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Icon EventsWeihnachtslieder – Hoffnungsbringer +++ Musikalischer Adventskalender im Kirchenkreis Falkensee

„Alle Jahre wieder“ erklingen sie, unsere Weihnachtslieder. Keine andere Zeit hat so vielfältige Musikkompositionen hervorgebracht  wie die Weihnachtszeit. Angefangen vom einfachen Lied, wie z.B. „Leise rieselt der Schnee“ bis hin zu hoch anspruchsvollen Kompositionen wie dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach. Weihnachtslieder berühren die Seele und üben eine ganz besondere Faszination aus.
Der Zauber der Weihnacht ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes.

Haben Sie ein Lieblingsweihnachtslied? Warum gerade dieses? Vielleicht sind es schöne Erinnerungen, die mit diesem Lied verbunden sind. Oder auch einfach eine innere Anziehungskraft, die in uns Wärme und Geborgenheit ausstrahlt. Oder ein besonderer Rhythmus, der uns einfach mitreißt.

Was ist das Besondere an Weihnachtsliedern?

Weihnachten ohne Weihnachtslieder? Nein, das geht nicht. Für mich jedenfalls ein Ding der Unmöglichkeit. „Stille Nacht“ gehört für mich so fest zu Heiligabend dazu, wie das gemeinsame Singen in der Advents- und Weihnachtszeit. Und eben dieses Lied hat es geschafft, bis in die heutige Zeit seinen Zauber zu bewahren. In Österreich ist es sogar Immaterielles Kulturerbe der UNESCO.

Mit seiner einfachen Melodie erinnert es mehr an ein Wiegenlied. Und gerade dieses Lied ist zu einer schwierigen Zeit entstanden. Neue Machtstrukturen nach den napoleonischen Kriegen machten den einfachen Menschen das Leben sehr schwer, vielen wurde die Lebensgrundlage entzogen. Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber, ein Hilfspfarrer und ein Organist, beide aus einfachen Verhältnissen trafen in Oberndorf aufeinander. Die Liebe zur Musik machte Freunde aus ihnen. Am Weihnachtsfest 1818 wurde „Stille Nacht, heilige Nacht“ zum ersten Mal gesungen, nur von einer Gitarre begleitet. Den Liedtext hatte Mohr als Gedicht verfasst, Gruber komponierte die Musik dazu. Von Oberndorf aus wurde es in die Welt getragen und inzwischen rund um den Globus gesungen. Einmal habe ich bei einem Konzert miterlebt, wie mehrere Chorsänger es in verschieden Sprachen gesungen haben.

Dieses Lied steht für mich als das „Friedenslied“ der Weihnachtszeit.

Das weihnachtliche Singen, unser Singen kann nicht nur Ausdruck religiöser Ergriffenheit sein, nein es ist auch immer ein Ansingen gegen die Dunkelheit dieser Welt. Gesänge von der Hoffnung, von Frieden und Licht inmitten von dunklen Zeiten.

Die Weihnachtsgeschichte beschreibt keine Idylle, keine heile Welt. Im Gegenteil: Eine Geburt in einfachsten Verhältnissen inmitten einer schwierigen Zeit unter Besatzungsverhältnissen. Viele Menschen waren verzweifelt, hilflos und hatten Zukunftsängste. König Herodes gab den Befehl, alle Neugeborenen in Bethlehem töten zu lassen. Viele Familien waren auf der Flucht vor Terror und Gewalt. Auch Maria und Josef waren verzweifelt, erschöpft und hofften dennoch, eine Bleibe für die Geburt zu finden. Ein kleiner dunkler Stall wurde schließlich zum Geburtshaus für Maria.

Die Hirten haben als Erste den Stern gesehen und zu singen begonnen. Die Engel, die die Frohe Botschaft verkünden, haben dies singend getan.

Inmitten der Dunkelheit und Traurigkeit wurde gesungen und es erstrahlte Hoffnung und Freude.

Die Weihnachtsgeschichte ist ein schönes Beispiel dafür, wie heilsam Musik wirken kann. Gerade inmitten von großer Angst und Verzweiflung kann Musik helfen. Sie beruhigt und lässt Gefühle der Hoffnung und Freude aufkommen. Denn in dem Moment, wo man singt, ist der Teil des Hirns blockiert, der für die Angst zuständig ist.

Singen gehört zu Weihnachten wie Plätzchen backen und Adventskranz. Überall auf der Welt gibt es Weihnachtslieder. Was singen die Menschen z.B. in Schweden oder in England?

