, darauf zu vertrauen, dass du stärker bist als alle Todesmächte.

Darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen. 

Icon recommendedMoritz Gröning * Resurrexi (Gregorianischer Introitus)

Icon recommendedBetrachtung

Was bedeutet uns Ostern? Mehr als ein Frühlingsfest, mehr als ein Osterspaziergang durch die zu neuem Leben erwachende Natur. Ostern will erlebt, erfahren und ersungen werden. Die Osterfreude will sich mitteilen.

Ostererfahrungen, das sind Erfahrung von Durchbrüchen – durch Mauern der Einsamkeit, durch Täler der Schmerzen, durch Räume der Angst, der Überforderung und des Entsetzens. Unser Osterglaube kann bruchstückhaft und unvollkommen sein. Es kommt nicht auf einen Glauben an, der keinen Zweifel kennt. In den Berichten der Evangelien erfahren wir wieder, worauf es ankam und noch heute ankommt: darauf, dass wir uns anreden lassen vom Auferstandenen. Auch für uns hat er den Tod erlitten, auch uns will er mit auf den Weg seines Lebens nehmen. Er gibt uns nicht verloren, so sehr wir uns auch von ihm entfernt haben mögen.

Ostern macht uns zu Protestleuten gegen den Tod. Ostern ist aktive Hilfe zum Leben. Dietrich Bonhoeffer hat in seiner Ethik diese österlichen Worte gefunden: „Wo aber erkannt wird, dass die Macht des Todes gebrochen ist, wo das Wunder der Auferstehung und des neuen Lebens mitten in die Todeswelt hineinleuchtet, dort verlangt man vom Leben keine Ewigkeiten, dort nimmt man vom Leben, was es gibt, nicht alles oder nichts, sondern Gutes und Böses, Wichtiges und Unwichtiges, Freude und Schmerz, dort hält man das Leben nicht krampfhaft fest, aber man wirft es auch nicht leichtsinnig fort, dort begnügt man sich mit der bemessenen Zeit und spricht nicht irdischen Dingen Ewigkeit zu, dort lässt man dem Tod sein begrenztes Recht, das er noch hat.“

Lassen Sie uns einstimmen in den Jubel der Jüngerinnen und Jünger. Halten wir auch unsere Freude nicht zurück und antworten auf den Osterruf mit dem Gotteslob: Gelobt sei der HERR!

Der HERR ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.

Icon recommendedProjektchor * Christ ist erstanden (EG 99)

Icon recommendedProjektchor/ Stettberger/ Heiden * Großer Gott, wir loben dich EG 331

Icon recommendedLasset uns Fürbitte halten und beten

Gott, du lässt es Ostern werden. Auch in diesem Jahr lädst du uns ein zum Fest des Lebens als Aufstand gegen den Tod – du weißt, wie verhalten unsere Freude noch ist, wie sehr uns die erneuten Kontaktbeschränkungen betrüben, weil wir Oma und Opa vielleicht wieder nicht sehen, unsere Eltern, unsere Kinder und Enkel. Du weißt, wie sehr uns die Sorge umtreibt um die eigene Gesundheit und um die, die uns anvertraut sind. Reiß uns heraus aus den trüben Gedanken und befreie uns zur Hoffnung des Lebens mit dir an unserer Seite.

Gott, du lässt es Ostern werden in dieser Welt. Du lädst uns ein zum Fest der Freude als Aufstand gegen das Leid. Wir denken vor Dir an die Opfer der Pandemie in unseren Familien, in unserer Region, in unserem Land und in anderen Ländern. Wir denken aber auch an die Opfer der gegenwärtigen Kriegsschauplätze und an die Opfer der jüngsten Terroranschläge. Mach deine Christenheit überall in der Welt erneut zu Botschaftern des Lebens gegen Neid, gegen Hass und Streit, gegen Fanatismus und Verzweiflung. Wir bitten dich um Heilung und Frieden.

