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Predigt zum Sonntag Judika 29.03.2020

Statt Gottesdienst - Kirche Groß Glienicke - Hinweis

Bitte klicken Sie auf den Schriftzug "Predigt Judika", um sich die Predigt von Frau Pfarrerin Zachow anzuschauen (oben).

Im weiteren Verlauf (unten) können Sie sich die Gedanken zum Predigttext zum Lesen ausdrucken.

Ausdrucken zum Lesen über den Link Zusammenfassung

Gedanken zum Predigttext: Hebräer 13, 12-14

Jesus hat, damit er das Volk heilige durch sein eigenes Blut, gelitten draußen vor dem Tor.

So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen.

Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

 

Liebe Leser;

„Wir haben hier keine bleibende Stadt“ – so überschrieb meine Großmutter ihre Erinnerungen an eine sehr schwere Zeit im vom Krieg geplagten Berlin. Eine Zeit, in der sie – wie unzählige andere – in eine ganz ungewisse Zukunft blickte. Sie tat, was sie konnte, um für ihre Kinder zu sorgen. Die Kartoffeln waren abgezählt und die Mahlzeiten durchgerechnet; aber es kam immer wieder anders als gedacht. Die Sorge war ihr ein ständiger Begleiter in diesen Monaten und Jahren.

 

„Wir haben hier keine bleibende Stadt“ – dieses Wort ruft auch die aktuellen Fernsehbilder in mir wach von Flüchtlingslagern in der Türkei. Die Menschen, die dort in provisorischen Behausungen, gegen das Wetter fast ungeschützt und ohne Strom und fließendes Wasser ausharren; auch sie haben die Sorge bei sich dauerhaft zu Gast. Auch sie sorgen für ihre Kinder, so gut es eben geht und wissen doch nicht, was die nahe Zukunft ihnen bringt. Diese Ungewissheit und das Gefühl, der Gnade fremder Menschen ausgeliefert zu sein, muss auch ihre Seelen belasten auf eine Weise, wie ich sie mir kaum vorstellen kann.

 

„Wir haben hier keine bleibende Stadt“ – dieses Wort lässt mich aber auch an liebe Menschen hier vor Ort denken. Ich denke an ihre traurig frohen Erinnerungen, die sie mit mir teilten; Erinnerungen an die schöne Heimat ihrer Kindertage. Diese Heimat haben sie verloren und gleichzeitig mit ihr auch die Kindheit selbst. Viel zu schnell mussten sie erwachsen werden auf der Flucht ins Unbekannte und nur ganz wenig haben sie retten können von dem, was sie noch mit der verlorenen Heimat verband.

 

„Wir haben hier keine bleibende Stadt“ – eine Erfahrung, die wir alle im Leben machen; immer wenn wir in eine neue Lebensphase eintreten, wie etwa die kleine Judy.

Judy ist noch einmal zu Gast in ihrer alten Kita. Sie ist nun groß und geht schon in die Schule. Darauf hatte sie sich so lange gefreut, aber nun, da es soweit ist, fühlt es sich auf einmal ganz anders an. Das Schulgebäude ist schon sehr groß und unübersichtlich. Wie soll sie sich da je zurechtfinden? Und wen kann sie fragen, wenn sie nicht weiter weiß? Sie kennt ja kaum jemanden. Schweren Herzens streift sie durch die Kita und verabschiedet sich von jedem Raum und jeder Ecke.

 

Und unsere Oma muss ihr Haus verlassen, in dem sie jahrzehntelang gewohnt hat, das sie einst mit Opa zusammen gebaut hat. Wie viele Erinnerungen hängen an diesem Haus aus früheren Zeiten, in denen die Kinder noch klein waren bis heute, wo die Enkel gern hier zu Besuch sind? Hier ist alles lieb und vertraut, alles gehört zu Oma. Doch nun kann Oma das große Haus nicht mehr bewirtschaften. Sie zieht in eine kleinere, aber Alters gerechte Wohnung um. Das ist beschlossene Sache.

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“, sagt die Pfarrerin am  Grab. Eines Tages heißt es, für immer Abschied zu nehmen. Auf dem Friedhof wird uns augenscheinlich klar, dass wieder ein geliebter Mensch ausgezogen ist.