„Jingle Bells“ kennt ja mittlerweile jedes Kind, doch was ist mit „The first Noel“ oder „The twelve days of Christmas“? Es gibt so viele wunderbare Melodien und Lieder von der Hoffnung auf Frieden in der Welt. „Vorfreude, schönste Freude“, heißt es in einem Adventslied aus den 70er Jahren. Mir fallen da spontan noch jede Menge anderer Lieder ein, die in meiner Kindheit in der ehemaligen DDR gesungen wurden. Auch wenn sich damals viele Menschen von der Kirche abgewandt hatten, wurden dennoch extra Weihnachtslieder komponiert, die von Licht und Hoffnung erzählten. Kinderchöre auf Schallplatten sangen z.B. „ Tausend Sterne sind ein Dom“ oder „Sind die Lichter angezündet“.

Einmal fragte ich eine Bewohnerin im Seniorenheim nach ihrem Lieblingsweihnachtslied. Dies sei „Hohe Nacht der klaren Sterne“, verkündete sie strahlend. Mir sagte dieses Lied erst nichts, doch nach einigen Recherchen fand ich heraus, dass dies das beliebteste Lied der „Volksweihnacht“ in den 1930er Jahren gewesen ist. Ohne christliche Bezüge wurde es im Nationalsozialismus propagiert.

Ich möchte frei von jeglicher Bewertung die Sicht auf die Wirkung von Weihnachtsliedern richten. Mir geht es um die innere positive Kraft, die die Menschen beim Singen von Weihnachtsliedern erleben.

Deshalb lade ich Sie ein, doch mal auf eine musikalische Reise in die Welt der Weihnachtslieder zu gehen. Vielleicht entdecken Sie für sich noch ganz ungeahnte Schätze.

Finden Sie doch mal für jeden Buchstaben des Alphabets ein Weihnachtslied!

Oder schauen sie online in den Musikalischen Adventskalender des Kirchenkreises, der auch in diesem Jahr wieder Musik von verschiedenen Interpreten aus allen Teilen unseres Kirchenkreises erklingen lässt. ( www.kirchenkreis-falkensee.de)

Gesänge des Mutes, der Hoffnung und der Liebe tun einfach gut inmitten von Ängsten und Verzweiflung. Auch in unserer bewegenden Zeit, die alles andere als friedlich ist können die altvertrauten Weisen wieder Kraft und Hoffnung schenken. Das wünsche ich uns allen!

Eine beschwingte Advents- und Weihnachtszeit

Wünscht ihnen Susanne Schaak

Der Musikalische Adventskalender im Kirchenkreis Falkensee stellt ein Angebot für alle dar, die gern jeden Morgen ein Türchen öffnen und sich überraschen lassen. “Erfinder” und “Programmdirektor” dieses Musikalischen Adventskalenders ist Sebastian Weber in Brieselang, dem unser allerherzlichster Dank gilt.
Und natürlich auch allen Beiträgerinnen und Beiträgern.

Verschiedene Musiker, Chöre und Ensembles aus verschiedenen Orten des Kirchenkreises Falkensee wollen vom 1. Advent bis zum Heiligabend etwas Advents- und Weihnachtsmusik zu den Menschen in unserem Kirchenkreis und darüber hinaus bringen. Jedes neue Türchen ist an jedem Morgen ab 6 Uhr geöffnet.

https://www.youtube.com/channel/UCoByAojGniToNRPUw_cIapw 

https://www.youtube.com/watch?v=EQBmVpAGMA8 

RSSPrint

Icon recommendedKirchenchor Groß Glienicke: Es wird in der Kirche gesungen!

Der Kirchenchor trifft sich ab dem 23.11. 2021 zum Singen in der Kirche. Dort haben wir genügend Abstand und gleichzeitig eine gute Akustik.

Ich möchte ganz herzlich zum Mut-Singen in der Adventszeit einladen!

Lieder der Hoffnung und des Lichts, Weihnachtslieder, die uns gut tun.

Lasst uns ein musikalisches Licht in die Welt tragen.

Herzliche Einladung!

Eure Susanne

Wenn es wieder normal laufen kann, wäre es so:

Wir freuen uns über neue Mitglieder, jeder ist willkommen. Zurzeit singen lustige Kanons, um die Stimme wieder fit zu machen für größere Vorhaben. Stimmbildung und Atemtechnik sind für Chorsänger ganz wichtig. Hier üben wir auch den richtigen Umgang mit unserem „ Instrument“. Mit einer guten Technik fällt auch das Singen leichter. Nach der langen Pause braucht die Stimme wieder Training, das haben die Chorsänger bei der letzten Chorstunde gemerkt.

Nicht nur das Gesangbuch, auch unser „Sing Jubilate“ bietet so viele teils auch moderne Lieder, die wir nun auch kennenlernen wollen.

Dienstag, 18.30 Uhr in der Kirche

Icon recommendedDie klingende Königin – 2021 - Das Jahr der Orgel

Von Susanne Schaak

Ihr Klang reicht vom sanften Pianissimo bis zum donnernden Fortissimo und hat an Tiefe und Höhe mehr Umfang als alle anderen Instrumente.

Egal ob Tutti („alle Register“) oder doch nur eine einzelne Flöte, die Orgel wird zurecht die „Königin der Instrumente“ genannt.