Gott, lass uns immer neu das Geheimnis von Ostern ahnen und entdecken inmitten unseres Alltags. Wir trauen dir zu, dass du uns verwandelst. Nimm uns hinein in deinen Sieg des Lebens über den Tod; lass uns ganz aus dieser Hoffnung leben. Hilf uns, auch unter den erschwerten Bedingungen großer Vorsicht, denen nahe zu sein, die uns nötig haben. Und lass dein Licht leuchten in alle Dunkelheiten: Tröste, die Leid tragen. Komm den Sterbenden zu Hilfe, erweise die Macht deines Lebens an uns und an ihnen allen, für die wir dich bitten.

Unsere persönliche Fürbitte legen wir mit hinein in das Gebet, das Jesus uns zu beten lehrte:

Vater unser …

Gehen Sie in diesen neuen Ostermorgen mit Gottes Segen:

Der Herr segne Dich und behüte Dich,

der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig,

der Herr erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden.

Icon recommendedMichael Stettberger/ Dietmar Heiden * Trumpet Voluntary (John Stanley)

Icon EventsTaizé-Andacht zum Sonntag Reminiscere

So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir.
(Tageslosung, Jes. 43, 5)

Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht.
Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.
Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen.
Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um.
(Lehrtext, 2. Korinther 4, 8-9)

 

Taizé-Andacht
am Sonntag Reminiscere,
dem 28. Februar 2021,
in und aus der Dorfkirche Groß Glienicke

www.kirche-gross-glienicke.de


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Vorspiel

 

Begrüßung

Wir begrüßen Sie herzlich zu unserer Taizé-Andacht, diesmal „hybrid“ in und aus der Dorfkirche Groß Glienicke. Vorsicht bleibt geboten, aber wir wollen gemeinsam feiern. Gemeinsam singen dürfen wir nur sehr begrenzt, klingen soll es dennoch. Zum Mitlesen und (zuhause) zum Mitsingen finden Sie alle Texte, die wir heute in der Kirche sprechen und die Lieder verlinkt.

Wir beginnen mit dem Lied

Lied: Laudate omnes gentes (EG 789.1)

Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn. /
Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn.

Icon recommendedWochenspruch

Der Wochenspruch steht im Römerbrief (5, 8) und lautet:    
Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

Icon recommendedIntroitus Reminiscere

Psalm 25 begegnet uns seit alters her in der Fastenzeit – nach seinem Vers 6 hat der Sonntag seinen Namen. Hören wir ihn als Introitus

Icon recommendedPsalm 25

Wir beten gemeinsam den Wochenpsalm. Im Psalm geht es viel um Wege, und wir sind in der Fastenzeit auf dem Weg. Als Kehrvers antworten wir mit dem Taizélied „Herre, visa mig vägen“ nach Worten der Heiligen Birgitta, allerdings auf deutsch.

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1 Zu Dir, HERR, erhebe ich meine Seele.

2 Mein Gott, auf dich vertraue ich,

lass mich nicht zuschanden werden,

lass nicht jauchzen meine Feinde über mich!

3 Gar alle, die auf dich harren, werden nicht beschämt;

es werden beschämt, die treulos handeln ohne Ursache.

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

 

4 Deine Wege, HERR, tue mir kund,

deine Pfade lehre mich!

5 Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich,

denn du bist der Gott meines Heils;
auf dich harre ich den ganzen Tag.

6 Denke an deine Erbarmungen, HERR,

und an deine Gnadenerweise;
denn sie sind von Ewigkeit her.

7 An die Sünden meiner Jugend
und meine Vergehen denke nicht;

nach deiner Gnade gedenke du meiner,
um deiner Güte willen, HERR!

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

8 Gütig und gerade ist der HERR;

darum unterweist er die Sünder in dem Weg.

9 Er leitet die Sanftmütigen im Recht

und lehrt die Sanftmütigen seinen Weg.

10 Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Treue denen,

die seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren.

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

11 Um deines Namens willen, HERR,

vergib mir meine Schuld, denn sie ist groß.

