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Willkommen auf Eurer eigenen Seite

Liebe Kinder,

wir sagen Euch ein herzliches Hallo auf dieser Seite.
Wir möchten euch an dieser Stelle Gelegenheit geben,
Euch mit Inhalten den Jahreskreis betreffend beschäftigen zu können.

Wir hoffen, Ihr habt Spaß dabei, diese Seite für Euch zu entdecken!

 

Kurz vorgestellt

Eure Diakonin Michelle Klose

Heute stelle ich mich gerne einmal vor.

Ich bin Michelle und die Diakonin der Kirchengemeinde.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was eine Diakonin so macht.

Ich bin in der Gemeinde besonders für euch Kinder da. Aber nicht nur für euch.
Ich bin auch für die Jugendlichen und die Familien da.
Ich bereite zum Beispiel die KinderKirchenTage und die Kindergottesdienste vor.
Momentan bereite ich für euch jede Woche neue Sachen vor, die ihr ausprobieren und hören könnt.
Genau, die Stimme, die ihr seit der letzten Woche hier hören könnt, gehört zu mir.
Ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim Ausprobieren und beim Zuhören.

 

Wenn Ihr noch nicht lesen könnt

Hier könnt Ihr mich hören

Bald ist wieder Kinderkirchentag!

Herzliche Einladung!

Der nächste KinderKirchenTag

startet in

Handzettel KiKiTag zum Download

Für Euch zu Christi Himmelfahrt und Exaudi

Das ist ja himmlisch!

Ich habe letztens erst wieder ein leckeres Eis gegessen.

Ich habe mich in die Schlange bei der Eisdiele angestellt und gewartet, natürlich mit dem nötigen Abstand.

Ich stand also in der Schlange und habe überlegt.

Wie viele Kugeln möchte ich denn heute? Möchte ich zwei Kugeln Eis oder doch eher drei Kugeln Eis?

Ich habe mich für sage und schreibe drei Kugeln Eis entschieden.

Ja, ich habe wirklich vor, drei Kugeln Eis zu essen.

Aber jetzt wird es ja noch schwieriger!

Für welche Sorten entscheide ich mich? Wird es Vanille, Erdbeere und Schokolade oder doch eher etwas anderes?

Ich habe mich dann doch für etwas Ausgefalleneres entschieden.

Ich habe mich für Rocher, Nutella und Krokant entschieden.

Für mich natürlich im Becher.

Ich bin also endlich an der Reihe und sie gibt mir mein Eis im Becher rüber.

Das ist ein himmlischer Moment für mich.

Gleich geht es los und ich kann den Löffel tief ins Eis stecken und gleich den Löffel ablecken.

Ein atemberaubender Moment.

Wundervoll!

Was ist für dich ein himmlischer Moment?

Wenn du dir dein Eis aussuchen darfst?

Wenn du mit deinem Haustier spielst?

Wenn du mit Freunden spielen darfst?

Wenn es dein Lieblingsgericht zum Mittag gibt?

Wenn du in dein Lieblingsobst beißt?

Welcher Moment ist es, der dich denken lässt: „Das ist himmlisch!“?

Was ist dein kleines Stückchen Himmel auf Erden?

Kreative Idee

Dein Himmelsspielstein

Wenn du jetzt noch Lust hast kannst du das Bild weiter gestalten.
Du kannst die Dinge auf das Bild malen oder schreiben, was für dich ein Stückchen vom Himmel ist.
So siehst du immer wieder, was dich alles so glücklich macht.
Viel Spaß dabei!