 

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

Dieses Wort aus dem Hebräerbrief ruft so viele Bilder wach, die anschaulich machen, wie doch alles seine Zeit hat und nichts auf Dauer besteht. Wir müssen mitmachen im ständigen Wandel; können nicht bleiben. Immer wieder müssen wir Liebes, Vertrautes zurücklassen und uns einer unbekannten Zukunft öffnen. Immer wieder ist dann die Sorge bei uns zu Gast.

 

Das war auch bei den Gemeinden so, an die sich der Hebräerbrief ursprünglich richtete. Sie hatten sich mehr und mehr vom jüdischen Gottesdienst und jüdischer Lebensart gelöst. Was einem Juden der sichere Weg zu Gott war: die ständige Erinnerung an Gottes Willen und Gebot und die Einhaltung aller Gesetze, konnte für die Christen als Heilsweg nicht mehr gelten. Sie hatten durch ihre Gemeindegründer erfahren, dass wir am Gesetz nur scheitern können. Es bedarf Gottes Gnade und Gottes Eingreifen, damit unsere Schuld vergeben ist und wir frei vor Gott treten können.

Den jungen christlichen Gemeinden war das Evangelium von Jesus Christus gepredigt worden: In ihm ist Gott in unsere Welt gekommen, hat als Mensch unter uns gelebt, sich gesorgt, geliebt und gelitten. An Jesu Beispiel sollten sie sehen und glauben, dass das neue Unbekannte, das auf uns zukommt und manchmal regelrecht über uns hereinbricht, annehmbar ist, weil Gott uns gerade im Leiden nahe ist und uns keiner unsicheren Zukunft überlässt. Denn er hat ja Jesus Christus nicht dem Tod überlassen, sondern hat Leben schaffend eingegriffen und ihn auferweckt von den Toten. So hat er uns gezeigt, dass unsere Zukunft Leben ist, da wir versöhnt sind mit ihm durch Jesu Christi Opfertod.

 

Liebe Leser;

der uns namentlich unbekannte Verfasser des Hebräerbriefes bezeichnet Gottes Sohn als den Hohepriester, der für uns alle das Versöhnungsopfer darbringt. Gleichzeitig aber ist Christus seinem theologischen Verständnis nach auch das Opfertier.

Zu Neujahr, am Großen Versöhnungstag, wurde es nach jüdischem Brauch draußen vor der Stadt verbrannt, während man ein anderes sprichwörtlich „in die Wüste jagte“, nachdem man es mit aller Schuld beladen hatte.

Die irdischen Hohepriester, die als Vertreter des ganzen Volkes im Heiligtum das Blut des Opfers darbrachten, nahmen sich selbst mit hinein in die Bitte um Vergebung. Anders dagegen der Hohepriester Jesus Christus! Er allein ist von aller Schuld frei und kann selbst für uns vor Gott eintreten. Alle, die wir auf ihn getauft sind und in der Nachfolge Anteil haben an seinem Leiden in dieser Welt, wissen um unsere Zukunft. Denn durch Christi freiwilliges Opfer sind wir erlöst von unserer Schuld und mit Gott verbunden.

 

Liebe Leser;

diese drei Verse aus dem Hebräerbrief haben es in sich, wie wir merken. Sie sind nicht so leicht zu verstehen und zu verdauen. In einer uns ungewohnten kultischen Sprache versichern sie uns der Osterbotschaft, ohne Karfreitag zu überspringen.

Einst wurden diese Worte geschrieben zur Ermutigung der jungen christlichen Gemeinden. Wenn sie sich in ihrem Gottesdienst und ihrem Frömmigkeitsleben sichtlich von der jüdischen Gemeinde unterschieden, so fürchteten sie, wären sie vor Verfolgung nicht mehr sicher; denn die christliche Gemeinschaft war noch keine rechtlich geschützte Religion im Römischen Reich. Der Brief macht ihnen Mut, konsequent zu sein im Glauben und den neuen Schritt zu wagen. Denn ihre Erlösung beruht auf Gottes Gnade, der sich in Jesus Christus selbst hingegeben hat, um uns mit ihm zu verbinden. Das Leben der Christen solle darum nicht von Angst geprägt sein, sondern von Vertrauen. Die Zukunft ist nicht ungewiss. Denn wir haben eine Heimat, auf die hin wir leben, uns um uns und andere sorgen, lieben und leiden.   