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

 

12 Wer ist nun der Mann, der den HERRN fürchtet?

Ihn wird er unterweisen in dem Weg, den er wählen soll.

13 Seine Seele wird im Guten wohnen,

und seine Nachkommen werden das Land besitzen.

14 Der HERR zieht ins Vertrauen, die ihn fürchten,

und sein Bund dient dazu, sie zu unterweisen.

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

 

15 Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet;

denn er, er wird meine Füße aus dem Netz lösen.

16 Wende dich zu mir und sei mir gnädig,

denn einsam und elend bin ich.

17 Die Enge meines Herzens mache weit,

und führe mich heraus aus meinen Bedrängnissen!

18 Sieh mein Elend an und meine Mühsal,

und vergib alle meine Sünden!

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

 

19 Sieh meine Feinde an, wie viele sie sind,

mit gewalttätigem Hass hassen sie mich.

20 Bewahre meine Seele und rette mich!

Lass mich nicht zuschanden werden,
denn ich berge mich bei dir.

21 Lauterkeit und Redlichkeit mögen mich behüten,

denn ich harre auf dich.

22 Erlöse Israel, Gott, aus allen seinen Nöten!

Kehrvers: Herr, zeig mir Deine Wege

Icon recommendedLesung

Die Lesung für den heutige Sonntag finden wir im Buch Jesaja:

Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg.

Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte.

Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte? Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er kahl gefressen werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen.

Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas seine Pflanzung, an der sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit.“ (Jes. 5, 1-7)

Icon recommendedEvangelium

Wir hören im Evangelium nach Johannes (3, 14-21):

Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

 

Wir singen nach Worten des 25. Psalm, im Vorgriff auf Oculi, das 

„Unsere Augen seh’n stets auf den Herren, /
unsere Augen seh’n stets auf den Herren.“

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Gedanken zu Psalm 25

Stille – Musik

Abkündigungen

Gemeinsam halten wir Fürbitte. Ich trage die Fürbitten vor. Als Kehrvers antworten wir mit dem Kyrie:

(https://www.youtube.com/watch?v=cm4AiBjlu9c)

Ewiger Gott, Vater aller Menschen, voll Gerechtigkeit und Erbarmen, wir klagen Dir das Leid unserer Schwestern und Brüder:

Deine Kinder werden vertrieben, geschändet, getötet.
Schutzlos sind sie den Gewalttätern ausgeliefert.
Die Flüchtenden sind oft mittellos und ihrer Zukunft beraubt. Ihre Nachbarn haben sie verraten, ihre Häuser sind zerstört, ihre Kirchen verbrannt.

Wir bitten Dich:

Tritt den Gewalttätern entgegen. Öffne die Augen der Verblendeten. Wende die Herzen der Mörder.

Kyrie

Ermutige die Großen der Welt, einzugreifen und die Schwächsten zu schützen.

Kyrie

Hüte die Flüchtlinge. Stärke die Helfer. Stifte Verstehen, wo in der Welt Flüchtlinge Zuflucht finden.

Kyrie

Lass Hoffnung auf Frieden und Heimkehr nicht zuschanden werden. Steh Deinen Getreuen bei. Lass ihr Zeugnis nicht vergeblich sein.

Kyrie

Dein Sohn hat im Weg des Leidens die Spur zum Leben gelegt. Er hat die Friedensstifter seliggepriesen.

Mit ihm und verbunden mit allen, die in Jesu Namen loben und anrufen, beten wir mit den Worten Jesu: Vaterunser

Wir singen noch einmal das Lied

 

Icon recommendedSchlussgebet

Barmherziger Gott,

zu Dir erheben wir unsere Seelen, auf Dich vertrauen wir.

Du lässt nicht beschämt werden, die auf dich harren. Lass auch uns nicht zuschanden werden auf unserem Weg in der kommenden Woche.

Deine Wege, HERR, tue uns kund und Deine Pfade lehre uns. Lass uns und alle Treuen auf ihnen sicher gehen. Leite uns in Deiner Wahrheit und lehre uns, denn Du bist der Gott unseres Heils.