Dein Himmelsspielstein

...zum ausdrucken und gestalten

Erzählung zu Christi Himmelfahrt

Vierzig Tage später

 

Vierzig Tage waren seit Ostern vergangen. Die Freunde Jesu, die Frauen und Männer, konnten sich noch gut erinnern: Ein Engel saß am Grab und sagte zu den Frauen am Ostermorgen: „Jesus ist nicht hier, er ist auferstanden, er ist fort! Erzählt allen davon.“ Die Frauen fürchteten sich. Aber bald liefen sie zu den anderen, den Jüngern mit Petrus und Johannes und berichteten ihnen davon. „Jesus lebt, er ist auferstanden.“ Und dann auf einmal, war Jesus mitten unter sie getreten. Er war plötzlich da und sagte: Friede sei mit euch! Und dann war er oft bei seinen Freunden zu Gast, sie sprachen über ihre Erlebnisse, sie aßen und tranken zusammen. (E: Worüber könnten sich die Freunde mit Jesus unterhalten  haben? Was könnte Jesus zu ihnen gesagt  haben?) Heute nun trafen sie Jesus auf einem Berg. Sie saßen gemeinsam unter Olivenbäumen und schauten auf die Stadt Jerusalem. Die Freunde spürten: Bald wird Jesus weggehen. (E: Woran werden sie das gemerkt haben?) Jesus sprach zu ihnen: Bleibt hier in der Stadt und wartet auf den Heiligen Geist. Gott, mein Vater schickt ihn euch. Danach werdet ihr meine Boten sein. Überall, hier in Jerusalem und später werdet ihr in die Welt hinausgehen. Dann segnet Jesus sie: Seid behütet auf allen euren Wegen. Als er noch sprach, kam es den Freunden so vor, als würde eine Wolke vom Himmel kommen und Jesus einhüllen. Sie sahen ihn nicht mehr. Sie standen auf und starrten in die Luft. Noch in ihre Überraschung hinein, waren zwei Boten zu ihnen getreten. Sie hatten leuchtend weiße Kleidung an, wie Engel und sagten: „Warum seht ihr nach oben? Dort ist Jesus nicht. Jesus ist nun bei Gott, seinem Vater. Schaut wieder auf die Erde und freut euch. Einmal wird Jesus wiederkommen.“ Die Freunde waren noch ganz verwirrt. Ihnen wurde klar, dass sie von nun an Jesus anders wahrnehmen würden. Mit den Augen der Erinnerung würden sie Jesus sehen und sie würden den Segen im Herzen tragen. In Gedanken versunken, gingen sie vom Berg zurück nach Jerusalem. Als sie in der Stadt betraten, waren aus ihnen Glaubensboten geworden.

 

 

Psalm 47 (2, 6-10)

Das ist ja himmlisch!

Schlagt froh in die Hände, alle Völker,

und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall!

Gott fährt auf unter Jauchzen,

der Herr beim Hall der Posaune.

Lobsinget, lobsinget Gott,

lobsinget, lobsinget unserm Könige!

Denn Gott ist König über die ganze Erde;

lobsinget ihm mit Psalmen!

Gott ist König über die Völker,

Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.

Die Fürsten der Völker sind versammelt

als Volk des Gottes Abrahams;

denn Gott gehören die Starken auf Erden;

er ist hoch erhaben.
Amen.

Gebet

Guter Gott, du verbirgst dich nicht vor uns.

Du bist nicht unerreichbar.

Du bist uns nahe und beschenkst uns.

Wir haben allen Grund zu hoffen.

 

Lass unsere Hoffnung eine Fantasie bekommen,

die diese Welt neu entwerfen kann,

die das ausmalen, ausdenken, ausdeuten kann,

was du uns zugedacht hast:

den neuen Himmel und die neue Erde.

 

Gib, dass unsere Hoffnung Hände bekommt,

die Hand anlegen an diese Welt, heilende Hände.

 

Lass unsere Hoffnung Füße bekommen,

die sich wundlaufen für das Heil der Welt,

denen kein Weg zu weit und zu schwer ist,

die den Weg Jesu weitergehen,

um Gottes Licht zu verbreiten.

 

Gib, dass unsere Hoffnung Worte bekommt,

die verstanden werden:

Worte, die trösten; Worte, die Freude schenken.