 

 

Auch heute können diese Worte trösten. Auch wir erleben gerade Zeiten der Unsicherheit; in denen die Sorge unser Begleiter ist. Dahinein trifft uns die Botschaft des vorletzten Sonntags in der Passionszeit und richtet unseren Blick über Jesu Kreuz auf Ostern hin. Sie will auch uns Mut machen, nötige neue Schritte zu wagen. Gerade in schweren Zeiten ist Gott uns besonders nahe. Wie erschreckend uns auch manche Entwicklung, neue Aufgabe oder Verzicht auch erscheinen mag, wir sind nicht allein in alledem. Gott ist uns ganz nahe, darauf können wir vertrauen. Bei ihm haben wir Zukunft und Heimat; eine bleibende Stadt, auf die wir ein Leben lang zugehen. Amen.

 

Taufen

Sie möchten Ihr Kind taufen lassen? Wunderbar. Unsere Dorfkirche empfängt Sie mit offenen Armen.
Sie möchten Ihr Kind taufen lassen? Wunderbar. Unsere Dorfkirche empfängt Sie mit offenen Armen. Für die Taufe ist niemand zu jung und niemand zu alt. Wenn Sie also sich als Erwachsener entschieden haben, sich taufen zu lassen. Nur zu!

 

Für die Taufe ist niemand zu jung und niemand zu alt. Wenn Sie also sich als Erwachsener entschieden haben, sich taufen zu lassen. Nur zu! Wir taufen, weil es uns Jesus Christus aufgetragen hat. Er er sagte: „Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, in bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.“ (Matthäus-Evangelium 28, Verse 19 und 20)

Wir betrachten Kindertaufe und Erwachsenentaufe als gleichwertig, genauso, wie unsere evangelische Landeskirche.

Für die Taufe Ihres Kindes müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

 ü Sie wünschen sich als  Eltern die Taufe ihres Kindes
 ü      Sie gehören als Eltern der Evangelischen Kirche an
 ü       Sie benennen mindestens einen Taufpaten, der/die der evangelischen Kirche angehört.

Sind Sie als Eltern und/ oder Paten nicht Mitglied der Gemeinde, wo es getauft werden soll, ist eine Mitgliedsbescheinigung der entsprechenden Ortsgemeinde vorzulegen.

Vor der Taufe findet ein Taufgespräch statt, in dem es um die Bedeutung der Taufe und den Ablauf des Taufgottesdienstes geht.

Die Taufe findet meistens im Sonntagsgottesdienst statt, Ausnahmen sind möglich.

Eltern und Paten suchen gemeinsam einen Taufspruch aus der Bibel aus. Pfarrerin Zachow ist ihnen dabei gern behilflich.

Eltern und Paten verpflichten sich öffentlich, für die christliche Erziehung des Kindes zur sorgen.

Wir laden Sie herzlich zur Taufe in unsere schöne Dorfkirche ein. 

Hierzu setzen Sie sich bitte mit Frau Pfarrerin Zachow in Verbindung.

Am besten tun Sie dies zu den Pfarrsprechstunden der Evangelischen Kirchengemeinde Groß Glienicke, Glienicker Dorfstrasse 12, 14476 Potsdam OT Groß Glienicke.

Pfarramt

Pfarrerin Gundula Zachow

Telefon: 033201/ 31247

E-Mail: kirche(at)grossglienicke.de

Pfarrsprechstunde

jeden Dienstag 16 - 18 Uhr

im Büro des Pfarramtes

Trauungen

Trauen Sie sich? Während einer kirchlichen Trauung erbitten Sie als Mann und Frau Gottes Segen für das Gedeihen Ihrer Ehe und legen vor Gott und der Gemeinde das Eheversprechen ab. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen Liebe und Vergebung, von denen Ihre Ehe getragen werden soll.

Im vorangehenden Traugespräch wird über all Ihre Erwartungen gesprochen, mit denen Sie als Paar die Ehe beginnen. Auch der Ablauf des Gottesdienstes wird verabredet und der biblische Trauspruch ausgewählt.

Außerdem haben Fragen, die sich mit der Gestaltung der Trauung verbinden, falls Braut oder Bräutigam keiner oder einer anderen als der evangelischen Kirche angehört, hier ihren Ort.

Einer kirchlichen Trauung geht die grundsätzlich die standesamtliche Eheschließung voraus.

Wir laden Sie herzlich zur Trauung in unsere schöne Dorfkirche ein.

Hierzu setzen Sie sich bitte mit Frau Pfarrerin Zachow in Verbindung.

Am besten tun Sie dies zu den Pfarrsprechstunden der Evangelischen Kirchengemeinde Groß Glienicke, Glienicker Dorfstrasse 12, 14476 Potsdam OT Groß Glienicke.