Denke an deine Erbarmungen, HERR, und deine Gnade, denn sie sind von Ewigkeit her. Lass sie uns in dieser Woche nicht fehlen.

Amen

Icon recommendedSegensbitte

Und so bitten wir um den Segen des Herrn:

HERR, segne uns und behüte uns,
HERR, lasse Dein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig,
HERR, erheb Dein Angesicht über uns und gib uns Frieden.

Und der, der Frieden schafft im Himmel, der schaffe auch Frieden für uns, für ganz Israel und für alle Bewohner der Erde!

Amen

Ihnen und Ihren Familien eine gesunde, gesegnete Woche! 

Icon recommendedNachspiel

Nachspiel

Icon EventsFamiliengottesdienst zur Jahreslosung vom 31.01.2021

Icon recommendedEvangelium (und Predigttext) Lukas 8,4-8

Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus jeder Stadt zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis:

Es ging ein Sämann aus, zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen´s auf.

Und anderes fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten´s. Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht.

Da er das sagte, rief er:

Wer Ohren hat zu hören, der höre!

Icon recommendedPredigt zu Lukas 8,4-8

Dies Gleichnis von einem Sämann und seiner Saat ist besonders anschaulich. Wir müssen nicht sonderlich mit den Regeln der Landwirtschaft vertraut sein, um uns vorzustellen, wie schwer es der Same hat, der am Weg landet und auf dem Fels und unter den Dornen. In allen drei Fällen sind die Chancen verschwindend klein, dass der Same aufgeht. Die Bedingungen sind einfach zu schlecht. Allein die Saat auf gutem Land wird sehr wahrscheinlich gedeihen.

Als Hörerin dieses Gotteswortes frage ich mich unwillkürlich, worin der Sinn einer solchen Aussaat besteht. Was ist das für ein Sämann, der so schlecht mit der kostbaren Saat haushaltet? Warum wirft er jeweils ein ganzes Viertel unter die Dornen, auf felsigen Untergrund und neben den Weg? Eine Verschwendung! Dabei ist er der Fachmann. Er weiß, dass der Same gutes Land braucht, um zu leben: feuchten, nährstoffreichen, lockeren Boden ohne Unkraut. Doch als ob ihm das völlig gleichgültig wäre, streut er sein Saatgut scheinbar wahllos durch die Gegend. Das anschauliche Gleichnis ist doch nicht so einfach zu verstehen! Es braucht einen Schlüssel fürs Verständnis. Darum hat der Evangelist Lukas der Gleichnisrede eine Erklärung folgen lassen, die uns Hörenden das geheimnisvolle Handeln des Sämanns „aufschließt“. Die Erklärung besagt: Der Sämann ist Jesus. Die Saat ist Gottes Wort. Wir aber sind das vierfache Land. Auf vierfache Weise hören wir. Meistens trifft Gottes Wort uns, ohne in uns einzudringen oder Wurzeln zu schlagen. Nur selten sind wir gutes Land für die kostbare Saat, die Jesus so verschwenderisch über uns ausstreut.