Du hast mit allem den Anfang gemacht in Christus:

In ihm hat die Hoffnung der Menschen

Hand und Fuß bekommen, eine Stimme und ein Gesicht.

 

Du, Gott, hast uns den Himmel nahegebracht,

damit uns das Leben gelingt.

Lass uns erkennen, dass wir nur mit dir frei sind,

nur durch dich leicht sind

und dass wir nur wahrhaftig

in deiner Nähe leben können.

Amen. 

 

Rogate

Wer kann meine Wunden heilen?

Kennst du das? Du spielst draußen auf dem Spielplatz und tust dir auf ein Mal weh? Es schmerzt dich am Arm oder Bein. Vielleicht blutet es ja sogar. Und was passiert dann? Momentan gehst du bestimmt zu Mama oder Papa. Du zeigst ihnen die Stelle, die dir weh tut. Sie wissen immer was zu tun ist! Mama oder Papa pusten bestimmt. Wenn es ganz doll weh tut oder blutet, dann bekommst du vielleicht sogar ein Pflaster drüber geklebt. Du wirst gedrückt und geküsst. Deine Tränen werden getrocknet. Du kannst dich kurz etwas ausruhen. Dann kannst du wieder spielen gehen.

Aber was ist mit den Wunden, die gar nicht zu sehen sind?

Die, die nicht einfach sofort geheilt werden können.

Die, die keine blauen Flecke hinterlassen oder gar ein Pflaster benötigen.

Die Wunden, die im Herzen oder in der Seele schmerzen.

Wie werden die Wunden sichtbar?

Manche Menschen weinen. Denen kannst du zum Beispiel ein Taschentuch anbieten.

Andere Menschen werden stiller. Sie reden viel weniger. Du kannst auf sie zugehen und sie fragen, ob sie reden möchten.

Es gibt aber auch Menschen, die über ihre Wunden nicht mit dir reden wollen oder reden können. Das ist völlig in Ordnung. Sie haben vielleicht schon jemanden, mit der oder mit dem sie darüber reden können.

Einige reden mit Gott über ihre Probleme. Sie können sich ihm komplett öffnen und können so ihre nicht sichtbaren Wunden heilen. Gott hilft ihnen den Schmerz zu überwinden. Er ist dann wie Mama und Papa in einer Person. Er trocknet ihre Tränen und klebt ein Pflaster auf ihr Herz, damit es wieder heilen kann.

Es gibt also viele Wege, wie Wunden heilen können. Mama und Papa können helfen Wunden zu heilen. Oma und Opa können helfen Wunden zu heilen. Freunde können helfen Wunden zu heilen. Viele andere Menschen können helfen Wunden zu heilen. Auch Gott kann helfen Wunden zu heilen. Wir können unsere Pflaster, die unsere Wunden heilen, also von vielen verschiedenen Personen bekommen. Nicht immer ist es die selbe Person, die helfen kann. Gott aber ist immer bei dir, um dir zu helfen und deine Wunden zu heilen.