Die Landesmusikräte haben die Orgel zum Instrument des Jahres 2021 gekürt mit der Begründung, die Orgel sei ein komplexes musikalisches Wunderwerk aus Pfeifen und Tasten, das so leise wie ein Windhauch, aber auch lauter als ein ganzes Orchester klingen kann.

Nun soll sie das ganze Jahr im Mittelpunkt des Interesses stehen. Seit 2017 sind Orgelmusik und Orgelbau durch die UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt. Allein in Deutschland gibt es etwa 50 000 Orgeln.

Die größte Kirchenorgel der Welt steht in Bayern, im Dom von Passau und hat sage und schreibe über 15.000 Pfeifen. Die größte von ihnen ist stolze 11 m hoch und wiegt 306 kg. 

Der Orgelbau blickt auf eine über 2000jährige Geschichte zurück. Der Techniker, Erfinder und Mathematiker Ktesibios erfand im Jahre 246 v.Chr. in Alexandria (Ägypten) eine Wasserorgel. Zu seinen Erfindungen zählten außerdem die Feuerwehrspritze und die Wasseruhr. Der „Aulos“, die erste Orgel der Weltgeschichte, erlebte von nun an einen wahren Boom, bald wurde sie als olympische Disziplin zugelassen und fand ihren Weg zu den Kaisern und Königen der griechischen Antike. Tatsache ist, das zu den Klängen des späteren Kircheninstrumentes Gladiatoren aufmarschierten, Artistinnen übers Seil tanzten und sogar Christen zum Kampf gegen Löwen antraten.

Später erklang sie zu Ehren des Staates und des Kaisers, in Konstantinopel ließ sich Kaiser Konstantin (von 306 bis 337 römischer Kaiser) in prunkvollen Zeremonien zu Orgelklängen huldigen.

Von nun an eroberte die Orgel das Abendland, fand ihren Weg in die Kirchen und Kathedralen in aller Welt und gilt heute als das Kircheninstrument schlechthin. 

Die Vielfalt der Orgel ist enorm, als Solo- oder Begleitinstrument erklingt sie heutzutage in Gottesdiensten, bei Hochzeiten oder Trauerfeiern aber auch als Konzertinstrument und sogar

in Kinos. In der Stummfilmzeit ersetzte sie ganze Orchester bei Filmvorführungen. Unzählige Kinoorgeln wurden gebaut, die meisten jedoch zu Beginn der Tonfilmzeit und Kriegswirren wieder zerstört.

Im Filmmuseum Potsdam ist eine original Kinoorgel (Welte- Kinoorgel, aus dem Luxor- Filmpalast in Chemnitz) wieder aufgebaut worden und wird auch zu live Stummfilmen gespielt. Neben den gewohnten Orgelregistern haben Kinoorgeln noch Spezialeffekte wie z.B. Telefonklingeln, Regen-, Donner- und Sturmgeräusche, Vogelzwitschern oder Schiffshupe. 

Unsere Kirchenorgel der Firma Schuke in Groß Glienicke stammt ebenso wie die Welte – Orgel aus dem Jahr 1929.

Zu hören ist sie regelmäßig im Gottesdienst und besonders feierlich mit einem Konzert zum Tag der Orgel, am 12. September 2021.

Das Orgeljahr bietet noch viele weitere musikalische Höhepunkte. In dem gesamten Gebiet der EKBO gibt es ein Orgelband, jeder Kirchenkreis hat mehrere Tage das Orgelzepter in der Hand. In unserem Kirchenkreis Falkensee wird dies vom 28. September bis zum 9. Oktober stattfinden. In dieser Zeit wird es einige interessante Veranstaltungen rund um die Orgel geben, u.a. eine Orgel- Fahrradtour.

Im Internet können Sie sich gern zu den geplanten Veranstaltungen informieren unter: „Orgelband EKBO“, „Landesmusikrat Brandenburg“ oder „Orgeljahr“.

In Berlin gibt es sogar eine Orgel-App. Mit mehr als 800 bespielbaren und 1.435 dokumentierten Orgeln ist Berlin die größte Orgelstadt Deutschlands. Die Bandbreite ist entsprechend: Eine der Orgeln wurde im Jahr 1755 für Prinzessin Anna Amalie von Preußen erbaut. Die Orgel im Berliner Dom wiederum stammt aus dem Jahr 1905 und war damals mit 113 Registern und 7.269 Pfeifen die größte Orgel Deutschlands. Die europaweit einzigartig "Migthy Wurlitzer" steht im Berliner Musikinstrumentenmuseum. Und im Babylon-Kino befindet sich die einzige am originalen Standort erhaltene Kino-Orgel Deutschlands. 

Also lassen sie sich entführen auf eine spannende Reise in die Welt der Orgeln, die zurecht als die Königin der Instrumente gilt.

Letzte Änderung am: 29.11.2021