So „aufgeschlossen“, ergibt die Handlung viel mehr Sinn. Jesus ist der Fachmann für Gottes Wort. Er weiß, dass wir uns ihm so oft verschließen. Wie traurig das ist, wird im Gleichnis deutlich anhand seiner bildstarken Verben. Gottes Wort, das tief in uns wurzeln, genährt werden und zur vollen Frucht gelangen sollte, wird zertreten oder aufgefressen. Es verdorrt oder wird erstickt. So achtlos und schlecht gehen wir mit der kostbaren Gabe um und so verfehlt sie ihre Bestimmung, „unseres Fußes Leuchte und das Licht auf unserem Weg“ zu sein, wie es im Antiphon zu unserem Wochenpsalm heißt. Notwendig haben wir Stärkung und Begleitung durch Gottes Wort und doch nehmen wir es so wenig an. Das stimmt mich nachdenklich, was wiederum zeigt, dass es stimmt. Lukas trifft mit der Komposition von Jesu Gleichnisrede und Erklärung einen empfindlichen Nerv, wie ich meine. Sie verweist uns indirekt auf das erste Gebot, das wir so oft nicht in der Lage sind zu erfüllen. Immer wieder meinen wir oder lassen uns von anderen darin überzeugen, dass wir alle Verantwortung für unser Leben selbst tragen sollten, ohne Gottes Hilfe. „Die Gottheit brauchen nur schwache Gemüter“, hören und glauben wir. Gott zeigt uns mit seinem Gebot den lichteren Weg auf. Er sagt: „Ich liebe dich und du darfst mich auch lieben. Solange ich in deinem Herzen einen unverrückbaren Platz habe, kann nichts Übles deiner Seele schaden.“ Wo Gott wohnt, haben Lug und Betrug und Gewalt keine Chance. Schade, dass wir anderen Mächten meistens mehr vertrauen und Gottes liebevolles Angebot mit Füßen treten!

Gerade leben wir in einer Zeit, in der Orientierung besonders Not tut. Geduldig zwar und verständig nehmen viele von uns Einschränkungen und Schwierigkeiten hin, dankbar, dass es uns nicht noch schlimmer getroffen hat. Aber die ganze Sache dauert lange und die Ungewissheit geht auf die Nerven. Die Gefahr ist unsichtbar und doch fast allgegenwärtig. Das macht schon Angst. In dieser Situation möchte ich gern überzeugende Worte finden und weitersagen, die trösten und tief eindringen; Worte, mit denen wir uns gegenseitig versichern können, dass Gottes Liebe das treue Unterpfand ist, dessen wir uns ganz gewiss sein können und dass Gottes Segen nie versiegt. Jedoch Worte zu finden, die das verdeutlichen, ist nicht leicht. Nur mit ganz viel Glück sind meine / unsere persönlichen Worte genau die richtigen für das Gegenüber, denn unsere Wahrnehmung sowie unsere Erkenntnis, unser Einfühlungsvermögen und unsere Sprachfähigkeit sind beschränkt.

Und wieder zeigt sich: Die Bibel ist eine Schatztruhe voll starker und stärkender Symbole.

Die darf ich mir / die dürfen wir uns leihen, besonders dann, wenn es schwer fällt, mit eigenen Worten zu trösten und Mut zu machen.

Das heutige Gleichnis hält schließlich einen großen Trost bereit, indem es symbolhaft aufzeigt, was Gottes Wort in uns als gutem Land bewirkt. Dann geht es auf und trägt uns und bringt durch uns Früchte hervor. Dann dürfen wir Hoffnung weiterschenken. Lebenskraft  erneuert sich und wächst exponentiell. Wie wunderbar! Die Verben im vorletzten Satz erzeugen noch einmal starke Bilder. Dieses Mal sind es Bilder, die Hoffnung geben. Wenn auch dreiviertel von Gottes Wort auf taube Ohren trifft, das eine Drittel, das wir hören, entfaltet seine ganze Kraft.

So gesehen macht das Gleichnis von der vierfachen Saat schon Sinn und doch bleibt Gottes Verhalten, ökonomisch betrachtet, rätselhaft. Die kostbare Saat verfehlt so oft ihre Wirkung. Und doch streut Gott segensvoll davon aus, auch wenn wir ihm unser Herz verschließen. Unendlich geduldig, verzeihend, barmherzig und gnädig spricht er uns immer wieder an, denn er weiß, was wir brauchen: sein Wort als „ein Licht“ – auch in diesen Tagen – „auf unserem Weg“. Möge es uns erreichen!

Icon recommendedLesepredigt Pfr. Kusch

Icon PortraitTaizé-Andacht vom Sonntag, 3. Januar 2020

„Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst,
dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen.“
(Tageslosung, Jes. 58, 10)

 

Taizé-Andacht
am Sonntag, dem 3. Januar 2020,
dieses Mal leider nicht
in der Dorfkirche Groß Glienicke

 

 

aber als Leseandacht mit Links zur Musik!