Erzählung

Joschi lebte mit seinen Eltern am Rande Jerusalems. Sein Vater hatte früher in der Stadt bei einem Zimmermann gearbeitet. Damals ging es ihnen noch gut! Der Vater war anständig bezahlt worden. Außerdem hatten sie einen kleinen Acker, auf dem sie Getreide und Gemüse anbauen könnten, und sie hatten auch vier Ziegen, die gute Milch gaben. Um den Acker und die Ziegen hatte sich die Mutter gekümmert, und er hatte ihr dabei geholfen, so gut er konnte. So hatten sie eigenes Getreide zum Backen, Gemüse und Milch, und was sie sonst benötigten, konnten sie kaufen. Damals war er nie mit knurrendem Magen ins Bett gegangen, und seine Mutter hatte bei der Arbeit oft gesungen und mit ihm gelacht. Doch vor drei Jahren waren die Krieger des großen Königs Nebukadnezar aus Babylon gekommen, weil ihr König Zedekia sich gegen ihn aufgelehnt hatte. Zwei Jahre hatten sie Jerusalem belagert. Keine Händler und Bauern, die ihr Korn, Gemüse oder Fleisch verkaufen wollten, kamen mehr in die Stadt. Zu Anfang hatten die meisten ja noch zu Essen, und alle hofften, dass die Krieger wieder abziehen würden. Aber immer mehr Menschen hungerten schließlich. Joschis Eltern hatten das, was sie auf ihrem Feld ernteten, mit Familie und Freunden geteilt, damit die nicht verhungerten. Schließlich hatten sie auch zwei ihrer Ziegen geschlachtet, um etwas zu essen zu haben.Inzwischen waren die meisten Menschen in der Stadt schwach vor Hunger, und viele wurden krank. Das nutzten die babylonischen Soldaten, um in Jerusalem einzumarschieren. Von allen Seiten waren sie gekommen! Dabei war auch ein Großteil dessen, was auf ihrem Acker noch wuchs, zertrampelt worden. Die Soldaten hatten viele Menschen gefangen genommen, natürlich den König und seine Gefolgsleute, aber auch die Händler und Handwerker. Außerdem waren sie in alle Häuser gekommen und hatten den Menschen von dem wenigen, was sie noch zu essen hatten, auch noch vieles weggenommen. Dann waren sie wieder zurück nach Babylon gezogen und hatten die Gefangenen mitgenommen. Jerusalem wurde jetzt von einem Statthalter regiert, den die Babylonier eingesetzt hatten, Gedalja hieß der.Jetzt hatte der Vater keine Arbeit mehr in der Stadt, denn sein Herr hatte mit nach Babylon gehen müssen, und es gab kaum noch Handwerker, die Arbeit zu vergeben hatten. Gemeinsam bauten sie jetzt wieder ein wenig Korn und Gemüse auf ihrem Acker an, aber die Mutter sang nicht mehr bei der Arbeit. Es war gar nicht leicht gewesen, wieder an Saatgut zu kommen, und alles wuchs so langsam! Von ihren Ziegen war ihnen nur eine geblieben. Sie brauchten die Milch, aber sie hatten schon oft überlegt, ob sie die Ziege schlachten sollten, damit sie nicht verhungerten. Joschi hoffte sehr, dass sie die Ziege nicht schlachten mussten. Er liebte das Tier, und wenn er traurig war, setzte er sich oft neben sie und kuschelte sich an ihr warmes Fell. Das tröstete ihn ein bisschen.Eines Tages saß Joschi wieder einmal bei seiner Ziege. Er hatte ein bisschen was gegessen und fühlte sich gerade mal relativ wohl. Doch was war das? Draußen war Lärm zu hören. Es klang so, als wären die Soldaten zurückgekommen, aber das konnte doch nicht sein? Joschi schaute vorsichtig nach. Tatsächlich! Soldaten! Die sahen nicht so prächtig aus wie die aus Babylon und hatte auch nicht so viele Waffen. Aber was nützte ihm das? Sie hatten keine Waffen zu Hause, um sich zu verteidigen. Und von den wenigen Männern, die der Statthalter hatte, war weit und breit keiner zu sehen.