Pfarramt

Pfarrerin Gundula Zachow

Telefon: 033201/ 31247

E-Mail: kirche(at)grossglienicke.de

Pfarrsprechstunde

jeden Dienstag 16 - 18 Uh

im Büro des Pfarramtes

Beisetzung

Sie haben einen Trauerfall zu beklagen? Auf unserem Friedhof werden die verschiedensten Bestattungsformen angeboten, von der Erdbestattung über die Urnenbestattung auf dem Friedhof oder im Kolumbarium bis hin zur Bestattung unter alten Bäumen oder in Urnengemeinschaftsanlagen.

“Von Erde bist du genommen, zu Erde sollst du wieder werden.“

So heißt es am Anfang der Bibel über den Menschen, eine Anspielung auf die Geschichte von der Erschaffung Adams aus Tonerde. Bis zum heutigen Tag legen wir unsere Toten in die Erde und sprechen folglich von “Beerdigung”. In diesem würdevollen Umgang mit den Toten unterscheiden wir Menschen uns von den Tieren.

Für Christen ist der Tod nicht das letzte Wort über unser Leben. Aufgrund der Auferstehung Jesu Christi hoffen wir für uns auf eine Auferstehung der Toten und auf das ewige Leben. Der auferstandene Christus ruft seinen Jüngern zu: „Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ (Joh 14,19)

Menschen, die zum Zeitpunkt ihres Todes der evangelischen Kirche angehören, haben das Recht auf ein kirchliches Begräbnis. Für christliche Trauerfeiern steht unsere Dorfkirchen zur Verfügung. Weltliche Trauerfeiern finden in der Regel nicht in der Kirche statt. 

Unser Pfarramt steht Ihnen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. 

Bitte setzen Sie sich mit Frau Pfarrerin Zachow in Verbindung, 
gern zu den Pfarrsprechstunden der Evangelischen Kirchengemeinde Groß Glienicke, Glienicker Dorfstrasse 12, 14476 Potsdam OT Groß Glienicke.

Pfarramt

Pfarrerin Gundula Zachow

Telefon: 033201/ 31247

E-Mail: kirche(at)grossglienicke.de

Pfarrsprechstunde

jeden Dienstag 16 - 18 Uhr

im Büro des Pfarramtes

 

Wiedereintritt

Sie möchten wieder zur Glaubensgemeinschaft gehören?
Wir freuen uns, dass Sie über den Schritt des Wiedereintritts in die Evangelische Kirche nachdenken, und wir stehen für Ihre Fragen und für ein Gespräch jederzeit gern zur Verfügung. Für Gespräche über den Wiedereintritt wenden Sie sich an unser Pfarramt oder an einer der Wiedereintrittsstellen in unserer Landeskirche (Berliner Dom, Marienkirche am Alexanderplatz, Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin Kreuzberg, Nikolaikirche Potsdam). Ein Wiedereintritt kann als Ergebnis dieses Gespräches sofort vollzogen werden. Dazu sollten Sie die nötigen Unterlagen mitbringen: den Personalausweis, die Taufurkunde, die Konfirmationsurkunde und die Austrittsbescheinigung.

Durch die Taufe werden Sie Mitglied der Evangelischen Kirche. Die Taufe ist einmalig und wird nicht wiederholt. Wenn Sie noch nicht getauft sind, führt der Weg in die Kirche über ein Taufseminar oder einen Glaubenskurs, wodurch Sie in den christlichen Glauben eingeführt und Ihre Fragen beantwortet werden. Die Taufe wird im Gottesdienst gefeiert. Durch die Taufe sind Sie auch berechtigt, am Heiligen Abendmahl teilzunehmen und z. B. ein Patenamt zu übernehmen. Außerdem erlangen Sie das aktive und passive Wahlrecht für den Gemeindekirchenrat.

Wenn Sie aus der Kirche ausgetreten sind und wieder eintreten möchten, findet keine zweite Taufe statt. Auf Ihren Antrag hin werden Sie wieder in die Kirche aufgenommen. Der Gemeindekirchenrat Ihrer Ortsgemeinde beschließt Ihre Wiederaufnahme und Sie besiegeln diesen Schritt mit der Teilnahme an einem Abendmahlsgottesdienst.

 

Wiedereintrittserklärung zum Download
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Letzte Änderung am: 29.03.2020