Icon recommendedBegrüßung

Wir möchten Sie herzlich zu unserer heutigen Taizé-Andacht einladen, diesmal nicht in der Dorfkirche Groß Glienicke, sondern bei uns allen zuhause. Wenngleich Gottesdienste nicht offiziell verboten sind, hat der Gemeindekirchenrat angesichts der anhaltend hohen Covid-Fallzahlen beschlossen, zunächst von Präsenzgottesdiensten abzusehen. Daher nun auf diesem Wege.

Im Folgenden finden Sie alle Texte, die wir an diesem Sonntag in der Kirche sprechen wollten, und ebenso alle Lieder – verlinkt, so dass Sie hineinhören können. Lesen und hören und singen Sie mit! Soweit kein besonderer Link angegeben ist, finden Sie die Lieder auf www.kirche-gross-glienicke.de

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Icon recommendedLied: Laudate omnes gentes (EG 789.1)

Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn. / 

Lobsingt, ihr Völker alle, lobsingt und preist den HERRn.

 

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Icon recommendedWochenspruch

Der Wochenspruch steht bei Johannes (1, 14b) und lautet:    
Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Icon recommendedPsalm 100

Der Wochenpsalm, ein Psalm zum Dankopfer, hat in der Kirche schon vor Jahrhunderten Eingang in das Lob Gottes gefunden. Wir beten ihn gemeinsam. Wenn Sie zu mehreren sind, können Sie ihn laut im Wechsel beten.

Als Kehrvers antworten wir mit dem „Halleluja“. Im Rahmen dieser Leseandacht haben Sie die Auswahl zwischen zwei Varianten, einem gegorianischen Halleluja oder einer Fassung aus Taizé, beide eingespielt hier auf unserer Website.

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(Graduale Romanum, Vatikan 1908, Sonntag infra Epiphaniam)

 

 

Icon recommendedAuswahl: gegorianisches Halleluja oder Fassung aus Taizé

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1 Jauchzet dem HERRN, alle Welt!
2 Dienet dem HERRN mit Freuden,

kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!

Kehrvers: Halleluja

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3 Erkennet, dass der HERR Gott ist!

Er hat uns gemacht und nicht wir selbst
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.

Kehrvers: Halleluja

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4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken,

zu seinen Vorhöfen mit Loben;

danket ihm,

lobet seinen Namen!

Kehrvers: Halleluja

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5 Denn der HERR ist freundlich,

und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für.

Kehrvers: Halleluja

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Icon recommendedLesung

Die Lesung für den heutige Sonntag finden wir im Buch Jesaja:

Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Rache unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, schöne Kleider statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden »Bäume der Gerechtigkeit«, »Pflanzung des Herrn«, ihm zum Preise. Sie werden die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten; sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht zerstört gelegen haben.

Fremde werden hintreten und eure Herden weiden, und Ausländer werden eure Ackerleute und Weingärtner sein. Ihr aber sollt Priester des Herrn heißen, und man wird euch Diener unsres Gottes nennen. Ihr werdet der Völker Güter essen und euch ihrer Herrlichkeit rühmen. Dafür, dass ihr doppelte Schmach trugt, und für die Schande sollen sie über ihren Anteil fröhlich sein. Denn sie sollen das Doppelte besitzen in ihrem Lande. Sie sollen ewige Freude haben. Denn ich bin der Herr, der das Recht liebt und Raub und Unrecht hasst; ich will ihnen den Lohn in Treue geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen. Und man soll ihr Geschlecht kennen unter den Völkern und ihre Nachkommen unter den Nationen, dass, wer sie sehen wird, erkennen soll, dass sie ein Geschlecht sind, gesegnet vom Herrn.

Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt. Denn gleichwie Gewächs aus der Erde wächst und Same im Garten aufgeht, so lässt Gott der Herr Gerechtigkeit aufgehen und Ruhm vor allen Völkern.“ (Jes. 61, 1-11)

 

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Icon recommendedLied: Bless the Lord (Taizé)

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Icon recommended Evangelium nach Lukas (2, V. 41-52)

Wir hören im Evangelium nach Lukas (2, V. 41-52), wie Jesus mit seinen Eltern zum Tempel nach Jerusalem gezogen ist, die einzige Geschichte, die uns aus Jesu Jugend überliefert ist:

Und seine Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest. Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. Und als die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem, und seine Eltern wussten‘s nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten. Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen gehorsam. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

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Icon recommendedLied: Oculi nostri ad Dominum Deum (EG 789.5)

„Unsere Augen seh’n stets auf den Herren, / 

unsere Augen seh’n stets auf den Herren.“

 

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Icon recommendedLied: Confitemini Domino (Taizé)

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Icon recommendedLied: O Jubilate Deo (Taizé)

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Icon recommendedLied: Bleib mit Deiner Gnade (EG 789.7)

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Icon PortraitLeseandacht zum Altjahresabend

Spruch des Tages (Psalm 31, 16a):

Meine Zeit steht in deinen Händen

Ein segensreiches neues Jahr!

wünscht Ihnen Ihre Evangelische Kirchengemeinde

Groß Glienicke 

 

Michelle Klose (Diakonin) und Gundula Zachow (Pfarrerin)

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Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende. Wir wollen diesen letzten Tag nutzen und eine Andacht feiern, um dann mit viel Hoffnung in das neue Jahr zu starten. 

Ich erinnere uns an die Worte Dietrich Bonhoeffers: Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr. 

Mit diesem Zuspruch, dass Gottes gute Mächte uns auch beim Jahreswechsel begleiten und für uns da sind, feiern wir diese Andacht im Namen Gottes, Ursprung und Ziel des Lebens, im Namen Jesu Christi, Grund der Liebe, im Namen der Heiligen Geisteskraft, Fülle des Lebens.

Amen 

Icon recommendedPredigttext: 2Mose 13, 20-22

„So zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste.

Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen,

und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.

Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht.“

Angedachtes zum Predigttext

So hatte das Volk der Hebräer sich aufgemacht in ein neues Leben. Das Alte in Ägypten lag hinter ihnen; sie hatten es hinter sich gelassen, als sie das Schilfmeer durchquerten. Nun waren sie frei, aber heimat- und schutzlos.

Für die Nacht hatten sie ihr Lager aufgeschlagen bei Sukkot und am anderen Morgen die ungesäuerten Mazzen gegessen, die sie so eilig vor dem Aufbruch noch gebacken hatten. So begann das neue Leben, mit dieser Wegzehrung aus ungesäuerten Broten.

In der biblischen Rezeptionsgeschichte vielfach zitiert, im jüdischen Selbstbewusstsein tief verankert, jedes Jahr als Fest der ungesäuerten Brote gefeiert, ist dieser Aufbruch eine Grunderfahrung des Glaubens bis heute. Dieser Morgen stellt eine Zäsur dar, obwohl nüchtern betrachtet gar nichts Entscheidendes geschah. Die wunderbare Rettung vor Pharaos Heer am Schilfmeer lag hinter Moses Volk. Nun folgte ein Morgen auf den Abend im Nachtlager, so wie immer wieder ein Morgen die Nacht ablöst.