Joschi nahm die Ziege und schlich leise mit ihr auf das Feld hinaus. Seine Eltern sah er am hinteren Feldrand und er lief schnell zu ihnen. Auch sie hatten die Soldaten bemerkt. Gemeinsam versteckten sie sich hinter den trockenen Sträuchern am Feldrand. Sie sahen, wie die Soldaten in der Stadt wüteten. Sie nahmen mit, was die Babylonier übrig gelassen hatten und steckten Häuser in Brand. Schließlich sammelten sie sich am Palast, in dem jetzt der Statthalter gewohnt hatte und schlugen dort ihr Lager auf. Joschi und seine Eltern klammerten sich aneinander. Was sollten sie jetzt nur tun? „Ich halte das nicht aus! Wieder ist alles kaputt, was wir uns mühsam wieder aufgebaut hatten!“, klagte die Mutter. „Ich habe solche Angst! Was machen wir, wenn die Soldaten hierbleiben?“, jammerte Joschi. „Hier gibt es keine Zukunft mehr für uns!“, meinte der Vater. „Wir müssen Jerusalem verlassen.“ Als es Abend wurde, schlich der Vater nach einmal zu ihrem Haus. Er packte zusammen, was von ihren Sachen übrig geblieben war. Dann machten sie sich im Schutz der Dämmerung gemeinsam auf den Weg. „Wir gehen nach Norden!“, sagte die Mutter, „Dort wohnt eine Kusine von mir. Vielleicht können wir dort fürs erste unterkommen.“ „Meint ihr, dass wir irgendwann wieder nach Hause können?“, fragte Joschi. „Wenn Gott es will, erleben wir das vielleicht noch!“, antwortete der Vater. „Wir sollten immer wieder dafür beten!“

aus: Gottesdienste mit Kindern, Handreichung 2020,
Evangelische Verlagsanstalt Leipzig GmbH, Blumenstraße 76, 04155 Leipzig

Worträtsel

zu Psalm 91

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Folgende Wörter aus Psalm 91 kannst du finden:

 

ALLMÄCHTIGER - BEHÜTEN - BURG - ENGEL - FITTICHE - FLÜGEL - FUSS - GOTT - HÄNDE - HEIL - HERR - HÖCHSTER - SCHATTEN - SCHILD - SCHIRM - STEIN - WAHRHEIT - WEGE - ZUVERSICHT

 

Worträtsel

hier zum herunterladen und ausdrucken

Kreative Idee:

Dieses Mal sieht die kreative Idee etwas anders aus. Bedank dich bei der Person, die deine Woche besonders schön gemacht hat. Du kannst es der Person sagen. Du kannst ihr ein Bild malen und es ihr schenken. Sei kreativ und lass dir etwas einfallen, um jemand anderen eine Freude zu machen. Zeig der Person, dass du sie gern hast! Viel Spaß dabei!

Kantate

Ich stehe unter Gottes Schutz, darum darf mir keiner wehtun!

In dieser Woche geht es also um das Thema Schutz und Sicherheit.

Gibt es Orte an denen du dich fürchtest?

Gibt es Momente in denen du dich fürchtest?

Wenn es nachts zu dunkel in deinem Zimmer ist?

Die dunkle Ecke auf dem Weg zum Kindergarten / zur Schule?

Vor dem einen Kindergartenkind, was besonders gemein zu dir ist?

Vor dem einen Schulkind, was dich nicht nett behandelt?

Vor der Spinne, die an deinem Kinderzimmerfenster hängt?

Es gibt so viele Sachen und Momente, die dir Angst machen können. Das ist auch völlig in Ordnung! Du darfst Angst haben. Du darfst dabei nur nie vergessen: du bist nie allein!

Deine Eltern, deine Großeltern, deine Freunde und viele andere Menschen sind in Gedanken immer bei dir! Du bist also nie wirklich allein. Dann ist da ja auch noch Gott. Der wird dich auch nie allein lassen. Er ist immer bei dir! Er stärkt dich, auch wenn du es in dem Moment vielleicht gar nicht merkst. Er ist immer da! Er wird dich immer beschützen und dir Schutz bieten.

Wo fühlst du dich denn besonders sicher?

Beim Spielen in der Ritterburg, oder doch eher im Prinzessinnenschloss?

Unter dem Regenschirm, wenn es draußen regnet?

In deiner selbst gebauten Höhle?

Bei deiner besten Freundin?

Bei deinem besten Freund?

Bei Oma und Opa?

