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Icon recommendedKirchenchor Groß Glienicke: Es wird wieder gesungen!

Der Gemeindechor hat sich am 15. Juni das erste Mal wieder getroffen. Draußen auf der neuen Wiese werden wir nun bis auf Weiteres gemeinsam singen.

Wir freuen uns über neue Mitglieder, jeder ist willkommen. Zur Zeit singen wir fröhliche Sommerlieder und lustige Kanons, um die Stimme wieder fit zu machen für größere Vorhaben. Stimmbildung und Atemtechnik sind für Chorsänger ganz wichtig. Hier üben wir auch den richtigen Umgang mit unserem „ Instrument“. Mit einer guten Technik fällt auch das Singen leichter. Nach der langen Pause braucht die Stimme wieder Training, das haben die Chorsänger bei der letzten Chorstunde gemerkt.

Nicht nur das Gesangbuch, auch unser „Sing Jubilate“ bietet so viele teils auch moderne Lieder, die wir nun auch kennenlernen wollen.

Am 29. Juni findet unser traditionelles Chorgrillen statt, bei dem nicht nur geschlemmt sondern auch ordentlich gesungen und gelacht wird.

Im Juli findet kein Chor statt.

Unser erster Chortermin nach der Sommerpause ist dann am 10. August.

Schauen Sie doch mal vorbei: Dienstag, 18.30 Uhr vor dem Gemeindehaus

Icon recommendedAlle Spatzen sind schon da…

Ja wo seid ihr denn hingeflattert?

Liebe Spatzen, auch wir singen wieder!

Alle Kinder ab 2 Jahren mit ihren Eltern sind herzlich willkommen. Gemeinsam wollen wir lustige Lieder singen, tanzen, trommeln und musizieren.

Schaut doch einfach mal vorbei! Ich freue mich auf Euch.

Jeden Mittwoch 16 Uhr auf der Wiese vor dem Gemeindehaus.

Ihre/ Eure Susanne

Icon recommendedDie klingende Königin – 2021 - Das Jahr der Orgel

Von Susanne Schaak

Ihr Klang reicht vom sanften Pianissimo bis zum donnernden Fortissimo und hat an Tiefe und Höhe mehr Umfang als alle anderen Instrumente.

Egal ob Tutti („alle Register“) oder doch nur eine einzelne Flöte, die Orgel wird zurecht die „Königin der Instrumente“ genannt.

Die Landesmusikräte haben die Orgel zum Instrument des Jahres 2021 gekürt mit der Begründung, die Orgel sei ein komplexes musikalisches Wunderwerk aus Pfeifen und Tasten, das so leise wie ein Windhauch, aber auch lauter als ein ganzes Orchester klingen kann.

Nun soll sie das ganze Jahr im Mittelpunkt des Interesses stehen. Seit 2017 sind Orgelmusik und Orgelbau durch die UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Allein in Deutschland gibt es etwa 50 000 Orgeln.

Die größte Kirchenorgel der Welt steht in Bayern, im Dom von Passau und hat sage und schreibe über 15.000 Pfeifen. Die größte von ihnen ist stolze 11 m hoch und wiegt 306 kg. 

Der Orgelbau blickt auf eine über 2000jährige Geschichte zurück. Der Techniker, Erfinder und Mathematiker Ktesibios erfand im Jahre 246 v.Chr. in Alexandria (Ägypten) eine Wasserorgel. Zu seinen Erfindungen zählten außerdem die Feuerwehrspritze und die Wasseruhr. Der „Aulos“, die erste Orgel der Weltgeschichte, erlebte von nun an einen wahren Boom, bald wurde sie als olympische Disziplin zugelassen und fand ihren Weg zu den Kaisern und Königen der griechischen Antike. Tatsache ist, das zu den Klängen des späteren Kircheninstrumentes Gladiatoren aufmarschierten, Artistinnen übers Seil tanzten und sogar Christen zum Kampf gegen Löwen antraten.

Später erklang sie zu Ehren des Staates und des Kaisers, in Konstantinopel ließ sich Kaiser Konstantin (von 306 bis 337 römischer Kaiser) in prunkvollen Zeremonien zu Orgelklängen huldigen.

Von nun an eroberte die Orgel das Abendland, fand ihren Weg in die Kirchen und Kathedralen in aller Welt und gilt heute als das Kircheninstrument schlechthin. 

Die Vielfalt der Orgel ist enorm, als Solo- oder Begleitinstrument erklingt sie heutzutage in Gottesdiensten, bei Hochzeiten oder Trauerfeiern aber auch als Konzertinstrument und sogar

in Kinos. In der Stummfilmzeit ersetzte sie ganze Orchester bei Filmvorführungen. Unzählige Kinoorgeln wurden gebaut, die meisten jedoch zu Beginn der Tonfilmzeit und Kriegswirren wieder zerstört.

Im Filmmuseum Potsdam ist eine original Kinoorgel (Welte- Kinoorgel, aus dem Luxor- Filmpalast in Chemnitz) wieder aufgebaut worden und wird auch zu live Stummfilmen gespielt. Neben den gewohnten Orgelregistern haben Kinoorgeln noch Spezialeffekte wie z.B. Telefonklingeln, Regen-, Donner- und Sturmgeräusche, Vogelzwitschern oder Schiffshupe. 

Unsere Kirchenorgel der Firma Schuke in Groß Glienicke stammt ebenso wie die Welte – Orgel aus dem Jahr 1929.

Zu hören ist sie regelmäßig im Gottesdienst und besonders feierlich mit einem Konzert zum Tag der Orgel, am 12. September 2021.

Das Orgeljahr bietet noch viele weitere musikalische Höhepunkte. In dem gesamten Gebiet der EKBO gibt es ein Orgelband, jeder Kirchenkreis hat mehrere Tage das Orgelzepter in der Hand. In unserem Kirchenkreis Falkensee wird dies vom 28. September bis zum 9. Oktober stattfinden. In dieser Zeit wird es einige interessante Veranstaltungen rund um die Orgel geben, u.a. eine Orgel- Fahrradtour.

Im Internet können Sie sich gern zu den geplanten Veranstaltungen informieren unter: „Orgelband EKBO“, „Landesmusikrat Brandenburg“ oder „Orgeljahr“.

In Berlin gibt es sogar eine Orgel-App. Mit mehr als 800 bespielbaren und 1.435 dokumentierten Orgeln ist Berlin die größte Orgelstadt Deutschlands. Die Bandbreite ist entsprechend: Eine der Orgeln wurde im Jahr 1755 für Prinzessin Anna Amalie von Preußen erbaut. Die Orgel im Berliner Dom wiederum stammt aus dem Jahr 1905 und war damals mit 113 Registern und 7.269 Pfeifen die größte Orgel Deutschlands. Die europaweit einzigartig "Migthy Wurlitzer" steht im Berliner Musikinstrumentenmuseum. Und im Babylon-Kino befindet sich die einzige am originalen Standort erhaltene Kino-Orgel Deutschlands. 

Also lassen sie sich entführen auf eine spannende Reise in die Welt der Orgeln, die zurecht als die Königin der Instrumente gilt.

Letzte Änderung am: 20.06.2021