Die nächtlichen Gedanken werden noch nicht verflogen gewesen sein. „Entkommen sind wir, aber wie geht es nun weiter?“, mussten sie sich fragen. Das Ziel dieser waghalsigen Reise war wenig konkret und der Weg dorthin sehr schwierig und beschwerlich; kaum vorstellbar, dass sie ihn unbeschadet gehen würden. Und dennoch führte Mose sein Volk durch die Wüste. Am Berge Sinai offenbarte sich ihnen der HERR und machte ihnen seinen Willen kund. So wurden sie zu Gottes Bundesvolk. Die 10 Gebote, Gottes Gabe, ist grundlegend für das Selbstverständnis des Gottesvolkes und für unsere christliche Wertvorstellung. Durch Gottes Gesetz, das nicht zuerst in Stein gemeißelt in der Bundeslade lag, sondern den Glaubenden ins Herz geschrieben steht, waren die Wüstenwanderer mit Gott verbunden – einem Gott, der sich als allwissend, allmächtig und ewig offenbarte. Weder räumlich noch zeitlich ist dieser Gott greifbar, weil er in seinem Dasein alle unsere Dimensionen übersteigt. ER kann nicht lokalisiert werden wie andere Götzen. ER wohnte nicht auf dem heiligen Berg und auch nicht in der Stiftshütte oder später im Tempel. Das war unmöglich für den „Schöpfer Himmels und der Erden“. Und doch ist die Bibel voller Beispiele für Gottes Gegenwart und auch unser Predigttext für diesen Silvesterabend handelt von ihr. Als „Geist Gottes“, durch seine Engel oder im „Glanz seiner Herrlichkeit“ ist Gott auf Erden gegenwärtig. Wilde Wetter, Wolken oder Feuer waren den Alten Zeichen für eine solche göttliche Gegenwart. Eingehüllt in Wolken- und Feuersäule ging Gott seinem Wüstenvolk voran. Die gefahrvolle Reise wurde ihnen zum entscheidenden Wendepunkt in ihrer Geschichte: durch diese erfahrene Gottesnähe. 

Ich weiß nicht, liebe Leserinnen und Leser, inwiefern Sie den heutigen Abend als einen Wendepunkt empfinden. Silvester stellt nüchtern betrachtet ja nur einen kalendarischen Wechsel dar. Auf den heutigen 31. Dezember 2020 wird der 1. Januar 2021 folgen. Entscheidende Ereignisse wird der neue Morgen für die Mehrzahl von uns nicht bringen. Der Winter bleibt uns erhalten und mit ihm die vielen Corona-Neuinfektionen und die Kontakteinschränkungen.

Die nächtlichen Gedanken des Jahresendes werden wir über Nacht nicht los. Und doch kann der neue Morgen ein Aufbruch für uns sein. Wir tun gut daran, ihn mit einer guten Stärkung zu beginnen. Lassen wir uns dazu leiten von der Geschichte des Aufbruchs aus dem 2. Mosebuch, in die viele Generationen uns ein großes Zeugnis ihres Glaubens hineingelegt haben – ihres Glaubens an den Einen Gott, der in seiner Allwissenheit, Allmacht und Ewigkeit alle unsere Dimensionen überschreitet und so in unserem Denken nicht dingfest gemacht werden kann und der uns dennoch bewahrend und leitend begleitet. Seine göttliche Gegenwart auf unseren Lebenswegen ist uns oft verhüllt. Wir erkennen sie erst im Nachhinein, darum ist der persönliche Rückblick heute wichtig!

Fragen wir uns: Wo bin ich / sind wir im zu Ende gehenden Jahr bewahrt geblieben und gerettet worden? Wo hat unsere Arbeit und Mühe Früchte getragen; haben wir glückliche Stunden erlebt? Da zeigt sich uns Gottes segensreiche Gegenwart. Lassen Sie uns dankbar darauf schauen und aus dieser Erfahrung Wegzehrung schöpfen für die neue Etappe. Die biblische Geschichte vom Aufbruch in die Wüste will uns dazu Mut machen, Altes hinter uns zu lassen und Aufbrüche zu wagen. Von unserer Zukunft haben wir immer nur ein vages Bild und die Sorge, dass der Weg uns womöglich zu schwer werden möge, hegen wohl viele von uns im Herzen. Darum lassen Sie uns einander gegenseitig erinnern: Unser Gott, der Eine, ist ein Gott, der mitgeht und gerade auch durch Wüstenzeiten. Darauf können wir vertrauen. ER segne uns auch das, was nun vor uns liegt im neuen Jahr 2021! Amen. 

Letzte Änderung am: 15.09.2021