Bei Mama?

Bei Papa?

Bei Gott?

 

Zum Nachhören

Text zu Kantate

Kommt herbei

Hört vom Herrn - Eine Geschichte für Euch


In vielen Geschichten der Bibel wird davon berichtet, wie Gott denen beisteht, die an ihn glauben und auf ihn vertrauen. Eine solche Geschichte wollen wir heute hören. Daniel lebte schon lange nicht mehr in seiner Heimat. Es hatte Krieg gegeben in Israel, als er noch ein Junge war. Die Babylonier hatten sein Volk, das Volk Israel, besiegt und viele Menschen gefangen genommen und nach Babylon gebracht. Auch er war als Gefangener hierher gekommen. Doch es ging ihm nicht schlecht hier in Babylon. Er hatte eine gute Ausbildung bekommen und war jetzt einer der Berater des Königs. König Darius schätzte ihn sehr und fragte in allen wichtigen Dingen nach seiner Meinung. Auch er mochte König Darius. Das war ein kluger und gerechter Herrscher, der wollte, dass es seinen Untertanen gut ging. Trotzdem dachte Daniel auch immer wieder an seine Heimat. Ob er sie wohl einmal wiedersehen würde? An einem hatte er immer festgehalten, solange er auch schon in Babylon lebte: an seinem Glauben an Gott. Dreimal täglich zog er sich in seine Kammer zurück und betete und sang die alten Psalmen. Die anderen Berater des Königs, die Babylonier waren, waren neidisch auf Daniel. Der König entschied nichts, bevor er sich nicht mit Daniel beraten hatte. Und das, obwohl der ein Ausländer und eigentlich ein Kriegsgefangener war! Keinen anderen fragte Darius so oft um Rat! Wer weiß, was dieser Daniel dabei heimlich im Schilde führte – vielleicht tat der ja nur so königstreu! Immer wieder überlegten sie, wie sie Daniel loswerden könnten. Aber es war gar nicht so einfach – es war Daniel einfach kein Fehler nachzuweisen. Er kam immer pünktlich zur Arbeit, er erledigte alle Aufträge des Königs schnell und ordentlich. Auch an seinem Lebenswandel war nichts auszusetzen – Daniel redete nicht schlecht über andere, machte keine Witze über den König, bereicherte sich nicht unrechtmäßig... Nur eines gab es, was ihn von den anderen unterschied: Jeden Tag ging er drei Mal in seine Kammer und betete zu Gott. Das war an sich nicht strafbar, aber vielleicht ließ sich das ja ändern! Gesagt, getan: Die Berater gingen zu Darius und machten ihm einen schmeichelhaften Vorschlag. „Du bist ein großer und gerechter Herrscher!“, sagten sie zu ihm. 

  „Wenn wir so einen guten Herrscher haben, brauchen wir doch keine anderen Götter.  Du bist unser Gott und wir wollen zu Dir beten! Und das sollten auch alle anderen Menschen hier im Reich tun! Schließlich verdanken sie Dir, dass es Ihnen so gut geht! Erlasse doch ein Gesetz, dass alle nur noch zu Dir beten dürfen! Wer sich nicht daran hält, soll in die Löwengrube geworfen werden!“ Dem König gefiel dieser Gedanke. Er als Gott – das wäre schon etwas! Die Berater hatten das Gesetz schon vorbereitet. „Du musst nur hier unterschreiben, dann wird das Gesetz noch heute im ganzen Reich verkündet!“, sagten sie. Darius überlegte nicht lange und unterschrieb. Geschafft! Nun würden sie Daniel bald los sein! Es war nicht schwer, Daniel zu überführen. Daniel ließ sich von dem Gesetz nicht beeindrucken. Er ging wie immer zum Beten in sein Zimmer. Die an- deren schlichen ihm hinterher, einer holte den König. Als Darius Daniel beim Beten sah, wusste er, was seine Berater für ein übles Spiel trieben. Aber wollte er als König nicht unglaubwürdig werden, half es nichts: Er musste Daniel festnehmen lassen. Daniel wurde zur Löwengrube gebracht. Die Löwen streiften hungrig in der Grube umher. Doch Daniel stieg ungerührt zu den Löwen hinunter. „Vielleicht hilft dir ja dein Gott, zu dem du immer betest!“, rief Darius, doch daran glauben konnte er nicht. Er fastete bis zum nächsten Morgen und konnte nicht schlafen. Immerzu musste er an Daniel und die Löwen denken. Daniel indessen saß ruhig bei den Löwen in der Grube. Er betete zu Gott und wusste, dass er nicht alleine war. Er spürte den Engel, der zwischen ihm und den Löwen umherging und ihnen das Maul zuhielt. Schließlich legten sich auch die Löwen zur Ruhe. Früh am nächsten Morgen lief König Darius zur Löwengrube. „Lebst du, Daniel?“, fragte er ängstlich. „Hat Dir dein Gott geholfen?“ „Mein König“, antwortete Daniel, „ich lebe und es geht mir gut. Gott hat seine Engel gesandt, die mich vor den Löwen behütet haben, denn ich bin unschuldig vor Gott und vor Dir.“ König Darius war überglücklich und ließ Daniel sofort aus der Grube herausholen. Er verkündete vor seinem Volk: „Groß ist der Gott des Daniel. Er ist ein Retter und Nothelfer, denn er hat Daniel von den Löwen errettet. Er ist der lebendige Gott, der ewig bleibt und seine Herrschaft hat kein Ende.“

aus: Gottesdienste mit Kindern, Handreichung 2020,Evangelische Verlagsanstalt Leipzig GmbH, Blumenstraße 76, 04155 Leipzig

 

Geschichte

Zum Nachhören

Wollt Ihr mitsprechen?

Geschichte zum Mitdenken – Frage des Monats Mai 2020

Wie sieht Gott für Dich aus? Male oder beschreibe!

Johanna und Emanuel haben im Religionsunterricht etwas zur Schöpfungsgeschichte gelernt.

„Gott hat alles gemacht, den Himmel, die Erde, die Tiere und die Menschen. Auch unsere Schule hat er gewiss gemacht.“ sagt Joahnna.

„Ja, die Schule für uns und unsere Wohnung für meine Eltern und mich, glaube ich.“ Ergänzt Emanuel. „Aber wo wohnt denn eigentlich dieser Gott? Und wie sieht er aus?

Johanna wird nachdenklich. „Meine Mutter hat mir neulich erklärt, dass es weiter oben im Himmel sehr kalt ist und Flugzeuge Eis an den Tragflächen haben. Es kann also kaum sein, dass er da oben wohnt. Er würde ja auch herunterfallen, durch die Luft hindurch.“

„Quatsch. Gott kann alles. Er schwebt über allem.“

„Das glaube ich nicht.“

So weit der Dialog von Johanna und Emanuel.

Welche Vorstellungen habt Ihr von Gott?

Woran können wir erkennen, dass Gott uns nah ist, gewissermaßen bei uns wohnt?

Dazu ein Gebet für Euch:

GOTT, unser Vater

Ich kann dich mir gar nicht richtig vorstellen.

Jesus hat dich „Abba“ genannt, das heißt ganz liebevoll „Pappa“.

Jesus hat uns gesagt, dass wir dich so nennen dürfen:

Lieber Vater.

Weißt du, da spüre ich viel besser, dass ich ein Kind bin,

dass ich dir ganz vertrauen kann.

Das macht mich so froh.

 

Lulu erzählt Euch, wie sie sich Gott vorstellt.

Wenn Ihr hören wollt, was Lulu erzählt, klickt auf das Bild!

Quiz zu unserer Kirche

zum Download

Jahreskreis

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Letzte Änderung am: 23.05.2020